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Meine ersten 100 Tage bei zeb

Warum es sich lohnt, seine Master-Arbeit in Kooperation mit einem Unternehmen zu schreiben? Weil man so schon einen Fuß in der Tür hat. Patrick ist dafür das beste Beispiel.

Steckbrief von Patrick [Quelle: Pixabay.com, Montage: e-fellows.net]

Vor dem Start

Ich hatte schon meine Master-Arbeit ("Robo-Advisory und Kooperationen von Banken und Fintechs in Deutschland") bei zeb geschrieben und hatte dabei auch schon mit einigen Kollegen zu tun. Für mich war sehr schnell klar, dass ich nach dem Master-Abschluss bei zeb bleiben und dort als Consultant starten möchte.

Kaum war dieser Entschluss gefallen, ging alles sehr schnell: Schon kurz nach meiner Bewerbung erhielt ich eine Einladung zum Einstellungstag nach Berlin. Dank meiner Kollegen wusste ich schon, was grob auf mich zukommen würde, und konnte mich gut vorbereiten. Die Gespräche beim Einstellungstag empfand ich als sehr angenehm und auf Augenhöhe – die Gesprächspartner legten viel Wert darauf, mich kennenzulernen und herauszufinden, was ich kann und was (noch) nicht. Wenige Zeit später rief mich mein heutiger Partner an und machte mir am Telefon eine Zusage, und ein paar Tage später lag auch schon der Vertrag im Briefkasten. So konnte ich direkt nach meiner Master-Arbeit bei zeb starten.

Mein erster Tag ...

... startete um zehn Uhr im Frankfurter Office. Nach einem herzlichen Empfang erhielt ich meine technische Ausrüstung für den Berateralltag. Anschließend hatte ich viel Gelegenheit, mich mit meinen alten und neuen Kollegen auszutauschen, unter anderem bei einem Lunch in großer Runde. Auch meinen Career Development Counsellor (CDC), der eigens aus München angereist war, lernte ich kennen und sprach mit ihm über die Strukturen bei zeb, meine Ansprechpartner und die ersten Schritte. Weil mein CDC in der gleichen Practice Group ist wie ich, konnten wir auch schon abstecken, in welche Richtung meine zukünftigen Projekteinsätze gehen sollten.  Den Rest des Tages verbrachte ich insbesondere damit, mich in erste Themen einzulesen und immer wieder mit Kollegen zu sprechen, die ich schon von früher kannte und die mich nun auch "offiziell" an Bord begrüßen wollten. 

Meine erste Woche

Für alle neuen Mitarbeiter veranstaltet zeb regelmäßig eine Einführungswoche in Münster unter dem Titel "zeb.start". Zusammen mit 30 Kollegen lernte ich dort die internen Abteilungen kennen, und erfuhr, wie Projektmanagement bei zeb funktioniert. Außerdem bearbeiteten wir in Teams einen Case unter Realbedingungen und präsentierten uns gegenseitig unsere Lösungsvorschläge. Bei den Abendveranstaltungen, wie zum Beispiel einem Knigge-Dinner, blieb uns genug Zeit, um zu networken und die Mission von zeb besser zu verstehen. 

Beeindruckt hat mich schon in den ersten Tagen vor allem eine Sache: In der Stellenausschreibung kann ein Unternehmen problemlos behaupten, dass es keine aufgeblasenen Typen sucht und dass Zusammenhalt ein wichtiges Element der Unternehmenskultur ist. Die Realität kann dann ganz anders aussehen. Bei zeb habe ich aber bis heute keinen Kollegen kennengelernt, bei dem ich das Gefühl gehabt hätte, dass wir nicht zusammenpassen. Das sind allesamt smarte, offene und spannende Menschen, die ein Interesse verbindet: die Zukunft der Finanzbranche. Außerdem duzt bei zeb wirklich jeder jeden, es wird immer auf Augenhöhe argumentiert und in allen Teams, die ich durch meine Arbeit kennengelernt habe, herrscht ein produktives und freundliches Klima. 

Mein erster Monat

In meinem ersten Monat wirkte ich an Angebotserstellungen für zwei größere Projektausschreibungen mit – eine für ein Spezialinstitut, das wir bei der neuen strategischen Ausrichtung begleiten sollen, eine für einen Bankenverband, wo es um die Zukunft des digitalen Kanals im Firmenkundengeschäft geht.

In der Regel läuft eine Angebotserstellung so ab, dass man zunächst die aktuelle Situation der Bank analysiert und das Kernproblem und die Gründe dafür herausfiltert. Danach erarbeitet man mit zwei bis drei Kollegen einen Plan und Lösungsansätze, wie man diese Problemstellung angehen kann – natürlich immer unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen des Projekts – und erstellt dann eine Unterlage, anhand derer man dem Kunden das Konzept präsentiert. Für mich war die Erstellung eines solchen Pitches zwar ein Sprung ins kalte Wasser, aber trotzdem ideal: Ich musste innerhalb kurzer Zeit Verantwortung übernehmen, hatte aber Unterstützung von erfahrenen Kollegen, die den Kunden und unseren Beratungsansatz seit vielen Jahren kennen.

Meine erstes Quartal

In einem meiner aktuellen Projekte begleiten wir eine große Regionalbank in Deutschland auf dem Weg zur agilen Organisation. Das klingt banal, wenn man täglich mit Schlagwörtern wie Digitalisierung, Scrum und Co. konfrontiert wird, ist in der Praxis aber ein sehr mutiges und in der Bankengruppe (noch) beispielloses Unterfangen. Überspitzt gesagt bedeutet Digitalisierung für viele Banken, Sparkassen und Volksbanken in Deutschland, eine kleine Gruppe von Mitarbeitern abzustellen, um eine App oder eine andere digitale Lösung zu entwickeln. Wir jedoch stellen uns die Frage, wie man eine gesamte Organisation aufstellen muss, um sie auch zukünftig (also in den nächsten 10 bis 20 Jahren) auf die sich immer schneller verändernde Umwelt anzupassen. Denn genau das ist "Agilität" – eine schnelle und flexible Anpassung an ein Umfeld, welches sich permanent ändert. Dass so etwas in der historisch gewachsenen und hierarchisch aufgebauten Bankenorganisation nicht immer möglich ist, kann man sich leicht vorstellen. In unserem Projekt fragen wir uns daher weniger, wie die ideale Banking-App aussehen könnte. Vielmehr interessieren uns Fragestellungen wie: "Brauchen wir noch ein klassisches Organigramm oder nicht eher eigenmotivierte und selbstentscheidende Mitarbeiter in kleinen Teams, die gemeinsam an Lösungen arbeiten". In der aktuellen Projektphase erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden in sogenannten "Zukunftswerkstätten" die notwendigen Maßnahmen auf dem Weg in eine agile(re) Organisation und bringen diese im "Bebauungsplan" der zukünftigen Organisation zusammen. Im nächsten Schritt wollen wir daraus ableiten, welche Maßnahmen den größten Nutzen auf diesem Weg stiften anstatt damit einfach "loszulaufen".

Ich möchte außerdem noch einen kurzen Einblick in ein zweites Projekt geben, welches ich in meiner bisherigen Zeit bei zeb begleiten durfte. Vor zwei Jahren hat zeb eine der größten deutschen Bankengruppen dabei unterstützt, einen Innovation Hub aufzubauen. Ziel des Hubs war und ist es, neue Produktideen zu entwickeln, um diese schnellstmöglich umzusetzen und im besten Fall der gesamten Gruppe zugänglich zu machen. In einer kurzen Projektphase von zehn Wochen haben wir uns nun angeschaut, ob die damals gesteckten Ziele und Erwartungen erfüllt werden konnten. Auf dieser Basis haben wir dann Vorschläge erarbeitet, wie man den Innovation Hub strategisch und operativ weiterentwickeln kann.

Mein Fazit

Es fällt mir schwer, das Highlight schlechthin meiner ersten Monate bei zeb zu benennen. Für mich ist es wohl die Abwechslung, jede Woche vor neuen Herausforderungen zu stehen und daneben die Freiheit zu haben, eigene Themen zu verfolgen. Sei es der Support in unserem Digital Transformation Lab "TABULARAZA" in Hamburg bei Kundenworkshops, der Austausch mit Studenten bei Recruiting-Events und/oder Design-Thinking-Workshops oder die Betreuung von Bachelor- und Master-Arbeiten.  Außerdem ist es einfach die tägliche inhaltliche Vertiefung spannender Fragestellungen, in meinem Fall thematisch zumeist aus der Ecke der digitalen Transformation, die mir an meiner Arbeit so gefällt.

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