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Wer sein Vorwissen nutzt, ist klar im Vorteil

Vorbereitung auf das Assessment-Center

Quelle: alphaspirit (Fotolia)

Die Vorbereitung auf ein Assessment-Center (AC) stellt viele Bewerber vor eine Herausforderung. Oft ist es zwar einfach herauszufinden, welche Aufgaben einen in einem Assessment-Center erwarten. Wie aber bereitet man sich optimal auf die einzelnen Aufgaben vor? Und wie kann man die Inhalte vorab üben?

Vorbereitungen aufs Assessment-Center

Ob fürs Traineeship oder die Führungsposition – immer mehr Unternehmen wählen neue Mitarbeiter im Assessment-Center aus. In diesem teilweise mehrtätigen Verfahren müssen Bewerber und Berufseinsteiger neben Fachwissen auch Teamgeist, Selbstmanagement und Stressresistenz beweisen. Da ein Auswahlverfahren über Assessment-Center kostspielig für das Unternehmen ist, werden nur wenige Bewerber eingeladen. Wer es schafft, Assessoren zu überzeugen, ist seinem Traumjob einen großen Schritt näher gekommen.

Doch genau dieser überzeugende Auftritt scheint etlichen Bewerbern leichter gesagt als getan: Viele haben Angst, den Mitbewerbern im Kampf um die begehrte Stelle unterlegen zu sein, und fühlen sich vom Assessment-Center abgeschreckt. Sie empfinden es als belastend, in der Gruppenübung ausgerechnet mit den Menschen harmonieren zu müssen, die sie im Bewerbungsprozess am Ende hinter sich lassen möchten. Wie dir dieser Spagat trotzdem gelingt und wie eine optimale Vorbereitung auf die Assessment-Center-Übungen aussieht, erfährst du hier.

Unterschiedliche Aufgaben erfordern unterschiedliche Vorbereitungen

Die Art der optimalen Vorbereitung richtet sich nach dem Aufgabentyp. Im Assessment-Center (AC) wird zwischen Einzel- und Gruppentests unterschieden. In Einzeltests wie der Postkorbübung wird der Bewerber separat von den anderen Teilnehmern durch die Assessoren geprüft. Zu diesem Aufgabentyp zählen beispielsweise Tests der logischen oder analytischen Fähigkeiten, Fallstudien oder die Postkorb-Übung. In den Gruppentests interagiert der Bewerber dagegen mit anderen. Zu dieser Testart gehören zum Beispiel Gruppendiskussionen oder Rollenspiele.

Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vorbereitung liegt darin, die Zielsetzung der unterschiedlichen Assessment-Center-Übungen zu verstehen und sich spezifisch darauf vorzubereiten.

Gegen Nervosität hilft Vorbereitung

Damit dem Erfolg im Assessment-Center nichts im Wege steht, ist eine gründliche Vorbereitung unabdingbar. Zur Vorbereitung gehört auch, dass du dir als Bewerber oder Berufseinsteiger deiner Stärken und Fähigkeiten bewusst wirst, damit du dich nicht von Mitstreitern in Testsituationen ablenken lässt. Das Wissen um deine guten Seiten gibt dir außerdem mehr Sicherheit, lässt Nervosität verschwinden und ermöglicht überhaupt erst eine authentische Selbstpräsentation. Teil der Vorbereitung aufs Assessment-Center ist es aber auch, dass du die Ziele einzelner Aufgaben im Auswahlverfahren zu verstehen versuchst.

Vorbereitung auf Einzeltests

Einzeltests prüfen spezifische Kenntnisse oder Fähigkeiten. Das können das Erkennen von Mustern oder die Analyse von Daten sein, die Überprüfung von Englisch- und anderen Fachkenntnissen oder das Verarbeiten von einer Vielzahl von Informationen in der Postkorbübung oder einer Präsentation. Bei den meisten dieser Übungen liegen die erwarteten Fähigkeiten auf der Hand. Dennoch bereiten diese Aufgaben vielen Teilnehmern Probleme.

Das hat zwei Gründe: Zum einen sind die Kandidaten am Tag des Assessment-Centers nervös. Das ist ganz natürlich und normal. Unter der Belastung gelingen die Tests nicht so gut wie unter normalen Umständen. Zum anderen wird die Bedeutung der Vorbereitung auf die möglichen Übungen oft unterschätzt. Die Aufgabenart scheint in den Tagen vor dem Assessment-Center leicht beherrschbar und wird nicht noch einmal wiederholt und geübt. Im Assessment-Center tauchen dann Variationen auf oder es werden neue Elemente eingeführt, die man noch nicht kennt. Das Verstehen der Aufgabe und die Bearbeitung dauern dadurch länger und die Nervosität steigt.

Für eine optimale Vorbereitung sollte man sich mit allen typischen Übungsarten vertraut machen. Dazu gehört das Verständnis der Testart. Wie werden z. B. Kreativität oder Problemlösungskompetenz getestet? Welche Arten von Aufgaben gibt es dazu? Zu jeder Übungsart sollte man dann mindestens zwei oder drei Beispielübungen lösen. So erkennt man Schwierigkeiten und typische Fallstricke schon in der Vorbereitung und kann sich darauf einstellen. Die Fragestellungen sind vertraut und durch die Bearbeitung einiger Aufgaben findet man leicht den Einstieg. Dadurch kann man die Übungen im Assessment-Center schneller und besser lösen.

Gruppendiskussionen und Rollenspiele üben

Gerade bei den Gruppentests wie der Gruppendiskussion oder dem Rollenspiel hat das Verständnis der Zielsetzung eine besondere Bedeutung. Denn es ist nicht sofort ersichtlich, worauf es ankommt. Soll man in der Gruppendiskussion um jeden Preis seinen Standpunkt durchsetzen oder sich lieber kooperativ verhalten? Bei der Bewertung hilft es, die Übung im Kontext des späteren Berufsalltags zu setzen. Wie sollen aus Unternehmenssicht später die Meetings oder Konflikte ablaufen? So fällt die Bewertung der Ziele einfacher. In der Gruppendiskussion oder im Mitarbeitergespräch ist das Ziel, Fähigkeiten wie Einfühlungsvermögen, Durchsetzungsstärke, Problemlösungs- und Kommunikationsfähigkeiten zu bewerten.

Für die Vorbereitung auf diese Übungen spielt man die Situationen am besten unter möglichst realistischen Bedingungen durch. Dazu bittet man Freunde oder Familienmitglieder, in die Rolle der anderen Teilnehmer der Gruppendiskussion oder des Gegenübers im Rollenspiel zu schlüpfen. Das lässt sich oft schon mit wenigen "Regieanweisungen" realisieren. Entweder hat man konkrete Beispielaufgaben zur Hand oder bittet die anderen, in der Gruppendiskussion frei über ein Thema zu diskutieren bzw. die Rolle eines Mitarbeiters frei zu spielen. Durch die echte Interaktion wird man schnell feststellen, wo Schwierigkeiten liegen, und es lassen sich verschiedene Ansätze ausprobieren.

Diese Übungen sind etwas schwieriger vorzubereiten, denn man braucht Freunde oder Bekannte, die sich Zeit nehmen. Aber genau darin liegt auch eine große Chance. Die wenigsten Bewerber üben die Aufgaben ausgiebig. Jedoch sind gerade diese Übungen für ein erfolgreiches Assessment-Center entscheidend. Denn erfolgreiche Analytiktests oder Prüfungen der Fachkenntnisse werden für eine Einstellung vorausgesetzt. Wer dann noch Kollegen von seinen Ideen überzeugen, ein Team managen und Mitarbeiter führen kann, ist gegenüber anderen Bewerbern klar im Vorteil.

Was erfolgreiche Kandidaten ausmacht

Die intensive Auseinandersetzung mit den typischen Inhalten eines Assessment-Centers entscheidet über den Erfolg eines Bewerbers. Wer die Inhalte kennt und mit der Formulierung der Aufgaben und den üblichen Fallstricken vertraut ist, ist im Assessment-Center schneller und liefert bessere Ergebnisse. Gut vorbereitete Kandidaten sind zwar auch angespannt, aber sehen den klassischen Assessment-Center-Übungen gelassener entgegen.

Vorbereiten musst du aber nicht nur Einzel- und Gruppentests, sondern auch Einzelgespräche. Hier zählt für Personaler vor allem eine authentische Selbstpräsentation. Durchschaubares Selbstmarketing hingegen kommt im Vorstellungsgespräch nicht gut an; Übertreibungen werden schnell von Assessoren und Personalern entlarvt. Und gerade, wer keine ehrlichen Antworten gibt, muss sich auf heikle Fangfragen gefasst machen.

Obwohl eine solide Vorbereitung nicht schwer ist, wird ihr Einfluss auf den Erfolg von vielen Teilnehmern unterschätzt. Jeder Kandidat kann sich durch eine strukturierte Vorbereitung und gezieltes Üben der typischen Inhalte einen deutlichen Vorteil im Assessment-Center verschaffen. Viel Erfolg!

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