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Selbstbewusst, authentisch und erfolgreich auftreten

Vorbereitung fürs Assessment-Center (© Stefan Schurr - Fotolia.com)

© Stefan Schurr - Fotolia.com

Ob Traineeprogramm oder Führungsposition - immer mehr Unternehmen wählen neue Mitarbeiter im Assessment-Center aus. In diesem teilweise mehrtägigen Verfahren müssen Bewerber neben Fachwissen auch Teamgeist, Selbstmanagement und vor allem Stressresistenz demonstrieren. Robert Gareißen vom Dr.-Meyer-Camberg-Institut in München sagt, woran Berufseinsteiger am häufigsten scheitern und warum Selbstvertrauen besser ist als Konkurrenzdenken.

Etwa jedes zweite Großunternehmen nutzt Assessment-Center als festen Bestandteil des Bewerbungsprozesses. Weil bei diesem Auswahlverfahren mehrere Personalverantwortliche die Bewerber über einen längeren Zeitraum testen und beurteilen, ist es mit hohen Kosten verbunden. In der Regel werden deshalb nur wenige Kandidaten eingeladen. Wer es schafft, ist dem Traumjob ein großes Stück näher gekommen. Allerdings fängt gerade für Berufseinsteiger der Stress dann erst an.

Dem Assessment-Center haftet noch immer der Mythos des Unschaffbaren an; einer Veranstaltung, in der es den Personalern darum geht, die Bewerber mit allerlei Tests in die Enge zu treiben, nur um ihre Stressresistenz zu testen. Viele haben Angst, den Mitbewerbern im Kampf um die begehrte Stelle unterlegen zu sein. Sie empfinden es als belastend, ausgerechnet mit denen in der Gruppenübung harmonieren zu müssen, die sie im Bewerbungsprozess am Ende hinter sich lassen möchten. 

Selbstreflexion ist der erste Schritt zum Erfolg

Eben solche Gefühle sind es, die den Erfolg im Assessment-Center gefährden können. "Es ist wichtig, dass sich die Bewerber nicht nervös machen lassen und dass sie sich auf sich selbst konzentrieren, anstatt über die anderen nachzudenken", sagt Robert Gareißen, der am Dr.-Meyer-Camberg-Institut in München Kurse zum Thema Führung hält. Entscheidend seien vor allem drei Fragen: Wo liegen die persönlichen Stärken? Was möchte man erreichen? Und was muss man tun, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen?

Vorbereitung aufs Assessment-Center hilft gegen Nervosität

Sobald Klarheit über die Ziele und Fähigkeiten herrscht, kann man mit der Vorbereitung auf das Assessment-Center beginnen. Hierfür sollte man sich genug Zeit nehmen und strukturiert vorgehen, rät Gareißen. "Eine gewissenhafte Vorbereitung bringt Sicherheit und hilft gegen Nervosität. Um wirklich erfolgreich zu sein, muss man nicht nur rechtzeitig, sondern vorzeitig beginnen, sich mit den Themen zu befassen, die für das Auswahlverfahren wichtig sind", sagt Gareißen. "Am sinnvollsten ist es, sich zwei Wochen vorher jeden Tag zu einem Konzept Gedanken zu machen und die Dinge kontinuierlich zu wiederholen."

Wer sich ehrlich und glaubhaft präsentiert, muss keine Fangfragen fürchten

Im Auswahlverfahren selbst zählt vor allem Authentizität. "Viele machen den Fehler, dass sie sich besonders gut präsentieren wollen und sich deshalb anders darstellen, als sie sind", sagt Gareißen. Weil die Personalverantwortlichen genau das bemerken, liegt darin eine große Gefahr für die Bewerber. Denn wenn ein Kandidat nicht glaubhaft agiert, beginnen die Recruiter, dieses Verhalten zu hinterfragen. "Es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Personaler immer unfaire Fragen stellen. Diese Angst ist unbegründet. Sie wollen ja niemanden reinlegen, sondern nur wissen, mit wem sie es wirklich zu tun haben. Wer ehrliches Selbstmarketing betreibt, muss kaum mit Fangfragen rechnen."

Klarheit über die eigenen Stärken und gut begründete Antworten

Doch was ist eine ehrliche Selbstpräsentation? Sie entsteht vor allem durch nachvollziehbare Argumente. "Man muss nicht alles wissen und braucht  nicht alles zu können. Das erwartet auch niemand", sagt Gareißen. "Wichtiger ist es, sich ganz klar über die Frage zu sein 'Wer bin ich wirklich?' und entsprechend ehrliche Antworten zu geben." Dabei sollten sich Bewerber nicht in Allgemeinplätzen verlieren, sondern ganz konkret benennen, warum sie eine Qualifikation haben und wie sich persönliche Haltungen und Entscheidungen durch eigene Erfahrungen begründen lassen.

Keinen Gedanken an eine Ablehnung verschwenden

Wer das beherzigt, hat gute Voraussetzungen, um im Assessment-Center zu bestehen. Bleibt die mentale Blockade, die dem Bewerber das Leben schwer machen kann. Manche Kandidaten sind bestens vorbereitet und schaffen es dennoch nicht, ihr Potenzial im entscheidenden Moment abzurufen. Die physische und mentale Verfassung spielt natürlich eine Rolle. Deshalb sollten sich Bewerber im Assessment-Center erst gar nicht mit der Möglichkeit einer Ablehnung befassen, rät Gareißen.  

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