Partner von:

Kontakte knüpfen am laufenden Band

Firmenkontaktmesse (Autor: Kuhan, Quelle: Fotolia.com)

© Kurhan - Fotolia.com

Über 30 Recruiting-Messen, auch Firmenkontaktmessen genannt, gibt es inzwischen jedes Jahr in Deutschland. Hier können Studenten eine Firma finden, die ihre Diplomarbeit fördert, und Absolventen ihren künftigen Arbeitgeber. Wie bei einem Bewerbungsgespräch aber gilt: Bestimmte Spielregeln musst du einhalten.

Größenmäßig gleich nach den Recruiting-Events einzelner Unternehmen kommen die Firmenkontaktmessen. Selten kannst du einen möglichen Arbeitgeber so leicht kennenlernen und dabei auch noch Unternehmen miteinander vergleichen. Damit wirklich nur passende Studenten oder Absolventen und Unternehmensvertreter aufeinander treffen, führen auf professionellen Veranstaltungen Personaldienstleister ein "Matching" durch: Du bringst deine Bewerbungsunterlagen mit, die Organisatoren gleichen sie mit den Anforderungen der teilnehmenden Unternehmen ab und leiten sie gegebenenfalls weiter.

Auf anderen, meist großen Massenmessen, wird ein solcher Service nicht angeboten - hier ist der Nutzen der Veranstaltung zweifelhaft. Zum einen werden interessante Unternehmen von Bewerbern überrannt, die kaum vorbereitet oder schlicht ungeeignet sind. Zum anderen haben die Personaler dann kaum Zeit für ein Gespräch mit dir. Bei wieder anderen Messen musst du dich vorab bei den Unternehmen selbst bewerben und dabei deinen Lebenslauf einreichen.

Gute Messen, schlechte Messen

Achtung bei Massen-Messen. Oft werden Unternehmen aller Branchen zusammen eingeladen, um eine möglichst große Menge an Ausstellern zu präsentieren (und möglichst viel Geld einzunehmen). Auf einzelne Branchen spezialisierte Messen nutzen im Zweifel mehr.

Organisation ist wichtig. So verlockend es klingt, wenn die Messe verspricht, dass du ohne Voranmeldung an jedem Stand mit Unternehmensvertretern sprechen kannst - das bedeutet unter Umständen auch überlaufene Stände und gestresste Personaler. Besser, die Unternehmen können im Vorfeld selektieren, denn dann bekommst du einen festen Termin - und weißt, dass der Arbeitgeber an dir interessiert ist.

Der große Tag

Recruiting-Messen ermöglichen dir, erste Kontakte mit interessanten Unternehmen zu knüpfen. Das hilft dir bei späteren Bewerbungen - Stichwort "Wiedererkennungseffekt". Aber Vorsicht: Dieser Effekt tritt auch ein, wenn du mit unpassender Kleidung oder vollkommen unvorbereitet an einem Stand auftauchst. Diese Messen sind eine Form der "Bewerbung to go". Kleide dich also wie für ein Vorstellungsgespräch und informiere dich im Vorfeld gründlich über die Unternehmen, mit denen du sprechen willst, und die angebotenen Stellen.

Punkte sammeln am Stand

Wenn du das erste Mal an einem Unternehmensstand antrittst, gibt es neben Optik und Wissen noch weitere Möglichkeiten, einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Daneben gilt für dein Verhalten dasselbe wie bei einem normalen Vorstellungsgespräch: freundlich auf den Gesprächspartner zugehen, sich mit Handschlag und Vor- und Zunamen vorstellen, sich selbst so gut wie möglich präsentieren. Offenheit, Höflichkeit und Selbstbewusstsein hinterlassen immer einen guten Eindruck. Apropos Selbstbewusstsein: Es wirkt wenig souverän, wenn zwei Absolventen im Doppelpack durch die Stände ziehen und sich auch nur zu zweit zu den Unternehmensvertretern trauen. Selbstständigkeit ist ein wichtiges Kriterium für aussichtsreiche Bewerber!

Das kleine Gespräch mit dem Unternehmensvertreter

Zwar fiel bisher oft dieses Wort - du wirst aber am Stand meist kein richtiges Vorstellungsgespräch führen. Recruiting-Tage sind vor allem Informationsveranstaltungen, für dich wie für die Unternehmen. Du erfährst Näheres über deinen Wunsch-Arbeitgeber, über Arbeitszeiten, Gehälter und Aufstiegschancen. Das Unternehmen verschafft sich einen Überblick über den Markt an Absolventen und kann diese vergleichen. Außerdem können Personaler hier mit Absolventen etwas persönlicher ins Gespräch kommen, fragen, was diese sich zentral wünschen und was sie für Erfahrungen haben. Das alles geschieht in einer eher zwanglosen Unterhaltung.

Wenn das Gespräch nicht läuft...

Wenn der Unternehmensvertreter wortkarg und abweisend wirkt, gilt zunächst: nicht persönlich nehmen. Den ganzen Tag mit einem Absolventen nach dem nächsten sprechen und sich unter Umständen auch mit unvorbereiteten Bewerbern herumschlagen zu müssen, strengt an. Ein guter Ablauf des Messetags könnte so aussehen: Du bist bereits bei der Eröffnung vor Ort und besuchst zunächst ein Unternehmen, das dich interessiert, aber nicht dein Traum-Arbeitgeber ist. Dort kannst du dich ein wenig "aufwärmen" und das lockere Gespräch üben. Den Rest des Vormittags widmest du deiner A-Liste von Unternehmen - jetzt sind die Vertreter noch entspannt und frisch. Den Nachmittag kannst du nutzen, um deine Unterlagen durchzusehen, neue Unternehmen kennenzulernen und über den Tellerrand deiner bisherigen Firmenauswahl hinauszusehen.

Dein Gesprächspartner wirkte schon morgens um neun abweisend? Dann solltest du dir vielleicht auch Gedanken machen, ob diese unfreundliche Stimmung in dem Unternehmen Standard ist. Wenn du nämlich nicht ins Profil passt, sagt dir das der Unternehmensvertreter üblicherweise.

Und was kommt danach?

Von den meisten Recruiting-Messen wirst du weder Arbeits- vertrag noch ein konkretes Angebot mit nach Hause nehmen. Wenn du einen Ansprechpartner genannt bekommst, an den du deine Bewerbung schicken kannst, dann ist das schon ein gutes Zeichen. Und vielleicht erhältst du sogar gleich einen Termin für ein Vorstellungsgespräch. Dann hat sich der ganze Aufwand wirklich gelohnt.

nach oben

Jobs, Praktika

und akademische

Stellen suchen

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren