Bewerbung bei Deloitte: 10 Tipps von Senior Managerin Constanze Mannshoven
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Mit welchen Fragen hinterlässt du im Bewerbungsgespräch einen guten Eindruck? Und welche Dinge unterscheiden sehr gute von weniger guten Kandidat:innen? Constanze Mannshoven, Senior Managerin bei Deloitte, teilt ihre besten Bewerbungstipps mit dir!
Constanze Mannshoven ist als Senior Managerin im Bereich Cyber Strategy & Transformation innerhalb des Geschäftsbereichs Consulting tätig. Sie arbeitet bereits seit über sechs Jahren bei Deloitte am Standort Hamburg.
Wie ist der Bewerbungsprozess bei Deloitte aufgebaut?
Nach einem CV-Screening durch HR führen wir in der Regel mindestens zwei Interviews. Je nach Seniorität können weitere Gespräche, teilweise auch vor Ort, hinzukommen. Die finale Entscheidung liegt beim zuständigen Partner. Idealerweise dauert der Prozess weniger als einen Monat. Bei den Einstiegsterminen sind wir in der Regel, dank des Projektgeschäfts, sehr flexibel.
Wie viele Personen nehmen bei Ihnen normalerweise an einem Bewerbungsgespräch teil?
In der Regel nehmen zwei Personen am Gespräch teil. Die Zusammensetzung variiert bewusst, sodass Bewerber:innen unterschiedliche Perspektiven aus dem Team kennenlernen. Die Interviews bauen inhaltlich aufeinander auf und das Feedback wird strukturiert weitergegeben, sodass am Ende ein konsistentes Gesamtbild entsteht.
Wenn Bewerber:innen es einmal zum Vorstellungsgespräch geschafft haben, zählt im Weiteren dann nur noch das persönliche Auftreten oder fließen die Unterlagen auch in die finale Entscheidung mit ein?
Das persönliche Auftreten gewinnt im Interview deutlich an Gewicht, da hier der direkte Eindruck entsteht. Die Unterlagen bleiben jedoch die Grundlage und fließen weiterhin in die Gesamtbewertung ein – insbesondere, wenn es um die fachliche Passung und Erfahrung auf Experienced Level geht.
Haben Sie bestimmte Fragen, die Sie allen Bewerber:innen stellen?
Mir ist es wichtig zu verstehen, wie jemand arbeitet und in welches Umfeld er oder sie am besten passt. Deshalb stelle ich gerne folgende Fragen:
- Was müssen wir als Arbeitgeber und im Projektumfeld bieten, damit du dein volles Potenzial entfalten kannst?
- Welche Aufgaben übernimmst du in Projekten besonders gern – und warum?
- Welche Aufgaben motivieren dich eher weniger?
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Welche Fragen, die Bewerber:innen stellen können, hinterlassen bei Ihnen einen guten Eindruck?
Fragen, die zeigen, dass sich jemand mit der Rolle und dem Umfeld auseinandergesetzt hat. Zum Beispiel:
- Wie sieht ein typisches Projekt konkret aus?
- Wie seid ihr intern strukturiert?
- Welche Erwartungen habt ihr an neue Kolleg:innen auf dieser Position in den ersten Monaten?
- Woran wird Erfolg in dieser Rolle gemessen?
Solche Fragen zeigen Interesse und helfen den Bewerber:innen dabei, ein besseres Bild vom Arbeitgeber zu bekommen.
Woran erinnern Sie sich nach einem Interview normalerweise am ehesten?
An konkrete Beispiele, die zeigen, wie jemand arbeitet und welchen Beitrag er oder sie in Projekten geleistet hat. Authentische, greifbare Einblicke bleiben deutlich besser im Kopf als allgemeine Beschreibungen.
Welche drei Dinge haben alle sehr guten Bewerber:innen gemeinsam?
- Die Klarheit über eigene Stärken und Interessen
- Die Fähigkeit, den eigenen Wertbeitrag für den Arbeitgeber konkret zu beschreiben
- Offenheit für Feedback und Weiterentwicklung
Was halten Sie von Bewerbungen, die mit Künstlicher Intelligenz erstellt wurden? Erkennen Sie das auf den ersten Blick?
Der Einsatz von KI ist aus meiner Sicht selbstverständlich geworden und kann die Qualität von Bewerbungen deutlich verbessern. Entscheidend ist jedoch, dass die Inhalte geprüft und individuell angepasst werden. KI sollte unterstützen – nicht die eigene Leistung oder Persönlichkeit ersetzen. Das fällt sonst spätestens im ersten Bewerbungsgespräch direkt auf.
Mit welchen Fauxpas schießen sich Bewerber:innen sofort ins Aus?
Da gibt es vor allem zwei Dinge:
- Offensichtliche mangelnde Vorbereitung auf das Gespräch sowie
- fehlende Darstellung des eigenen Beitrags für Deloitte
Wie gehen Bewerber:innen am besten mit Nervosität im Interview um? Kennen Sie Techniken, die funktionieren?
Ein gewisses Maß an Nervosität ist völlig normal. Wichtig ist, sich gut vorzubereiten und sich bewusst zu machen, dass es sich bei einem Vorstellungsgespräch um ein gegenseitiges Kennenlernen handelt. Klare, strukturierte Antworten und kurze Denkpausen helfen oft mehr als "perfekte" Formulierungen.