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Genieß das Greenhorn-Dasein!

Cowboy Greenhorn Mann Bart (Quelle: freeimages.com, ugaldew)

Quelle: freeimages.com, ugaldew

In den ersten Wochen beim neuen Arbeitgeber wirkst du vielleicht eher verplant als kompetent. Das ist nicht nur normal, sondern auch nützlich: Es gibt keine bessere Gelegenheit, um Fragen zu stellen, aus Fehlern zu lernen und Kontakte aufzubauen.

Wie hieß noch mal der Kollege mit Bart aus dem Marketing? Wer war gleich der Ansprechpartner für Partnerunternehmen Xy? Wie ging das mit der Reisekostenabrechnung? Die ersten Tage und Wochen im neuen Job sind aufregend – und verwirrend. Damit die neuen Kollegen die Fragezeichen überm Kopf nicht allzu deutlich erkennen, versuchen Firmenneulinge meist, den Greenhorn-Status möglichst schnell hinter sich zu lassen, um einen souveränen Eindruck zu machen. Dabei sind die ersten Wochen im neuen Job die beste Chance, für deinen Weg in der Firma vorzubauen. Acht Tipps für die erste Zeit im neuen Job:

Genieß den Status als Frischling

Dein neuer Arbeitgeber wird sich voraussichtlich Mühe geben, dir die Anfangszeit so angenehm wie möglich zu gestalten: Kollegen und Vorgesetzte zeigen sich von ihrer freundlichsten Seite, und man wird allgemein darauf achten, dass du dich von Anfang an wohlfühlst. Schließlich war man überzeugt, dass du von allen Bewerbern der beste warst. Daher kannst du diesen Status ruhig ein bisschen auskosten, solange du darüber deine Arbeit nicht vergisst. Denn auch du willst ja beweisen, dass die Firma die richtige Wahl getroffen hat.

Du kannst nicht alles wissen

Trotz deiner Qualifikationen erwartet keiner, dass du schon alles weißt, schon gar nicht firmeneigene Abläufe. Du darfst also ruhig nachfragen – nicht nur der Information wegen, sondern auch, um Mentoren zu finden. Das müssen nicht nur hierarchisch Höherstehende sein, sondern auch Mitarbeiter, die schon lange im Unternehmen sind und von deren Erfahrung du lernen kannst. Außerdem kannst du beim Nachfragen mit einem frischen Blick auf althergebrachte Prozesse glänzen. Pass aber auf, dass du das auf respektvolle Art und Weise tust; was dir vielleicht angestaubt erscheint, beruht oft auf jahrelanger Erfahrung, und die Gründe, warum etwas so und nicht anders gemacht wird, lernst du vielleicht erst später kennen.

Sprich nicht immer von deiner alten Firma

Daher solltest du dich beim Hinterfragen von Arbeitsmethoden nicht allzu oft auf deinen alten Arbeitgeber beziehen. Vermeide Sätze wie: "Als ich bei xy war, haben wir das so gemacht …" Sonst erweckst du den Eindruck, besser in deine alte als in deine aktuelle Firma zu passen.

Hilf anderen

Baue dir ein Netz aus Unterstützern auf. Versuche herauszufinden, was die Bedürfnisse und kleinen Probleme deiner Kollegen sind. Vielleicht kennst du dich ja besonders gut in Excel aus und kannst einem Kollegen mit zwei Klicks eine ganze Stunde Arbeit ersparen. Wenn du dich von Anfang an als hilfsbereit zeigst, wird sich sicher jemand finden, der dir dann bei deinen eigenen kleinen Schwächen zur Hand geht.

Lerne aus Fehlern

Gerade am Anfang passieren oft die gröbsten Schnitzer. Da du noch ein gewisses Maß an Narrenfreiheit genießt, wird dir dafür nicht der Kopf abgerissen. Besser also, die großen Fehler passieren jetzt als später. Betrachte sie als notwendige Lektion.

Beobachte deine Kollegen

Beim Bewerbungsgespräch war der Dresscode noch klar. Aber musst du jetzt im Job genauso zugeknöpft auftreten? Komm am ersten Tag im Zweifelsfall lieber over- statt underdressed. Dann schau dir an, was die Leute in deiner Abteilung tragen und pass dich nach und nach an. Auch sonst kannst du dir viel von den Gepflogenheiten bei deinen Kollegen abschauen: Um wieviel Uhr kommen und gehen sie? Welcher Vorgesetzte ist für einen kleinen Plausch auf dem Flur offen, welcher fühlt sich dadurch aufgehalten? So klärt sich vieles von allein, was sonst zum Fettnäpfchen werden könnte.

Nutze den Neuanfang, um alte Gewohnheiten abzulegen

Wenn du dir schon immer vorgenommen hast, deinen E-Mail-Posteingang täglich auf null herunterzuarbeiten oder in der Mittagspause kein Fastfood mehr zu essen, ist jetzt die Gelegenheit dafür. Anders als Neujahrsvorsätze, die eben meist gute Vorsätze bleiben, gehen solche Vorsätze mit einer tatsächlichen Änderung in deinem Leben einher – und haben damit bessere Chancen, zur Gewohnheit zu werden.

Versuche nicht, deine Verunsicherung zu verbergen

Ein Fehler, der nicht nur von Berufseinsteigern, sondern gerade auch von Führungskräften häufig gemacht wird, ist, Verwirrung oder Verunsicherung zu verbergen, wenn sie mal nicht weiterwissen. Sie wollen ja Stärke und Entschlossenheit demonstrieren. Damit nehmen sie sich aber die Chance, Hilfe von anderen zu bekommen und müssen das Problem allein lösen. Verstecke dich also nicht hinter deinem Schreibtisch, wenn du mit einer Situation überfordert bist, sondern lass dir helfen.

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Was bedeutet eigentlich Business casual? Wie viel Schmuck ist im Job erlaubt? Im Dresscode-Spezial verraten wir es dir.

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