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Kann ich neben dem Studium jobben?

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Viele arbeiten neben dem Studium. Dann aber besser einen Job passend zum Fach! Wie man den findet und worauf noch zu achten ist, erklärt Sozialberaterin Karen Tepel.

Frau Tepel, brauche ich für den Master mehr Geld als im Bachelorstudium?

Eigentlich nicht. Es sei denn, man studiert einen künstlerischen Studiengang, zum Beispiel Fotografie oder Kostümdesign, bei dem viele Materialkosten anfallen. Und wenn man für den Master den Studienort wechselt, zum Beispiel von Jena nach München zieht, könnte man auch mehr Geld brauchen: für die Kaution, eine höhere Miete oder neue Möbel etwa.

Wie kann ich mir den Master am besten finanzieren?

Erste Wahl ist das Bafög. Auch wenn gegen Ende des Bachelors kein Bafög mehr gezahlt wurde, weil die Förderungshöchstdauer überschritten wurde, kann im Master wieder ein Anspruch bestehen, da dies ein eigener Ausbildungsabschnitt ist. Wenn man allerdings mehr als 5.200 Euro auf dem Konto hat oder in Anlagen, wird das aufs Bafög angerechnet.

Lohnt es immer, Bafög zu beantragen?

Manche Studenten sagen zu mir: Ich beantrage es gar nicht erst, weil ich eh nur 50 Euro bekommen würde. Denen erkläre ich dann, dass sie als Bafög-Empfänger auch vom Rundfunkbeitrag befreit werden. Versuchen sollte man es also.

Welche Nebenjobs empfehlen Sie, um sich Geld dazuzuverdienen?

Am besten ist es, wenn man die Chance hat, an der Hochschule eine Stelle zu bekommen, etwa als Hilfswissenschaftler oder in einem Bereich, der zum eigenen Studienfach passt. Dann verdient man nicht nur Geld, sondern kann anwenden, was man an der Universität gelernt hat. Und man macht Erfahrungen, die man im Studium oder Beruf gebrauchen kann. Wer etwa Soziale Arbeit studiert, kann in der Jugendhilfe arbeiten.

Wie findet man den richtigen Job?

Wenn man neu in eine Stadt kommt, ist es immer gut, sich umzuhören, etwa bei den Kommilitonen nachzufragen. Viel funktioniert ja über Mundpropaganda. Außerdem hängen in jeder Hochschule Schwarze Bretter, und die Agentur für Arbeit hat eine extra Jobbörse für Studenten. Im Master arbeitet man meist auch enger mit den Professoren zusammen, vielleicht vergibt einer von ihnen ja einen Hiwi-Job. Man kann sich auch initiativ bewerben. Wer zum Beispiel schon mal in der Gastronomie gearbeitet hat, kann sich bei Eventfirmen oder Messebetrieben bewerben.

Sollte man eher am Anfang oder am Ende des Masters viel nebenbei arbeiten?

Pauschal lässt sich das nicht sagen. Wenn man längere Zeit nicht an der Uni war und wieder beginnt zu studieren, sollte man sich erst einmal an den Uni-Betrieb gewöhnen. Grundsätzlich ist es aber gut, einzuplanen, dass man in Prüfungszeiten nicht mehr viele Kapazitäten zum Jobben hat.

Was muss man beachten, wenn man neben dem Studium arbeitet?

Normalerweise muss man auf jedes Gehalt Sozialabgaben leisten. Es gibt drei Ausnahmen: Mit einem Minijob darf man bis zu 450 Euro im Monat verdienen, ohne dass Sozialabgaben anfallen. Diese Einkommensgrenze gilt aber für alle Minijobs zusammen. Es geht also nicht, dass man einen Minijob für 300 Euro im Monat an der Uni hat und einen zweiten für 450 Euro in der Gastronomie. Hier würden beide zusammengerechnet die Grenze überschreiten. Daher könnte der Job an der Hochschule dann nicht mehr als Minijob bewertet werden. Wenn man mehr als 450 Euro verdient, kommt das Werkstudentenprivileg zum Tragen. Hier werden nur Rentenversicherungsbeiträge abgeführt, aber keine weiteren Sozialversicherungsabgaben. Dabei darf man in der Regel bis zu 20 Stunden pro Woche arbeiten.

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