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Kleine Stadt für jeden Geschmack

Uni-Stadt, Marburg [Quelle: marburg-stadt.de, Autor: Klaus Laaser]

Quelle: Klaus Laaser

"Andere Städte haben eine Universität – Marburg ist eine." Dieser Satz bringt zum Ausdruck, wie stark in Marburg die Geschichte und das Leben der Stadt mit der Universität verknüpft sind. Von 80.000 Einwohnern sind etwa 20.000 Studenten, die für ein ganz besonderes Flair sorgen.

Wer an der Philipps-Universität studiert, hat sich die traditionsreichste und älteste Universität Hessens ausgesucht. Gegründet wurde sie 1527 vom Landgraf Philipp als älteste heute noch erhaltene protestantische Hochschule. Ein Teil dieser Geschichte ist heute noch spürbar, wenn man beispielsweise durch die Gänge der Alten Universität streift. Auf den Fundamenten des 1291 gegründeten Dominikanerklosters wurde vor fast 500 Jahren das erste Universitätsgebäude gebaut.

Verwinkelte Gassen und alte Fachwerkhäuser

Besonders in der Marburger Oberstadt fühlt man sich manchmal in alte Zeiten versetzt. Fachwerkhäuser prägen hier das Stadtbild. Architektonische Höhepunkte sind das Rathaus auf dem gemütlichen Marktplatz, mehrere Kirchen sowie das Marburger Schloss, das über der Stadt thront und Veranstaltungssäle sowie das Universitätsmuseum für Kulturgeschichte beherbergt. In den alten Marställen des Schlosses lässt es sich heute als Bewohner des Collegium Philippinums, einem selbstverwalteten Wohnheim der Philipps-Universität, günstig und in geschichtsträchtiger Umgebung wohnen. Hier hat man auch die direkte Nähe zu den zahlreichen Geschäften, Boutiquen und vor allem Kneipen, Restaurants, Cafés und Bistros.

Keine typische Campus-Uni

Kurze Wege gibt es nicht nur in der Oberstadt sondern auch zwischen den Universitätsgebäuden. Marburg hat keinen Campus wie andere Universitäten. Die Studiengebäude sind über die Stadt verteilt, aber gut zu Fuß oder mit dem Bus zu erreichen. Die meisten Geisteswissenschaften haben ihren Sitz im Wilhelm-Röpke-Haus, das sich direkt neben der Universitätsbibliothek befindet. Das Gebäude selbst hat nicht den Charme alter Universitätsgebäude, liegt aber nahe der Bibliothek und ist gut ausgestattet.

Das zentrale Hörsaalgebäude ist 15 Gehminuten entfernt und frisch renoviert. Die meisten Naturwissenschaften befinden sich auf den Lahnbergen, etwa sechs Kilometer von der Innenstadt entfernt. Eine gute Busverbindung sorgt dafür, dass auch diese Institute und das Klinikum schnell erreichbar sind. Trotzdem empfiehlt es sich, bei der Wohnungssuche auf eine geeignete Buslinie in der Nähe zu achten, da die Fahrtzeit mit Umsteigen recht lang werden kann. Zu guter Letzt haben auch noch zahlreiche Fachbereiche ihre eigenen Gebäude in der Innenstadt, so zum Beispiel die Rechtswissenschaften, die Erziehungswissenschaften, Kunstgeschichte und die Psychologie.

Breitgefächertes Angebot

Es wird bereits deutlich, dass die Universität ihren 20.000 Studenten ein vielfältiges Studienangebot bieten kann: Von Rechtswissenschaften über zahlreiche Lehramtsstudiengänge, Medizin, Biologie, Physik, Chemie, Mathematik bis hin zu verschiedenen sprachwissenschaftlichen Studiengängen sowie Wirtschaftswissenschaften, Geschichte und Kulturwissenschaften, Psychologie und Pharmazie. Außerdem finden sich hier auch kleinere, besondere Studiengänge wie Altorientalistik, Religionswissenschaften oder Kunst, Musik und Medien. Auch sonst hat die Universität ihren Studenten viel zu bieten: Ein breites Angebot, sich am Hochschulsport zu beteiligen, die Möglichkeit ein Gender-Zertifikat zu erwerben oder mit dem Sprachenzentrum in Kursen oder im Selbstlernzentrum eine Sprache zu lernen, um nur einige Alternativen zu nennen.

Wohnen in Marburg – wo?

Die Wohnsituation ist in Marburg wie in vielen anderen Universitätsstädten eher schwierig. Es gibt zwar vielfältige Wohnmöglichkeiten: etwas außerhalb, aber dafür mit Garten und im Grünen (hier bietet sich besonders Marburg-Wehrda durch seine gute Busanbindung an). Oder traditionell in einem der alten Häuser der Oberstadt, die man allerdings nur mit schiefen Wänden und oft teils renovierungsbedürftig bekommt oder im schönen Südviertel oder in Weidenhausen, zentral und im Grünen, aber dementsprechend teuer. Allerdings ist es schwer, etwas Geeignetes gerade zu Semesterbeginn zu finden. Auf die zahlreichen WG-Gesuche melden sich noch mehr Interessenten und besonders Zwei-bis-Drei-Zimmer-Wohnungen sind sehr begehrt.

Daher empfiehlt es sich, früh mit der Suche anzufangen und nicht den Kopf hängen zu lassen, wenn es etwas länger dauert. Bisher hat noch jeder etwas gefunden und die Universität stellt immer Notunterkünfte bereit, bis jeder irgendwo untergekommen ist. Es gibt außerdem neben dem Collegium Philippinum noch weitere Studentenwohnheime: Die Christian-Wolff-Häuser auf dem Richtsberg, die Wohnanlagen in Wehrda, die Karl-Egermann-Häuser sowie das Studentendorf zwischen Hauptbahnhof und Lahnbergen. Mit dem Konrad-Biesalski-Haus bietet die Universität auch ein behindertengerechtes Wohnheim an. Außerdem ist Marburg mit rund 150 blinden und wesentlich sehbehinderten Studierenden die Hochschule mit dem größten Anteil an sehgeschädigten Studenten in Deutschland und darauf gut eingestellt. In fast allen Fachbereichen haben sehgeschädigte Studenten die Möglichkeit, in Marburg ihren Abschluss zu machen.

Weggehen in Marburg

Obwohl Marburg eine kleine Stadt ist, sollte hier für jeden Geschmack etwas dabei sein. Im Sommer lässt es sich wunderbar in der Oberstadt draußen sitzen oder gemütlich an der Lahn grillen. Im Winter werden solche Aktivitäten einfach nach drinnen verlegt und man sucht sich eine der zahlreichen Kneipen aus: stilvoll mit Blick über die Stadt im Desbarado, mit köstlichen Snacks und günstigen Cocktails im "Maxx", "Café Barfuß" oder "Felix" oder zum Trinken und mit der Erlaubnis zu Rauchen im "Hinkelstein", "Delirium" oder der "Schlucke". Wer so richtig feiern will, sollte entweder auf eine der Studentenpartys gehen, die besonders zu Semesterbeginn von allen Fachbereichen ausgerichtet werden, später insbesondere noch von den Medizinern, Juristen oder Wiwis. Außerdem gibt es im "Traum"a jede Woche den "Donnersdance" und wer ganz klassisch das Wochenende zum Feiern nutzen will, kann in den "Nachtsalon" am Bahnhof oder das "TillDawn" im Südviertel gehen.

Kleine Stadt, große Möglichkeiten

Wem in dieser kleinen Stadt trotz vieler Möglichkeiten einmal die Decke auf den Kopf fällt, der kann zu seinem Semesterticket greifen und damit nicht nur in ganz Hessen andere Orte, wie zum Beispiel Frankfurt am Main, Kassel oder Wiesbaden, erkunden, sondern mit dem IC auch bis nach Heidelberg, Mainz oder Göttingen fahren.

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