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Wo das Leben für Expats am teuersten ist

Hongkong Stadt Teuer [Quelle: Pixabay.com, raulplatino]

Quelle: Pixabay.com, raulplatino

Internationale Unternehmen beschäftigen Angestellte auf der ganzen Welt. Wo müssen sie ihnen am meisten bezahlen?

In Hong Kong leben und arbeiten – klingt aufregend, ist aber vor allem aufgrund stark steigender Immobilienpreise verdammt teuer. Gut, dass für Expats, also Fachkräfte, die von ihren Unternehmen an eine ausländische Zweigstelle geschickt werden, der Arbeitgeber einige Kosten übernimmt. Dieser wird sich mit Blick auf eine aktuelle Studie der Beratungsfirma Mercer zu den Lebenshaltungskosten für ausländische Angestellte in ungefähr 200 Städten jedoch zwei Mal überlegen, ob er einen Mitarbeiter in die chinesische Sonderverwaltungszone versetzen sollte.

Dem Bericht zufolge hat Hong Kong in diesem Jahr die angolanische Hauptstadt Luanda an der Spitze des Rankings der teuersten Städte für Expats abgelöst. Die Finanzmetropole führt eine von asiatischen Städten dominierte Liste an, dicht gefolgt von Tokio auf dem zweiten, Singapur auf dem vierten, Schanghai auf dem siebten und Peking auf dem neunten Platz. Außerhalb Asiens schlagen europäische und afrikanische Städte besonders zu Buche.

Unter den "Top Ten" der teuersten Städte finden sich mit Zürich auf dem dritten und Bern auf dem zehnten Platz allerdings nur zwei europäische Städte. Genf rutschte im Vergleich zum Vorjahr aufgrund fallender Häuserpreise vier Plätze ab und belegt nun noch den elften Rang.

Die asiatischen Städte dominieren die weltweiten Top Ten

Insgesamt haben sich westeuropäische Städte aber deutlich verteuert, was die Herausgeber der Studie auf die jeweiligen starken Landeswährungen zurückführen. Unter den rasantesten Aufsteigern finden sich vor allem deutsche Städte: Frankfurt (Rang 68) und Berlin (Rang 71) kletterten 49 Plätze nach oben, München machte 41 Plätze gut und liegt nun auf Rang 57.

Die jährlich erscheinende Studie umfasste diesmal 209 Städte auf fünf Kontinenten. Die Stadt New York (Rang 13) diente dabei wie jedes Jahr als Basis für die Berechnung, die sich auf Währungseffekte gegenüber dem Dollar stützt. Verglichen werden die relativen Kosten von mehr als 200 Gütern, darunter Lebensmittel, Kleidung, Wohnen und Beförderung.

Vor allem Währungsschwankungen machten asiatische Städte im diesjährigen Vergleich teuer. Die Abschwächung des angolanischen Kwanza ließ Luanda im Ranking absteigen und Hong Kong auf die Spitzenposition aufrücken. Chinas Wirtschaftswachstum sowie die Bemühungen Pekings, den Yuan als internationale Währung zu etablieren, sorgten laut der Studie für eine relative Teuerung der Lebenshaltungskosten in den untersuchten chinesischen Städten.

Grundlage für Gehaltsentscheidungen

"Der technologische Fortschritt und die große Bedeutung einer global-vernetzten Arbeitskraft sorgen dafür, dass der Einsatz talentierter Fachkräfte im Ausland immer noch ein Schlüsselelement multinationaler Geschäftsstrategien ist", sagt Ilya Bonic, Präsident des Mercer-Karriere-Ausschusses. Während mobile Arbeitskräfte es Unternehmen ermöglichten, "ihre Effizienz zu steigern und internationale Projekte kosteneffizient zu gestalten", bleibe es angesichts der unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung auf der Welt weiter erforderlich, genau abzuschätzen, welches Vergütungspaket man Expats anbiete.

"Angestellte mit internationalen Aufträgen ausreichend zu entlohnen ist wichtig – kann aber auch sehr teuer werden", sagt Bonic. Die Studie soll global agierenden Unternehmen deshalb dabei helfen, eine angemessene Vergütungsstrategie für ihre im Ausland angestellten Mitarbeiter zu finden.

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