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Master of Public Policy (MPP)

Der zweijährige englischsprachige Master of Public Policy ist das Paradestück der Hertie School. Er richtet sich an Absolventen der Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaften. Teilnehmer lernen, sich sicher auf und zwischen dem öffentlichen, privatwirtschaftlichen und zivilen Sektor zu bewegen. Daher ist der MPP ein ausgezeichnetes Sprungbrett für Führungspositionen im öffentlichen Dienst und in internationalen oder Nichtregierungsorganisationen.

"Public Policy" ist ein interdisziplinäres staatswissenschaftliches Fach. Es behandelt Fragen aus dem Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Recht. Der Master of Public Policy beschäftigt sich also mit Wirtschafts- und Ordnungspolitik im weiteren Sinne. Dabei vertritt der MPP einen so genannten "trisektoralen" Ansatz: Er bezieht neben dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen auch den zivilen Sektor mit ein.

Wieso ein Master of Public Policy?

Um den großen makrostrukturellen Veränderungen erfolgreich zu begegnen, bedarf es nicht nur einer Reform der politischen Institutionen. Auch das Führungspersonal im öffentlichen Sektor braucht eine bessere und vor allem berufsspezifischere Ausbildung. Denn in der Ministerialbürokratie herrschen noch immer recht traditionelle Verhältnisse: Juristen sind deutlich in der Überzahl, wodurch Standpunkte anderer Disziplinen nur selten Berücksichtigung finden, und nach oben kommt oft leichter, wer das richtige Parteibuch besitzt. Dass dies ein Manko ist, haben die Ministerien mittlerweile verstanden und beginnen, sich auch für andere Karrierepfade zu öffnen.

Ein Studiengang, der eine wichtige Lücke schließt

Doch erstklassige universitäre Ausbildungsangebote für Nachwuchskräfte im öffentlichen Sektor waren bis vor wenigen Jahren in Deutschland noch Fehlanzeige - ganz im Gegensatz zum Ausland, wo Hochschulen wie die Sciences Po in Paris oder die Harvard Kennedy School of Government in den USA längst als exzellente Schmieden für Führungskräfte im öffentlichen Bereich anerkannt sind. Der Master of Public Policy der Hertie School schließt nun auch in Deutschland diese Lücke.

Praxisorientiertes Studium

Die Hertie School verbindet Forschung und Anwendung sowie Wissenschaft und Politik. Die Lehre ist daher stark fallstudienorientiert ausgerichtet.

Trisektoraler Ansatz

MPP-Studenten sollen vor allem eines lernen: Über den Tellerrand der eigenen Disziplin und des eigenen Sektors hinauszublicken. Deshalb liegt ein besonderer Schwerpunkt auf sektorübergreifenden Problemlösungen wie Public-Private Partnerships oder Transnational Self-Governance.

Auslandssemester und Doppelabschluss mit der Columbia University

Um Auslandserfahrung zu sammeln, kannst du dich an einer Vielzahl von Partner-Universitäten bewerben (siehe "Akademische Partnerschaften"). Bei einigen hast du die Möglichkeit, einen Doppelabschluss zu erhalten. Dazu gehören unter anderem die Columbia University in New York, die Sciences Po in Paris oder die London School of Economics and Political Science.

Eine Programmteilnehmerin im Gespräch

Warum hast du dich für den Master of Public Policy entschieden?

Ich habe großes Interesse an gesellschaftlichen Fragestellungen und bin überzeugt davon, dass sich viele gesellschaftliche Probleme nur mit einem interdisziplinären Ansatz lösen lassen. Schon im Bachelor habe ich deshalb interdisziplinär VWL und Politikwissenschaften studiert. Im Master wollte ich diese Vielseitigkeit beibehalten. Weiterhin hatte ich Lust auf ein dynamisches Studentenleben, geprägt durch Gruppenarbeiten, Diskussionsveranstaltungen und einem regen Austausch mit den Kommilitonen. Durch Freunde, die schon an der Hertie studiert haben, wusste ich, dass ich genau das an der Hertie School finden werde.

Wie finanzierst du den Master?

Ein Teil der Studiengebühren ist durch ein Stipendium der Hertie School sowie einen Studienkredit abgedeckt. Außerdem habe ich vor dem Studium einige Monate Vollzeit gearbeitet und daher etwas für das Studium zurücklegen können.

Wie sieht dein Uni-Alltag aus?

Mein Uni-Alltag ist sehr vielseitig und interaktiv. Ich besuche viele Vorlesungen, Seminare und Gruppentreffen, plane Zeit zum selbstständigen Arbeiten ein und natürlich darf auch ein Kaffee mit Freunden nicht fehlen. Mein Alltag ist oft eng getaktet, weil ich in vielen Kursen bis zu drei Einzel- oder Gruppenprojekte einreichen muss und zusätzlich noch arbeite.

Zu Beginn des Studiums habe ich viel Zeit auf dem Campus verbracht. Durch die Pandemie hat sich das leider geändert. Aber durch die zahlreichen Gruppenprojekte halte ich auch im Homeoffice den Kontakt zu meinen Kommilitonen. Darüber bin ich sehr froh, da ich immer viel von den Erfahrungen der anderen lernen darf. Über die Zeit sind so enge Freundschaften entstanden.

Was waren deine persönlichen Highlights im Master of Public Policy?

Mein Highlight war mein Projekt im Seminar „AI in Government”. Dieses hatte zum Ziel, den bürokratischen Aufwand von Pflegekräften in Altersheimen zu reduzieren. Dazu haben wir uns mit Fragen nach der technischen Lösung, den konkreten Schritten im Implementierungsprozess und ethischen Grundsatzfragen beschäftigt. Technologie verändert Gesellschaft und es war sehr spannend die Vielseitigkeit dieser Thematik zu erleben.

Was sollte man für den MPP mitbringen?

Sehr gute Englischkenntnisse sind auf jeden Fall wichtig. Weil die Hertie School sehr international ist, solltest du außerdem Freude daran haben, Menschen aus aller Welt kennenzulernen. Der wichtigste Faktor ist aber das Interesse daran, Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu finden. Wenn du eine große Portion Idealismus mit lösungsorientiertem Denken verbinden möchtest, bist du hier richtig. Wenn du darüber hinaus über den Tellerrand blicken möchtest und offen für Neues bist, kannst du aus der großen Auswahl von Seminaren und Vorlesungen zahlreiche neue Einblicke gewinnen und viel für deine Zukunft mitnehmen.

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