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MBA Ethik-Manager

Eine Umfrage von e-fellows.net unter seinen Alumni ergab, dass über die Hälfte der Teilnehmer im Studium gar keine Berührung mit dem Thema hatte, viele wurden erst im Beruf auf Unternehmensethik aufmerksam. Doch nun tauchen an Universitäten und MBA-Schulen immer mehr Master- und MBA-Programme zu Themen wie "Sustainability Management" und "Business Ethics" auf (siehe Übersicht unten). Einige Lehrstühle und private Universitäten haben das Thema und sein Potenzial für die Wirtschaft schon entdeckt. Sie rücken ab von der These, dass Unternehmenserfolg immer nur kurzfristig und profitorientiert sein muss, sondern sind der Ansicht, dass ethisches Verhalten eine Basis für nachhaltigen Unternehmenserfolg darstellt.

Zunehmende Nachfrage am Arbeitsmarkt

Alumnus Jesco Kreft (32) (siehe Interview auf der Seite 1) von der Stiftung Wertevolle Zukunft glaubt, dass auch in Deutschland der Stellenmarkt für Ethik-Manager wächst. Fast jedes der DAX 30 Unternehmen habe heute schon eigene Manager für CSR-Aktivitäten eingestellt. Sie beraten die Abteilungen im Unternehmen in sozialen und Umweltfragen und kümmern sich um die externe Kommunikation mit den Stakeholdern. 

Ein Beruf, der langsam im Kommen ist

Die Jobmöglichkeiten für Ethik-Manager in Deutschland wachsen, wenn auch noch langsam. Im skandinavischen und anglo-amerikanischen Raum hat sich der Beruf des Ethik-Beraters schon etabliert. Hier gibt es auch schon renommierte Studiengänge (siehe Links unten). Bernhard Schwager von Bosch (siehe Interview Seite 2) hat Chemie studiert und meint: "Chemisches Wissen ist bei Umweltthemen natürlich sehr nützlich. Allerdings bin ich nicht mehr so repräsentativ für meine Abteilung. Heute stellen wir meist Mitarbeiter ein, die sich schon im Studium mit umweltwissenschaftlichen Themen beschäftigt haben und damit eine zielgenaue Ausbildung mitbringen."

Alles andere als ein Blütenfach

Alumna Carolin Seeger (siehe zu Anfang), Sustainability-Beraterin, brachte als Qualifikation Beratungserfahrungen und einen Master in Development Studies mit. "Bei meinem Master ging es vor allem um internationale Entwicklung. Das hat mit meinem jetzigen Beruf wenig zu tun. Trotzdem hätte ich ohne Master meinen Job wohl nicht bekommen. Auch der Ruf der Universität spielt eine Rolle." Seeger machte auch ein Praktikum in dem typischen Zuliefererland Indien, um mehr über Maßnahmen zur Förderung von Nachhaltigkeit zu erfahren. Außerdem, so Seegers, hat sie als Beraterin gelernt, wo bei Unternehmen die Prioritäten liegen, so dass sie auch die Umwelt-Reports durchschauen kann. Ihr Beruf ist für Seeger daher alles andere als ein "Blütenfach".

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