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Ehrlich, selbstbewusst, gut struktuiert

Perfekter Lebenslauf (Quelle: fotolia, Autor: faithie)

© faithie - Fotolia.com

Der Lebenslauf ist zentraler Bestandteil jeder Bewerbung. Er gibt dem Personaler die Möglichkeit, sich schon vor dem ersten Treffen ein Bild von dir zu machen. Um einen guten Eindruck zu hinterlassen, solltest du einige Grundregeln beachten - aber trotzdem den Mut haben, deinen eigenen Stil zu finden, sagt Personalberater Thomas Löwenberg, Managing Partner bei der Personalberatung PMC International AG.

Mit Literatur zum Lebenslauf lassen sich meterweise Regale füllen. Ob Schüler, Student, Auszubildender, Berufseinsteiger oder Aufsteiger - für jeden gibt es den passenden Ratgeber. Mit dem Wunsch, das eigene Leben ins rechte Licht zu rücken, lässt sich schließlich eine Menge Geld verdienen. Trotz tausender Seiten geballten Bewerbungswissens bleibt am Ende die Frage: Wie sieht er aus, der perfekte Lebenslauf?

Thomas Löwenberg, Managing Partner bei der Personalberatung PMC International AG, rät dazu, bei der Gestaltung des Lebenslaufs formale Standards zu beachten und trotzdem seinen eigenen Stil zu finden. Wenn ein Bewerber beispielsweise schon mehrere Praktika gemacht hat oder verschiedene Jobs hatte, muss er nicht zwingend alle Informationen auf zwei Seiten quetschen oder die Hälfte der Tätigkeiten weglassen, um Platz zu sparen. "Der Lebenslauf dient in erster Linie dazu, etwas über einen Menschen zu erfahren. Deshalb sollte sich jeder so präsentieren, wie er möchte - auch, wenn die ausführliche Darstellung von Erfahrungen und Tätigkeiten etwas mehr Raum einnimmt", sagt Löwenberg.

Die wichtigsten Informationen gehören schon auf das Deckblatt

Allerdings ist es ratsam, bei der Gestaltung des Lebenslaufs einige Grundregeln zu beachten. Zu jedem Lebenslauf gehört ein Deckblatt, auf dem neben dem Bewerbungsfoto alle wesentlichen Daten zur Person stehen sollten. Dazu gehören Name, Anschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Aber auch Angaben zum Familienstand und die Zahl der Kinder können für Arbeitgeber wichtige Informationen sein. "Bei Personalentscheidungen ist es wichtig, die persönliche Situation des Kandidaten zu kennen", sagt Thomas Löwenberg. Ist der Kandidat alleinstehend oder pendelt er zwischen Arbeitsstätte und Wohnort? Ist der Job-Wechsel mit der Familie abgestimmt und sind eventuell Kinder vorhanden, die versorgt werden müssen? Solche Faktoren spielen für den Arbeitgeber durchaus eine Rolle, weil sie bei der Planung berücksichtigt werden müssen. "Ich rate dazu, den Familienstand in der Bewerbung anzugeben und die private Situation frühzeitig anzusprechen. So lassen sich im Bedarfsfall leichter individuelle Lösungen finden, die Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer bringen."

Klar strukturieren, Tätigkeiten auflisten und Erfolge selbstbewusst nennen

Wie der Lebenslauf aufgebaut wird, ist Geschmacksache und richtet sich auch nach der Situation, in der sich der Bewerber befindet. Studenten und Doktoranden richten den Fokus eher auf die akademischen Leistungen und nennen daher die Stationen zuerst, welche die Ausbildung betreffen. Berufstätige hingegen stellen die Arbeitserfahrung in den Vordergrund. In beiden Fällen gilt: Man beginnt mit der aktuellen Beschäftigung. Außerdem sollte man die Tätigkeit stichwortartig beschreiben. Fünf oder sechs Bullet-Points zu den wichtigsten Aufgaben sind empfehlenswert. "Hierbei sollten Bewerber nicht zu bescheiden auftreten und Erfolge unbedingt reinschreiben - am besten klare und messbare Erfolge", rät Löwenberg. 

Lücken im Lebenslauf nicht verschleiern, sondern sinnvoll füllen

Karrieren lassen sich nicht immer vollständig planen. Umwege und Rückschläge prägen die Persönlichkeit genauso wie Erfolge - und sie sind nicht unbedingt schädlich. Allerdings ist Ehrlichkeit im Umgang mit Lücken im Lebenslauf das oberste Gebot. Hier sollten Bewerber auf keinen Fall schummeln, da die Daten öfter mit den Zeugnissen verglichen werden. "Anstatt ein Praktikum im Lebenslauf zu verlängern, sollte man lieber sagen, wie man die Zeit sinnvoll verbracht hat. Das kann ein Sprachkurs sein, ein Sabbatical oder ein Freiwilligenprojekt im Ausland. Entscheidend ist nur, dass man es ehrlich und selbstbewusst kommuniziert."

Hobbys machen menschlich und bieten Gesprächsstoff

Bleibt die Frage, wie man mit den privaten Interessen umgeht. "Grundsätzlich sagen Hobbys etwas über den Bewerber, machen ihn menschlich," sagt Löwenberg. "Außerdem sind sie ein guter Anknüpfungspunkt für Small-Talk. Deshalb ist es sinnvoll, sie im Lebenslauf zu erwähnen." Mit einer Ausnahme: Gefährliche Freizeitbeschäftigungen, die ein hohes Verletzungsrisiko bergen, sollte man besser für sich behalten.

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Kommentare (2)

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  1. Anonym

    Vielen Dank

    Ich habe hier eine Seite gefunden auf der man gute Vorlagen findet, das hat mir schonmal sehr weitergeholfen. Vielleicht hilft es euch ja auch Lebenslauf Vorlagen

  2. Anonym

    Uneinheitliche Informationen

    Auf der ersten Seite heißt es "weg mit Deckblättern" und "ein Foto ist nicht mehr Pflicht", hier steht "zu jedem Lebenslauf gehört ein Deckblatt mit Bewerbungsfoto". Die Informationen sollten nach Möglichkeit vereinheitlicht werden, denn sonst ist man nach der Lektüre verwirrter als vorher.

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