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Schnell und zielsicher ins Management

Studenten Master in Management [Quelle: pexels.com, Gustavo Fring]

Quelle: pexels.com, Gustavo Fring

Der Master in Management (MiM) soll Hochschulabsolventen ohne Berufserfahrung schnell und zielsicher zu einem Job im Management verhelfen. So zumindest der Tenor der Business Schools. Doch was ist überhaupt das Besondere an diesem Master, wer kann ihn absolvieren und wodurch unterschieden sich die Angebote auf dem Markt?

Grundlegendes zum Master of Science in Management

Vorreiter Europa

Die 10- bis 36-monatigen Programme, mit ganzem Namen "Master of Science in Management", möchten ihre Studenten auf Führungspositionen in Unternehmen vorbereiten. Hauptsächlich wird der MiM in Europa angeboten, unter anderem auch bereits in Singapur, Kanada und Australien.

US-Programme selten

In den USA ist der Master in Management eher unüblich, da es dort weiter verbreitet ist, nach dem Bachelor-Abschluss erste Berufserfahrung zu sammeln und anschließend einen MBA "draufzusatteln". Dennoch bieten vereinzelte US-Hochschulen Master in Management-Programme an, es handelt sich hierbei aber eher um weniger bekannte Einrichtungen.

Master in Management: Der Name ist Programm – oder nicht?

Nicht jede Business School verwendet die Bezeichnung "Master in Management". Aus Gründen der Hochschulentwicklung, Marketingstrategie oder Positionierung sind viele Namen im Umlauf. Sogar im Financial Times Ranking der Master in Management-Programme tauchen Bezeichnungen wie "Master in International Business" und "Master in Business and Economics" auf.

Ganz genau hinsehen

Ob es sich bei einem Business-Master also wirklich um den gewünschten Management-Studiengang handelt, prüft man als Interessent am besten, indem man das Wunschprogramm genau unter die Lupe nimmt. Ein Management-Master deckt üblicherweise eine große Bandbreite an Businessthemen ab, da man davon ausgeht, dass eine Führungskraft ihre Tätigkeit besser ausüben kann, wenn sie den Blick für das "große Ganze" hat, und bei allen managementrelevanten Themen zumindest "mitreden" kann.

Internationalität

Zudem weisen Management-Master verstärkt internationale Komponenten auf. So setzen sich auch die Teilnehmer, wenn nicht sogar auch die Professoren, international zusammen und die Unterrichtssprache ist fast immer Englisch. Ein wichtiger Punkt, den Interessenten meist unkompliziert über die Hochschulstatistiken zu vergangenen Jahrgängen überprüfen können.

Führungskompetenz

Auch das Thema Leadership wird beim Management-Master in der Regel großgeschrieben. So stehen nicht selten die persönliche Weiterentwicklung und der Erwerb von Führungskompetenz im Zentrum des Studiums. Danach sollte man, wenn man ein Master in Managment-Pogramm sucht, gezielt fragen.

Curriculum unter die Lupe nehmen

Letztlich lässt sich bei abweichenden Bezeichnungen der Studiengänge nicht hundertprozentig abgrenzen, welche Studieninhalte einen Management-Master formieren und welche nicht. Wer jedoch aus karriererelevanten Gründen explizit einen Master in Management im Lebenslauf stehen haben möchte, sollte auch ein Programm wählen, das sich selbst so bezeichnet. Für alle anderen scheint die genaue Überprüfung des Curriculums der beste Weg, den geeigneten Management-Master zu finden – auch wenn er letztlich vielleicht anders heißt.

Auswahlkriterien zur Orientierung

Hat der Student die Wahl?

Einige Business Schools ermöglichen den Studenten innerhalb der Master in Management-Programme eine gewisse Wahlfreiheit. So müssen zwar bestimmte Grundlagenfächer zwingend abgedeckt werden, darüber hinaus kann man jedoch nicht selten eine oder mehrere Spezialisierungen wählen. Dies bedeutet in der Praxis, dass man nicht alle Kurse im Klassenverband belegt, sondern sich jeder ganz nach persönlichem Interesse oder verfolgtem Ziel den Stundenplan selbst zusammenstellt.

Ausbildung für Generalisten

Dennoch handelt es sich meist um General Management Programme, das heißt auch ein Master in Management mit Schwerpunkt auf Finance-Kursen ist noch kein Master in Finance. Denn die Wahlmöglichkeiten erlauben meist nicht, managementrelevante Grundlagenfächer zu umgehen. So will die Business School sicherstellen, dass trotz einer gewissen Wahlfreiheit das Ziel des Master in Management, Generalisten auszubilden, nicht gefährdet wird.

Studiengebühren – eine mehr oder weniger große Investition

Die Studiengebühren der MiM-Programme, die auf dem Markt sind, unterschieden sich stark. Staatliche Hochschulen bieten oft kostengünstigere Programme an als private. So kann man bereits für wenige hundert Euro pro Semester einen Master in Management absolvieren – aber an anderen Schulen auch an die 30.000 Euro dafür auf den Tisch legen. Ob der Preis in jedem Fall mit der Qualität korreliert, ist zweifelhaft.

Was zahle ich, was kriege ich?

Interessenten sollten daher die angebotenen Leistungen ausgiebig vergleichen und sich ein Bild davon machen, was sie für ihr Geld bekommen. Dabei darf man nicht vergessen, dass auch Reputation ihren Preis hat – jeder Bewerber sollte sich darüber im Klaren sein und entscheiden, ob ihm dies wichtig ist. Da Absolventen renommierter Hochschulen meist bessere Jobaussichten haben, kann sich so ein Preisaufschlag für das Renommee einer Hochschule auch schnell rechnen. Das hängt jedoch stark davon ab, welche Tätigkeit der Master-Interessent anstrebt.

Wirtschaftskontakte – ein wichtiges Entscheidungskriterium

Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl der Business School sind die Kontakte in die Wirtschaft, die den Studenten ermöglicht werden. Viele Hochschulen haben zahlreiche Partnerunternehmen, zu denen die Studenten durch Praktika oder Projektarbeiten Kontakte knüpfen können. Besonders informieren sollten sich Studieninteressenten darüber, ob die Hochschule einen Karriereservice anbietet. Diese Abteilung, fester Bestandteil vieler Business Schools, kümmert sich um Unternehmenskontakte, Karriereevents und die Karriereberatung der Studenten. So bieten viele Hochschulen beispielsweise CV oder Interview Trainings an, um die Chancen ihrer Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu optimieren.

Career Service – hier scheiden sich die Business Schools

Beim Karriereservice unterscheiden sich die Hochschulen stark. So ist es beispielsweise in Großbritannien eher unüblich, dass Unternehmen auf dem Campus rekrutieren, während dies bei deutschen Business Schools zu einem guten Karriereservice fast schon selbstverständlich dazu gehört. Aber auch innerhalb eines Landes, ist nicht jede Hochschule gleich engagiert, wenn es darum geht, ihren Studenten karrieretechnisch auf die Sprünge zu helfen. Hier lohnt es sich, im Vorfeld nachzufragen und sich die Aktivitäten genau schildern zu lassen.

Netzwerke fürs Leben knüpfen

Nicht nur die Zusammensetzung der Studenten einer Business Schools ist eine aufschlussreiche Informationsquelle für Studieninteressenten. Viel interessanter noch sind die Alumni. Viele Business Schools pflegen Alumni-Netzwerke, die weltweit die Absolventen der Hochschule "zusammenhalten".

Alumni als Infoquelle

Diese Alumni-Netzwerke sollten nicht unterschätzt werden. Wer als MiM-Absolvent eine erfolgreiche Karriere starten will, braucht oft die richtigen Kontakte – gut, wenn man durch die Alma Mater schon mit solchen versorgt wird. Zudem kann es für Studieninteressenten sehr aufschlussreich sein, sich mit Alumni der jeweiligen Programme auszutauschen. So erfährt man schnell, welche Karrieren sich mit dem anvisierten Studienprogramm in der Vergangenheit verfolgen ließen und in welche Unternehmen es die Absolventen verschlagen hat.

Entscheider?

Nicht selten sitzen Alumni von Managementprogrammen auch in Schlüsselpositionen großer Firmen. Sofern sie von ihrer ehemaligen Uni überzeugt sind, werden sie immer wieder gerne Absolventen der Alma Mater einstellen, weil sie bei ihnen im wahrsten Sinne des Wortes einschätzen können, durch welche Schule sie gegangen sind.

Qualität mit Siegel

Akkreditierungen helfen, Business Schools zu finden, die nachgewiesen qualitativ hochwertige Programm bieten. Die drei wohl bekanntesten Akkreditierungsstellen für Management-Programme sind EQUIS, AACSB und die FIBAA.

EQUIS

EQUIS (European Quality Improvement System) gibt es seit 1997, die Akkreditierung wurde von der European Foundation for Management Development ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um einen europäischen Standard für Business Schools.

AACSB

AACSB hingegen, was für Association to Advance Collegiate Schools of Business steht, wird von AACSB International vergeben, deren Gründungsmitglied unter anderem Harvard ist. Diese Akkreditierung ist wohl die weltweit bedeutendste.

FIBAA

Bei der FIBAA (Foundation for International Business Administration Accreditation) handelt es sich schließlich um eine trinationale Stiftung (Deutschland, Österreich, Schweiz), die ebenfalls die Qualität von Studiengängen prüft.

Wer oder was wird ausgezeichnet?

Wichtig ist dabei, dass EQUIS und AACSB ihre Akkreditierungen an die gesamte Institution verleihen, die Fibaa hingegen einzelne Programme auszeichnet. Hat eine Business School also die EQUIS-Akkreditierung, dann gilt diese für alle Programme, die sie unter ihrem Dach vereint. Hat aber beispielsweise das MBA-Programm der Hochschule die FIBAA-Akkreditierung erhalten, muss das MiM-Programm sie nicht zwangsläufig auch besitzen – andersherum natürlich genauso.

National oder international arbeiten?

Wer eine internationale Karriere anstrebt, sollte auch darauf achten, dass sein MiM-Studiengang international akkreditiert ist. Für jemanden, der im deutschsprachigen Raum tätig sein will, muss aber ein Studiengang, der "nur" von der FIBAA akkreditiert wurde, nicht zwangsläufig schlecht sein.

Akkreditierungsbaustellen

Das Erlangen dieser drei Akkreditierungen kostet die Hochschulen sehr viel Zeit und Mühe, da enorme Mengen an Formalitäten erledigt werden müssen, Hochschulbesuche der Prüfer stattfinden und feste Standards bezüglich Curriculum und vieler weiterer Bereiche eingehalten oder sogar erst eingeführt werden müssen. Oft sagen Hochschulen daher aus, dass eine Akkreditierung bei ihnen "in progress" ist. Dieser Prozess kann recht lange dauern und letztlich weiß man als Bewerber nicht, welches Ergebnis am Ende steht. Man tut also gut daran, eine Hochschule zu wählen, die zumindest bereits eine der Akkreditierungen besitzt. Wenn sie gerade dabei ist, weitere zu erlangen: umso besser.

Reputation und Rankings

Welchen Ruf eine Hochschule genießt, lässt sich aber nicht nur an den Akkreditierungssiegeln ablesen, sondern auch ihren Platzierungen in Rankings. Insbesondere ist hier das Master in Management-Ranking der Financial Times zu nennen. Es bewertet die Masterstudiengänge vorrangig nach dem Gehalt der Absolventen drei Jahre nach dem Abschluss, ihrer Position im Unternehmen und ihrer weltweiten Mobilität. Aber auch die Internationalität der Studenten und das Verhältnis von Studiengebühren zu den zu erwartenden Gehältern werden berücksichtigt.

Rankings gezielt nutzen

Wie man schon sieht, beurteilen Rankings ganz bestimmte Aspekte der Programme. Daher sind sie grundsätzlich mit Vorsicht zu genießen. Dennoch lassen sie sich für die eigenen Zwecke ganz gut nutzen. Wer beispielsweise das Financial Times Ranking zu Hilfe nehmen möchte, um den für sich passenden Master in Management zu finden, sollte sich vorher gut überlegen, welche Kriterien ihm persönlich eigentlich wichtig sind. Das Ranking zeigt nicht nur die Gesamtplatzierung eines Programmes, sondern auch die Platzierungen in den einzelnen Unterpunkten. Wem also beispielswese Internationalität besonders wichtig ist, der tut gut daran, eine Hochschule zu wählen, die in den entsprechenden Bewertungskriterien gut abschneidet. Rankings nehmen dem Studieninteressenten also vor allem die Arbeit ab, viele Kriterien selber zu überprüfen, die sich vielleicht auch gar nicht so leicht von ihm selbst überprüfen lassen würden.

Das Bauchgefühl auf dem Campus steht in keinem Ranking

Viele für den Einzelnen wichtige Kriterien lassen sich jedoch am besten durch aufmerksames Lesen des Curriculums und einen Besuch der jeweiligen Hochschule beurteilen. Wenn das Angebot besteht, als Interessent an einer Vorlesung teilzunehmen, sollte man dies unbedingt wahrnehmen. Schließlich lernt man so nicht nur Unterrichtsmethoden und Atmosphäre der Hochschule kennen, sondern trifft auch auf Studenten, mit denen man sich jenseits der Marketingaussagen der Hochglanzbroschüren austauschen kann.

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