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Damit die Auszeit nicht zur Karrierebremse wird

Damit du nach deinem Sabbatical keine bösen Überraschungen erlebst – zum Beispiel, weil deine Stelle anderweitig besetzt ist – empfiehlt es sich, die Bedingungen deiner Rückkehr in einem Sabbatical-Vertrag festzuhalten. Darin sollten unbedingt die Dauer der Auszeit und die Vergütung während der Freistellung geregelt sein. Gut ist auch, wenn im Sabbatical-Vertrag steht, dass du während der Auszeit nicht zur Arbeit verpflichtet bist, das Arbeitsverhältnis aber ansonsten bestehen bleibt. Damit stellst du sicher, dass dein Sabbatical für die Berechnung der Betriebszugehörigkeitszeit berücksichtigt wird. Außerdem sollten deine bisherigen Aufgaben schriftlich dokumentiert und deine Position und Zuständigkeit nach der Rückkehr festgelegt werden. So schaffst du gute Voraussetzungen, an deinen gewohnten Arbeitsplatz im Unternehmen zurückzukehren. Sicherheitshalber kannst du auch eine Abfindungsvereinbarung treffen, für den Fall, dass dir nach dem Sabbatical eine schlechtere Stelle zugewiesen wird.

Auch für deinen Urlaubsanspruch gilt es, eine Einigung mit dem Arbeitgeber zu finden. Denn obwohl du eine Auszeit vom Job nimmst, erwirbst du in der Zeit deines Sabbaticals den vollen Urlaubsanspruch. Der ist nicht an eine erbrachte Leistung gebunden, sondern für ein bestehendes Arbeitsverhältnis gesetzlich vorgeschrieben. Es versteht sich von selbst, dass dein Chef nicht gerade erfreut sein wird, wenn du sofort nach deiner Rückkehr den gesamten Jahresurlaub einreichst.

Vor der Lücke im Lebenslauf beim Wechsel zu einem neuen Arbeitgeber brauchst du dich nicht zu fürchten. Schließlich hast du auch deinen alten Chef davon überzeugt, dass das Sabbatical einen Nutzen für den Arbeitgeber bringt. Die gleichen Argumente kannst du bei einem Jobwechsel auch im Vorstellungsgespräch vorbringen. Selbst, wenn du keine Weiterbildung gemacht hast, darfst du ruhig selbstbewusst für dein Sabbatical einstehen: Statt eines Burn-out-Kandidaten bekommt der neue Arbeitgeber nämlich einen erholten und motivierten Mitarbeiter, der sich während der Auszeit Gedanken über seine beruflichen Ziele gemacht hat.

Sabbatical – Ideen für deine Auszeit

Viele zieht es beim Sabbatical ins Ausland, um neue Erfahrungen zu sammeln, die Welt zu sehen und ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Doch abgesehen von Reisen und Weltreisen gibt es auch andere Projekte abseits der ausgetretenen Pfade, die deine Auszeit einzigartig machen. Hier einige Sabbatical-Ideen:

1. Back to the roots

Es muss nicht immer eine exotische Projektidee her. Erinnere dich, was du in deiner Kindheit gerne gemacht hast, und lass dich erneut von deiner Begeisterung mitreißen. Wenn du zum Beispiel Geigenunterricht hattest, kannst du im Sabbatical deine Fertigkeiten auffrischen. Obwohl kein David Garrett mehr aus dir wird, kannst du so verborgene Talente entdecken und wiederbeleben. Du warst schon immer ein Blumenkind? Dann kannst du dich in deiner Auszeit als Florist versuchen. Hobbys aus der Kindheit machen dir meist auch als Erwachsener noch Spaß.

2. Sprachen lernen

Wer möchte nicht gerne im nächsten Urlaub seinen Cappuccino auf Italienisch bestellen, oder beim Besuch des Partnerunternehmens in China mit seinen Sprachkenntnissen glänzen? Im Sabbatical hast du endlich Zeit, Vokabeln zu pauken und deine Aussprache zu trainieren. Egal ob du eine Sprache perfektionieren oder neu erlernen möchtest: Dein Sabbatical wird so auf jeden Fall zur interessanten Herausforderung.

3. Zeit für die Familie

Der häufigste Grund für eine Auszeit ist der Wunsch, mehr Zeit mit der Familie zu verbringen. Studien zufolge ist in Deutschland immer noch die Familie der wichtigste Anker im Leben. Da ist es nur verständlich, dass Eltern beruflich kürzertreten, um zum Beispiel den Schulanfang ihres Kindes zu begleiten. Durch die zusätzliche gemeinsame Zeit entsteht ein noch tieferer Zusammenhalt.

4. Spirituelle Besinnung

Ob Meditieren im buddhistischen Tempel, Yoga-Kurs auf Bali oder Klosteraufenthalt im bayerischen Wald: Bei all diesen Sabbatical-Ideen geht es um spirituelle Besinnung. Auf der Suche nach dem Wesentlichen im Leben kannst du Konsumdenken, Stress und E-Mail-Flut für einige Zeit vergessen. Dabei findest du nicht nur innere Ruhe – mit etwas Abstand vom Arbeitsalltag fällt es dir auch leichter, darüber nachzudenken, wo deine berufliche Reise in Zukunft hinführen soll.   

5. Programmieren lernen

Verstehst du C++? IT und Technik haben in der Wirtschaft einen immer höheren Stellenwert. Eine oder sogar mehrere Programmiersprachen zu beherrschen kann also nur von Vorteil sein. Um ein Ziel vor Augen zu haben, kannst du dir zum Beispiel vornehmen, im Sabbatical deine eigene App zu programmieren oder eine Website zu erstellen. Diese Ziele sind ein guter Ansporn, eine Programmiersprache von Grund auf zu lernen. Dein Projekt kannst du dann auch nach der Auszeit weiterverfolgen. Schon so manche bekannte Online-Plattform ist aus einem Experiment heraus entstanden.

6. Vom Hahnenschrei geweckt

Für Abenteurer kommt auch eine Auszeit auf dem Bauernhof oder einer Alm in Frage. Abseits von Supermarktketten und Kaufhäusern verbringst du dort dein Sabbatical als Selbstversorger. Mentale Ruhe und körperliche Arbeit bieten den perfekten Ausgleich zur gewohnten Bürotätigkeit, und du lernst, was du zum Leben wirklich brauchst. Getreu dem Prinzip der Simplifizierung kannst du dich nach deiner Rückkehr dann von Unwichtigem verabschieden.

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