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Initiativbewerbung – wer hatte Erfolg?

In der Theorie spricht vieles dafür, sich auch ohne ausgeschriebene Stelle bei einem Unternehmen zu bewerben. Und in der Praxis? Fünf e-fellows berichten von ihren Erfahrungen mit Initiativbewerbungen.

Ich habe mich nach dem Vordiplom und während der Endphase meines Diploms in Physik initiativ beworben und fast 100 Prozent Zusagen erhalten. Auch nach der Promotion habe ich wieder auf Initiativbewerbungen gesetzt – zum Teil bei denselben Firmen: Jobangebote bekam ich diesmal fast keine. Meine Einschätzung: In Konzernen ist eine Stelle entweder vom Management genehmigt und ausgeschrieben oder nicht. Für einen Initiativbewerber schafft man nicht eigens eine Stelle. In kleinen Betrieben sieht das anders aus – da hätte ich damals auch tatsächlich einen Job bekommen.

Anonym

Ich habe mich 100 Prozent initiativ auf meine erste Assistenzarztstelle beworben, denn die meisten Kliniken schreiben keine (Arzt-)Stellen mehr aus. Die Bewerber wissen um ihre Wertigkeit und sind schwer köderbar. Sie bewerben sich ohnehin nur da, wo sie wirklich hinwollen, oder sie werden schon als PJler rekrutiert. Die 150 bis 300 wechselnden Stellen jede Woche (!) im Deutschen Ärzteblatt sind ziemlich offensichtlich Stellen, auf die sich niemand initiativ bewirbt, weil die Lage / Infrastruktur und / oder die Fachrichtung nicht beliebt sind.

Jacqueline Merkle

Mein Eindruck in den Naturwissenschaften ist, dass eine Initiativbewerbung bei entsprechender Qualifikation sehr erfolgversprechend sein kann. In unserem Fach ist es für eine Arbeitsgruppe doppelt gefährlich, eine Stelle mit einem ungeeigneten Kandidaten zu besetzen. Zum einen bleibt der wissenschaftliche Output aus, zum anderen werden knappe Personalmittel und Betreuungskapazitäten gebunden. Gleichzeitig sind potentielle Bewerber oft nicht sofort verfügbar. Aus diesen Gründen werden nicht alle Stellen sofort ausgeschrieben: Lieber schaut man sich schon vorher nach Kandidaten und deren momentaner Situationen um. Genau diese noch nicht ausgeschriebenen Stellen erreicht man auch über Initiativbewerbungen – ganz abgesehen davon, dass eine Initiativbewerbung natürlich einen engagierten Eindruck macht.

Anonym

Ich habe mich während des Semesters für einen Nebenjob in einer Anwaltskanzlei initiativ beworben (geringfügig beschäftigt, 10 Stunden pro Woche). Zufällig wollte die Kanzlei gerade diese Position ausschreiben, weil ein anderer studentischer Mitarbeiter gekündigt hatte. Der Anwalt fand meine Bewerbung aber so passend, dass er auf die Ausschreibung verzichtet und mich angestellt hat.

Anonym

Auf Vollzeitstellen seit dem Diplom habe ich mich bisher nur initiativ beworben (circa 10 Mal, Fachbereich Informatik). Bis auf einen einzigen Fall habe ich auch immer Einladungen und Zusagen erhalten. Beworben habe ich mich bei mittelgroßen Unternehmen und Konzernen: Die suchen gefühlt immer. Ich denke, dass Initiativbewerbungen am Anfang der Karriere einfacher sind. Denn je spezialisierter und je weniger flexibel man ist, desto weniger wahrscheinlich ist es, dass gerade eine passende Stelle offen ist. Bisher ist das bei mir aber noch kein Problem.

Anonym
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