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Fjord Trends 2020 [Quelle: Accenture]

Quelle: Accenture

Die Zukunft der Unternehmen: Mit den Fjord Trends 2020 lernst du sieben Business-Trends kennen, die alles verändern könnten. Grundlegender Wertewandel. Enorme Veränderungen. Aus "Ich" wird "Wir". Neue KPIs für Erfolg. Riesige Chancen. Langfristige Perspektiven.

In Kürze

  • Der Kapitalismus entwickelt sich weiter. Bürger sind sich zunehmend bewusst darüber, wie ihr Kaufverhalten andere beeinflusst und sich auf die Ressourcen unserer Welt auswirkt.
  • Der Drang nach einem immer höheren Gewinn wird in den Hintergrund geraten. Konsumenten wollen Produkte und Services, die für sie persönlich bedeutsam sind sowie der Gesellschaft und der Umwelt nutzen.
  • Die 5G-Technik ebnet den Weg zu völlig neuen Produkten und Services. Mit deutlich schnelleren Datenübertragungen können Unternehmen das Zusammenspiel von Mensch und Maschine optimieren.
  • Der Schwerpunkt des Produktdesigns wandelt sich von einer "Ich"- zur "Wir"-Kultur. Es geht nicht mehr nur um den Endanwender, sondern um alle Beteiligten. Das Stichwort lautet: life-centered design.
  • Marken mit langfristiger, vorausschauender Sichtweise, denen unser Planet und der Mensch mit seinen Beweggründen wichtig sind, werden die Gewinner sein.

Business unusual.

Wirtschaft und Politik. Kapitalismus und Rohstoffe. Technologie und Gesellschaft: Sie alle sind von jeher eng miteinander verbunden. Aber erst jetzt sind die Konsequenzen ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Ironischerweise sind dafür eben jene Technologien verantwortlich, die eine solche Verbindung erst ermöglichten.

Technologieindustrie und Regierungen reiben sich aneinander. Die Folgen davon sind überall spürbar – werden Tech-Giganten doch inzwischen als zu mächtig angesehen. Noch ist man sich allerdings uneins, wer für die Handlungen der Unternehmen die Verantwortung tragen sollte.

Der übergeordnete Trend 2020 ist ein Wandel unserer grundlegenden Werte. Das klingt zunächst negativ. Ist es aber nicht. Vielmehr ist es eine einmalige Chance, innovative Geschäftsmodelle, Services und Produkte zu entwickeln, die nach ganz anderen Wertvorstellungen aufgebaut sind.

Wer langfristig denkt – beginnend beim eigenen Einfluss auf die Welt und die Gesellschaft –, dürfte am Ende als Gewinner dastehen.

Wenn Sie sich mit den vorliegenden Trends beschäftigen, fragen Sie sich doch einmal: Was bedeuten sie für die Wirtschaft? Für Technologien und Produktentwicklung? Für die Welt? Unsere Neugier, unsere Bedenken und letztlich unsere Taten bestimmen, wie wir in den folgenden Jahrzehnten mit Kunden umgehen.

Aus unserer Sicht sind dies die wichtigsten Trends für Unternehmen, Kunden, Mitarbeiter und andere Stakeholder in den nächsten zwölf Monaten und darüber hinaus.

Übergeordneter Trend: Ein Wandel grundlegender Werte

Der Klimawandel sowie ständige politische und soziale Disruptionen prägen unsere Welt. Vor diesem Hintergrund ist der Mensch sich mehr denn je bewusst, wie sich sein Kaufverhalten auf andere Menschen und auf die Ressourcen unserer Welt auswirkt. Er verlangt nach Produkten und Services, die ihm nicht nur etwas bedeuten, sondern die zudem gesellschaftlich und in puncto Umwelt vertretbar sind.

Zugleich treibt die technologische Entwicklung die Veränderung immer weiter an. Inzwischen ändert sich sogar unser Verständnis von Geld, es entstehen virtuelle Abbilder unserer selbst und unsere Körper werden zu unserer Signatur.

Was all das für Unternehmen und für den Menschen bedeutet? Kurz gesagt: eine vollständige Neuausrichtung unserer grundlegenden Werte.

Der unbedingte Drang nach Wachstum wird nicht mehr allein über den Erfolg eines Unternehmens entscheiden. Vermutlich werden bahnbrechende Innovationen auch verstärkt außerhalb von Start-ups stattfinden. Dazu müssen Unternehmen branchenweit mehr zusammenarbeiten.

Unsere Prognose: Während sich der Wandel in verschiedenen Märkten unterschiedlich schnell ausbreitet, werden die Industriestaaten ihren verschwenderischen Ressourcenverbrauch wahrscheinlich hinter sich lassen. Ein schonender, ausgeglichener Umgang steht dann im Vordergrund.

Schließlich werden jene Unternehmen erfolgreich sein, die mit einem Bewusstsein für die Umwelt, die Gesellschaft und die gesamte Welt handeln.

Trend 1: Many faces of growth

Unternehmen werden dazu gedrängt, ihren Erfolg nicht mehr nur über klassisches finanzielles Wachstum zu definieren. Sie müssen breitere Geschäftsziele verfolgen – natürlich ohne außer Acht zu lassen, dass sie Gewinne schlichtweg für ihren Fortbestand brauchen. Es gibt nun die einmalige Chance, neue Wege der Wertschöpfung zu erschließen.

In diesem Trend geht es darum, Erfolg auf vielfältigere Weise zu messen. Und darum, den alten Glaubenssatz hinter sich zu lassen, dass der Gewinn über allem steht. Daher müssen Unternehmen nun anders arbeiten sowie verantwortungsvoller und kreativer werden.

Investoren, Kunden und Mitarbeiter setzen Unternehmen die Pistole auf die Brust – und diese müssen reagieren: auf sich ändernde Werte unserer Gesellschaft, auf den Klimawandel und zur Neige gehende Rohstoffe, auf wirtschaftliche und politische Unsicherheit.

Erfolgsmetriken und Wirtschaftsmodelle werden sich weiterentwickeln. Aktionäre werden mehr und mehr auf einem Ordnungsrahmen bestehen – für die Unternehmensführung, aber auch für die Umwelt- und die gesellschaftlichen Bemühungen der Organisationen. Dafür braucht es neue Qualifikationen auf allen Geschäftsebenen.

Ob unser Wirtschaftssystem dauerhaft bestehen kann, hängt davon ab, ob wir neben Gewinnen auch einen Sinn generieren können.

Lionel Barber, Chefredakteur bei der Financial Times

Trend 2: Money changers

Enorme Technologiesprünge haben dazu geführt, dass sich sogar das Geld selbst verändert. In welcher Form es daherkommt, ist ebenso im Wandel wie unsere Wahrnehmung davon. Und natürlich, wie wir bezahlen.

Digitales Geld ist schneller und effizienter. Bargeld verschwindet. Heute können wir bereits mit unserem Fingerabdruck bezahlen oder indem wir unser Gesicht oder unsere Augen scannen. Mit der Zeit werden unsere persönlichen Daten immer stärker mit unseren Zahlungsmethoden verknüpft sein, sodass Bezahlvorgänge völlig nahtlos abgewickelt werden. Die Personalisierung kennt keine Grenzen.

Bargeldzahlung [Quelle: Accenture]

Ein Beispielszenario: Direkt beim Kauf zieht das Kassensystem automatisch den Studentenrabatt ab. Es weiß nämlich, dass der Käufer ein Student ist, weil diese Information in seinem Zahlungsmittel enthalten ist. Dank solcher Möglichkeiten können wir mit Geld künftig nicht mehr nur einkaufen. Sie eröffnen den Weg zu neuen Produkten und Services.

In diesem Trend geht es darum, wie sich unsere Beziehung zu Geld verändert. Unternehmen außerhalb des Finanzsektors werden neue Allianzen und Arbeitsbeziehungen eingehen. Praktisch unsichtbare Zahlungssysteme werden entstehen, die wiederum unsere Einstellung zu Geld aufweichen.

In den nächsten Monaten und Jahren werden diese Entwicklungen immer schneller voranschreiten. Und sie werden jede Person und jedes Unternehmen bei jeder Finanztransaktion betreffen.

Transaktionen [Quelle: Accenture]

Was bedeutet das für die Unternehmen? Sie werden ihre Zahlungsmodalitäten zu einem Differenzierungsmerkmal ausbauen müssen. Und Produkte und Services entwickeln, die Sorgen hinsichtlich Datenschutz, Transparenz und Integrität nehmen und zugleich Erwartungen übertreffen können.

Hier geht's zur Originalversion sowie zum vollständigen Bericht der Studie.

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