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Was kommt nach der Konsumgesellschaft?

Trend 3: Walking barcodes

Durch Gesichts- und Körpererkennung hinterlassen wir heute überall nachverfolgbare Spuren – nicht nur online. Fortschritte bei biometrischen Technologien und der 5G-Technik eröffnen spannende Möglichkeiten für neue Produkte und Dienstleistungen. Wie menschliche Strichcodes werden unsere physischen Eigenschaften zunehmend maschinenlesbar – ideal für Unternehmen, die deutlich personalisiertere Angebote erstellen können.

In diesem Trend geht es darum, wie unser Körper zu unserer Signatur wird und dabei digitale und physische Identität vereint. Und darum, wie immer komplexere digitale Dienste kontext-bezogen auch die reale Welt beeinflussen. Im Zuge dessen wird personalisierte Werbung in unserem analogen Umfeld zur Norm werden.

Disney beispielsweise nutzt Gesichtserkennung für personalisierte Kundenerlebnisse. Das Unternehmen hat gemeinsam mit Accenture Interactive unter anderem ein interaktives Filmplakat für den neuen Dumbo-Film entwickelt. Mithilfe von künstlicher Intelligenz erkennt es die Gefühle des Betrachters und passt den Gesichtsausdruck von Dumbo daran an.

Bei der Entwicklung neuer Produkte und Services müssen Datenschutz und Datensicherheit über allem anderen stehen. Wer 5G, Gesichtserkennung und andere biometrische Technologien verantwortungsvoll nutzt, dem stehen enorme Möglichkeiten offen. Das Internet of Bodies wird so normal werden wie das Internet of Things. Es geht nun darum, die Energie in die Entwicklung bedeutender Momente zu stecken, statt mit bloßen Transaktionen dem Nutzer im Weg zu stehen. Die unsichtbare Datenübertragung muss sicher sein und sich lohnenswert anfühlen.

Wir können Berührungen und Muskelbewegungen bislang nicht über das Internet übertragen. Mit den niedrigen Latenzen von 5G werden wir aber in der Lage sein. Wir beginnen jetzt damit, die dafür nötigen Geräte zu entwickeln.

Mischa Dohler, Profesor für drahtlose Kommunikation am King's College London

Trend 4: Liquid people

Beim Trend "Mehr" neu definiert skizzieren wir, wie sich gesellschaftliche Werte verändern und Menschen die Unternehmen unter Druck setzen, ihr Verständnis von Wachstum zu überdenken. Dieser Trend hat noch eine andere Seite: Der Mensch hinterfragt sich selbst. Das Leben, das er führt. Die Arbeit, der er nachgeht. Den Einfluss, den er auf sein Umfeld hat.

In diesem Trend geht es um die menschliche Seite des Wachstums. Er berücksichtigt unser gewachsenes Bewusstsein für Themen wie den Klimawandel, geistige Gesundheit und Nachhaltigkeit – und wie diese unser Leben, unsere Arbeit und unser Kaufverhalten verändern.

Einfach ausgedrückt: Wir sind mehr als das, was wir tun oder kaufen. Menschen fragen sich mehr und mehr, was es bedeutet, zu konsumieren oder zu arbeiten. Was kommt nach der Konsumgesellschaft? Wie denken wir künftig über Arbeit, wenn nicht mehr als Broterwerb?

Der Mensch will auch weiterhin konsumieren und arbeiten. Er will sich aber nicht länger über seinen Besitz und seinen Job definieren. Unternehmen müssen auf diesen Wunsch ihrer Kunden und Mitarbeiter eingehen – und darauf, dass viele verstärkt nach einem übergeordneten Sinn im Leben suchen.

Vor diesem Hintergrund ändern sich die Prioritäten der Menschen immer häufiger und schneller. Sie möchten mehr Flexibilität und die Freiheit, das zu kaufen, wonach ihnen wirklich der Sinn steht. Wer bislang häufig Fleisch isst, tut das vielleicht bald nur noch am Wochenende. Trotzdem kann auch jemand, der nur noch nachhaltig produzierte Mode kauft, weiterhin mit dem Flugzeug reisen. Viele Konzernangestellte verfolgen nebenher eigene Projekte. Diese Freiheiten haben die Menschen immer im Hinterkopf.

Flugverhalten wegen Klimakrise [Quelle: Accenture]

Die Menschen dürsten geradezu danach, bewusster zu konsumieren. Unternehmen können darauf eingehen: indem sie moralisch einwandfreie Produkte und Services anbieten und ihren Kunden helfen, mit sich selbst im Reinen zu sein.

Trend 5: Designing intelligence

Anfangs ging es bei künstlicher Intelligenz (KI) vorrangig darum, Prozesse zu automatisieren und so effizienter zu gestalten. KI der nächsten Entwicklungsstufe trägt selbst zur Wertschöpfung bei. Sie soll den Erfindergeist des Menschen unterstützen.

Wenn Unternehmen die Talente ihrer Mitarbeiter effektiv mit den Möglichkeiten der KI kombinieren, steht uns vieles offen: Wir können disruptive Geschäftsstrategien ersinnen. Oder Menschen dabei unterstützen, mit der zunehmenden Komplexität der Arbeitswelt umzugehen.

In diesem Trend geht es darum, wie KI-Technologien den Kinderschuhen entwachsen. Und wie Unternehmen sie immer häufiger für mehr nutzen als für bloße Automatisierung. Sie brauchen dafür auch neue Werkzeuge und ein größeres Bewusstsein für ihre wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Der Schlüssel zum Erfolg? Bei der KI-Entwicklung die menschliche Intelligenz in den Mittelpunkt zu stellen und die Beziehung zwischen Mensch und Maschine zu optimieren.

In unserem globalen Innovationszentrum The Dock in Dublin erforschen wir, wie fortschrittliches intelligentes Design die Arbeit mit KI verändern wird, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Drei Kernbereiche haben wir identifiziert: eine bessere Erfahrung für den Menschen, die Unterstützung des Menschen in komplexen Systemen und die Erfindung neuer Produkte und Services.

KI-Initiativen [Quelle: Accenture]

Hier geht's zur Originalversion sowie zum vollständigen Bericht der Studie.

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