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Warum man alle Datenträger verschlüsseln sollte

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 © fotolia.com - Julien Eichinger

USB-Sticks, externe Festplatten und ganze Rechner können einem durchaus einmal abhanden kommen. Wie schützt man die auf ihnen gespeicherten Daten vor fremdem Zugriff?

Wohnungseinbruch, Autodiebstahl, Taschenraub oder einfach Schusseligkeit – Datenträger können aus vielen Gründen verloren gehen. Oft enthalten sie riesige Sammlungen von privaten und beruflichen Dokumenten, E-Mails, Fotos und Videos. Kaum jemand möchte, dass diese in fremde Hände fallen.

Davor kann man sich inzwischen sehr leicht schützen. Hierfür muss man einfach alle Datenträger verschlüsseln, auf denen persönliche Daten gespeichert sind – im Zweifelsfall: alle. So kann nur noch mit dem richtigen Passwort auf die gespeicherten Daten zugegriffen werden.

Die Hinweise im Video gelten aber nicht für alle Betriebssysteme in gleichem Maße:

  • Windows: Für Windows-Nutzer ist die im Video beschriebene Methode mit dem Programm Truecrypt im Moment vermutlich die beste. Das Windows-eigene Programm Bitlocker ist in neuen Versionen des Betriebssystems ebenfalls eine Option. Es ist aber nicht nur nicht bei allen Windows-Versionen verfügbar, sondern man muss auch aufpassen, dass das benutzte Passwort nicht in den Microsoft-Cloud-Speicher übertragen wird.
  • Mac: Mit OS X (ab Lion) lässt sich das Systemlaufwerk mit dem Dienstprogramm Apple FileVault vollständig verschlüsseln. Vorhandene Dateien und Einstellungen bleiben erhalten. Weitere Partitionen und externe Speicher lassen sich mit dem Festplattendienstprogramm verschlüsseln, indem man sie formatiert und dabei ein verschlüsseltes Dateiformat auswählt. Vorhandene Dateien werden dabei gelöscht.
  • Linux: Auch aktuelle Linux-Distributionen (z. B. Ubuntu 15.10) bieten eine Verschlüsselungsfunktion. Hier wird der Nutzer schon bei der Installation des Betriebssystems gefragt, ob das home-Verzeichnis verschlüsselt werden soll. Eventuell vorhandene weitere Partitionen der Festplatte sowie externe Speicher lassen sich verschlüsseln, indem man sie mit der Anwendung "Laufwerke" neu formatiert und dabei die optionale Verschlüsselung auswählt. Auch hier werden auf diesen Laufwerken bzw. Partitionen bereits vorhandene Dateien beim Formatieren gelöscht.

Wichtig ist zu beachten, dass unter Mac und Linux die Kontrolle, aber auch die Verantwortung für das gewählte Passwort vollständig in der Hand des Nutzers liegen. Das bedeutet, dass niemand außer einem selbst auf die Daten zugreifen kann – aber auch, dass einem bei Verlust des Passworts niemand helfen kann. Umso wichtiger ist es, dass man seine Passwörter an einem sicheren Ort verfügbar hält. Hierfür sind so genannte Passwortmanager wie Keepass ideal. Keepass legt einen Tresor an, in dem man alle wichtigen Passwörter speichern kann. Diesen Tresor, eine spezielle Datei, kann – und sollte – man mit einer starken, leicht zu merkenden Passphrase schützen und ihn immer auch als Sicherheitskopie auf einem unverschlüsselten Datenträger verfügbar halten.

Der Schutz sämtlicher gespeicherter Daten ist inzwischen auch auf jenen Geräten möglich, die besonders leicht gestohlen werden oder verloren gehen können: Smartphones. Aktuelle Versionen von Android und iOS haben die Mittel zur Verschlüsselung des gesamten Speichers bereits an Bord.

© Jochen Plikat (zur Original-Version des Artikels)

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