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Karriere Investment Banking (Quelle: freeimages.com, svilen001)

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Du willst in die Finanzbranche und überlegst, welche Zusatzqualifikationen für dich sinnvoll sind? Hinter den Bezeichnungen CFA, CAIA und CIIA verstecken sich unterschiedliche Fortbildungsmöglichkeiten. Ein Überblick.

CFA ist die amerikanische Vereinigung für Katzenliebhaber, CAIA ein Asteroid und CIIA eine Internetfirma mit Hauptsitz auf der australischen Weihnachtsinsel? Stimmt. Viel bekannter sind die Akronyme aber als Abkürzungen für zertifzierte Fortbildungsprogramme für Hochschulabsoventen und Young Professionals im Bereich Investmentbanking, Asset Management oder anderen Berufen mit Bezug zur Finanzbranche.
 
Dabei unterscheiden sich die jeweiligen Programme sowohl nach ihrem Inhalt als auch nach dem nötigen Zeitaufwand und der Anzahl der Examen, die du bestehen musst. Außerdem sind CFA, CAIA und CIIA für unterschiedliche Branchen gut geeignet.

Der CFA - in drei Stufen zum "Financial Analyst"

 Der Titel "Chartered Financial Analyst" wird vom CFA Institute in Virginia (USA) vergeben. Das Programm ist dreistufig. Das heißt, dass du nach je einem Jahr einen Abschnitt mit einer schriftlichen Prüfung abschließt. Der Lehrplan umfasst unter anderem die Fachgebiete Mikro- und Makroökonomik, Corporate Finance und Investmentanalyse - aber auch auf Ethik wird großen Wert gelegt.

Für Berufseinsteiger gut geeignet

Der CFA bietet sich besonders für Berufseinsteiger an, die zum Beispiel parallel zu einem Trainee-Programm mit den Testvorbereitungen beginnen wollen. Es gibt viele Unternehmen, die ihren Mitarbeitern finanziell unter die Arme greifen, wenn sie sich zum CFA weiterbilden wollen. Um den Abschluss zu erhalten, musst du jedoch mindestens vier Jahre Berufserfahrung vorweisen oder dich im letzten Jahr deines Bachelor-Studiums befinden. Allerdings liegen die Durchfallraten bei den einzelnen Levels zwischen 40 und 50 Prozent, sodass du eventuell sowieso etwas mehr Zeit einplanen musst, um das letzte Level zu erreichen.

Vorbereitungskurse und Probetest

Beim CFA Institute zahlt man eine Einschreibungsgebühr in Höhe von etwa 1.000 Dollar. Dazu kommen noch mal rund 600 Dollar pro Examen. Die Kosten für das Lernmaterial betragen wenige hundert Dollar pro Level. Viele Testteilnehmer nutzen allerdings Lehrbücher von privaten Anbietern. Alles in allem sind etwa 3.000 Dollar fällig. Von der deutschen CFA-Gesellschaft GCFAS werden auch Vorbereitungskurse angeboten, und man kann in verschiedenen Großstädten einen Probetest schreiben.

Der CAIA - alternative Investments im Fokus

Die CAIA Association mit Sitz in Massachusetts (USA) macht dich zum "Chartered Alternative Investment Analyst" - vorausgesetzt, du legst die aus zwei Teilen bestehende Prüfung erfolgreich ab. Die Examen für das erste und das zweite Level werden jeweils zweimal im Jahr angeboten, sodass es möglich ist, innerhalb eines Jahres die Qualifikation zu erreichen. Beim CAIA stehen alternative Investments im Mittelpunkt des Lehrplans. Im ersten Level werden vor allem alternative Anlageklassen (zum Beispiel Hedge Fonds) und damit verbundene Anlagestrategien behandelt, im zweiten Abschnitt stehen die Portfolio-Strukturierung und verschiedene Handelsstrategien sowie das Risikomanagement im Vordergrund.

Geringere Durchfallquoten

Um die beiden CAIA-Tests zu absolvieren, solltest du ausreichend Vorwissen unter anderem im Bereich der Finanzinstrumente und quantitativer Methoden mitbringen. Wenn du dir nicht sicher bist, ob du schon weit genug bist, kannst du dich auf den Seiten der CAIA Association selbst testen. Die Durchfallquoten liegen nach Angaben der CAIA Association niedriger als beim CFA - um die 30 Prozent für Level 1 und um die 40 Prozent für Level 2.

Vorbereitung im Selbststudium

Für den CAIA musst du zwischen 1.750 und 2.400 US-Dollar bezahlen, abhängig vom Zeitpunkt der Prüfungsanmeldung und dem Status deines Arbeitgebers bei der CAIA. Die Vorbereitung erfolgt im Selbststudium, die offiziellen Bücher dazu musst du dir selbst kaufen.

hr

Der CIIA - der schnellste Weg zum Titel

Der "Certified International Investment Analyst" ist das deutsche beziehungsweise europäische Gegenstück zum CFA. Den "CIIA" kannst du dir auf die Visitenkarte schreiben, wenn du die drei vorgeschriebenen Prüfungen der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (DVFA) erfolgreich absolviert hast. Abgedeckt werden hier vor allem Strukturen und gesetzliches Umfeld des lokalen Finanzmarkts, auf der anderen Seite aber auch Fachwissen über die globalen Finanzmärkte. Die drei Examen können innerhalb von sieben Monaten absolviert werden.

In Deutschland bestehen 70 Prozent

Das Programm der DVFA richtet sich sowohl an Young Professionals als auch an erfahrenere Berufstätige. Meist haben die Teilnehmer zwischen zwei und drei Jahren Berufserfahrung. Nach Angaben der DVFA liegt die Durchfallquote beim CIIA bei zirka 50 Prozent, in Deutschland bestehen rund 70 Prozent der Prüfungsteilnehmer.

Proseminare und Präsenzunterricht

Die Kosten für den CIIA liegen zwischen 10.900 (Frühbucherrabatt) und 11.900 Euro. Für diesen Preis wirst du mit insgesamt 28 Tagen Präsenzunterricht in mehreren Blöcken auf den Test vorbereitet. Wer sich noch nicht sicher ist, ob er das Niveau für die Hauptkurse bereits erreicht hat, kann sich in verschiedenen ein- bis zweitägigen Proseminaren Grundkenntnisse zum Beispiel in den Bereichen Aktienanalyse oder Finanzmathematik aneignen.

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Das Buch "Perspektive Investment Banking & Asset Management" gibt einen Überblick über beide Branchen und enthält viele nützliche Tipps für den Berufseinstieg.

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