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Pünktlichkeit wird sehr geschätzt

Bewerben in Skandinavien (Quelle: fotolia, Autor: gemenacom)

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Niedrige Arbeitslosenzahlen, hervorragende Sozialabsicherung - da kann man über das im Winter oft etwas trübe Wetter hinwegsehen. Worüber die Skandinavier nicht hinwegsehen können: Unpünktlichkeit beim Vorstellungsgespräch.

Dänemark, Norwegen und Schweden | Finnland | Das Vorstellungsgespräch

  Bewerben in Dänemark, Norwegen und Schweden

Schweden und Norwegen zählen zu den am wenigsten besiedelten Ländern in Europa. In Schweden leben 9,6 Millionen Menschen, in Norwegen sogar nur 5,1 Millionen auf einer Fläche, die 90 Prozent der Bundesrepublik abdeckt. In vielen Branchen, besonders in Norwegen, herrscht ein akuter Mangel an gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Fachkräfte gesucht

Wichtige Industriezweige sind in Schweden der Maschinenbau, die Automobilindustrie sowie die Chemie und Pharmaindustrie; in Norwegen die Öl- und Baubranche und die verarbeitende Industrie. Dazu kommt in beiden Staaten der Informations- und Telekommunikationssektor. In Dänemark haben besonders Ärzte, Biotechniker und Nachwuchs der Elektroindustrie sowie der Finanz- und Versicherungsbranche gute Chancen. Viele internationale Konzerne haben Vertretungen in einem der nordeuropäischen Länder.

Sprachkenntnisse

Fast alle Skandinavier sprechen sehr gut Englisch. In Dänemark ist Englisch schon in der Volksschule obligatorisch, sodass bereits Erstklässer die Fremdsprache lernen. Dazu sprechen viele Dänen Deutsch, da dänische Schulen Deutsch meist als zweite Fremdsprache anbieten. Dennoch: In fast allen Betrieben ist Dänisch die Arbeitssprache. Ähnlich verhält es sich in Schweden und Norwegen: Zwar ist Englisch die Fremdsprache Nummer eins, dennoch haben es Bewerber ohne Kenntnisse der Landesprache schwer. Wer sich für eine Stelle in Norwegen interessiert, sollte auf jeden Fall vorher die Sprache lernen, da Arbeitgeber von ihren ausländischen Angestellten in der Regel gute Norwegisch-Kenntnisse verlangen.

  Bewerben in Finnland

Finnland hat 5,4 Millionen Einwohner und ist zu einem Drittel mit Wald bedeckt. Dennoch ist Finnland ein moderner Industriestaat und sucht - wie Norwegen und Schweden - qualifizierte Arbeitnehmer. Die finnische Sprache ist für viele Europäer ein Buch mit sieben Siegeln: Sie hat, wie auch Estnisch und Ungarisch, keinen indogermanischen Ursprung und unterscheidet sich daher stark von den europäischen Sprachen. Besonders die 15 Fälle machen Ausländern zu schaffen. Doch kein Grund zur Sorge: Du kommst mit Englisch oder Schwedisch gut durch, besonders da in internationalen Unternehmen Englisch die Verkehrssprache ist. Finnische Grundkenntnisse sind aber dennoch ein Pluspunkt.

Besonderheiten der finnischen Bewerbung

Deine Bewerbung sollte ein bis zwei Seiten lang sein und einen Lebenslauf mit Lichtbild enthalten. Eine Bewerbung bei einem finnischen Unternehmen muss in der Regel weder Schul- noch Arbeitszeugnisse und auch keine Referenzen enthalten. Finnische Personaler fordern diese Unterlagen bei Interesse an. Wenn du im Vorfeld sicher gehen willst, kannst du telefonisch nach den gewünschten Anlagen fragen.

Im Fokus: der Lebenslauf

Ein guter Lebenslauf ist also ein wichtiger Bestandteil deiner Bewerbung. Er enthält die Standardangaben wie Name, Geburtsort und -datum, Ausbildungsstationen und Berufserfahrungen. Außerdem kannst du die Hauptaufgaben am aktuellen Arbeitsplatz beschreiben. Besonders wichtig sind die Sprachkenntnisse: gute Englischkenntnisse sind Pflicht.

  Das Vorstellungsgespräch in Skandinavien

Pünktlichkeit ist in allen skandinavischen Ländern ein absolutes Muss. Außer in Finnland verlaufen Bewerbungsgespräche lockerer als in Deutschland. Höfliche Umgangsformen sind aber dennoch wichtig, selbst wenn der Personalchef in Jeans erscheint. Rechne besonders in Schweden mit Fragen nach Hobbys und Familienplanung sowie nach deiner Motivation für die Bewerbung. Wenn du vorab nur eine Auswahl an Unterlagen geschickt hast, kannst du zum Bewerbungsgespräch alle Zeugnisse und Tätigkeitsnachweise mitbringen. Stelle dich auch darauf ein, gegebenenfalls mehrere Gesprächsrunden zu durchlaufen, bis eine Entscheidung fällt. Vorsicht bei ironischen Bemerkungen: Skandinavier neigen zu einem subtilen, eher englischen Humor.

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