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McKinsey bekommt einen neuen Deutschlandchef

Mann Anzug Stift Unterschrift [Pexels.com, Autor: Andrea Piacquadio]

Quelle: Pexels.com, Andrea Piacquadio

Die Entscheidung ist gefallen: Im März rückt ein Düsseldorfer an die Spitze von Deutschlands größter Strategieberatung.

Das Deutschlandgeschäft der Unternehmensberatung McKinsey wird künftig von Fabian Billing geführt. Der 46 Jahre alte Berater löst im kommenden Jahr den bisherigen Amtsinhaber Cornelius Baur ab, der nach sieben Jahren den Posten turnusgemäß abgibt. Billing übernimmt sein neues Amt zum 1. März 2021. Entschieden hat die Personalie der globale Chef von McKinsey, der Schotte Kevin Sneader. Er gab die Entscheidung am Mittag in einer Zoom-Konferenz den rund 300 Partnern in Deutschland und Österreich bekannt.

Fabian Billing arbeitet seit 21 Jahren für McKinsey. Er leitet derzeit die Sparte "Organization Practice" von McKinsey in Europa. Er gilt als Fachmann für Transformationsprojekte und hat in der Vergangenheit vor allem Unternehmen in der Telekommunikation und der Tech-Branche beraten. Zudem hat er in den vergangenen Jahren etliche Unternehmen aus verschiedenen Branchen bei Übernahmen beraten.

Billing ist derzeit Seniorpartner im Düsseldorfer Büro von McKinsey, das er von 2014 bis 2018 auch geleitet hat. Vor seinem Einstieg bei McKinsey im Jahr 1999 studierte Billing Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes und an Universität von Michigan in Amerika. An der TU in Berlin promovierte er über "Innovationsmanagement". 2008 wurde er bei McKinsey zum Partner befördert, 2014 zum Seniorpartner. Billing ist verheiratet und hat drei Kinder.

Vorgänger wird Übergangszeit noch begleiten

Sein Amtsvorgänger Baur wird die Übergangszeit noch begleiten und auch danach einige Zeit als Seniorberater für McKinsey arbeiten, allerdings nicht mehr sehr lange: Nach den internen Statuten müssen sich alle McKinsey-Partner spätestens im Alter von 60 Jahren aus dem Unternehmen verabschieden und ihre Anteile den verbliebenen Partnern zurück verkaufen. Baur wird im April 59 Jahre alt.

Der gebürtige Münchener kann auf eine erfolgreiche Zeit an der Spitze des Deutschland-Geschäfts zurück blicken. Er begann seine Karriere bei McKinsey im Jahr 1990 und wurde sechs Jahre später zum Partner und damit zum Teilhaber befördert. Als er im Januar 2014 die Nachfolge von Frank Mattern (2007-2013) als Deutschlandchef antrat, arbeiteten in Deutschland und Österreich rund 1300 Berater für McKinsey, heute sind es rund 2100.Unter Baurs Ägide hat McKinsey seine Stellung als Marktführer der Strategieberater in Deutschland behauptet. Trotz Pandemie hat McKinsey in diesem Jahr an seinem Plan festgehalten und rund 800 neue Mitarbeiter in Deutschland und Österreich eingestellt. Im kommenden Jahr plant McKinsey in Deutschland und Österreich sogar mit 900 Neueinstellungen - so vielen wie noch nie.

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