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Weniger Steuern, mehr Netto

Steuer (Quelle: freeimages.com, Autor: YM)

Quelle: freeimages.com, YM

Das Leben wird ständig teurer, aber das Gehalt wächst meist nicht mit. Tatsächlich gibt es schnelle Hilfe gegen die Ebbe in der Kasse - ausgerechnet vom Fiskus. Wer geschickt mit dem Chef verhandelt und steuerliche Vorteile nutzt, kommt auf ein Gehaltsplus von 10 Prozent und mehr im Jahr.

 Berlin - Sparen können Arbeitnehmer, wenn der Chef beim Aufbau einer Altersvorsorge behilflich ist. Schließt er zum Beispiel für seinen Mitarbeiter eine Direktversicherung ab, bleiben derzeit Beiträge bis zu 2592 Euro steuer- und sozialabgabenfrei - weitere 1800 Euro bleiben steuerfrei. Das heißt, bis zu dieser Höhe können Arbeitnehmer aus ihrem Bruttogehalt in eine Altersvorsorge einzahlen, während die meisten Menschen aus ihrem Nettoeinkommen vorsorgen müssen.
 
 In vielen Firmen können Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber zinslose oder zinsverbilligte Darlehen erhalten, deren Konditionen weit unter denen auf dem freien Markt liegen. Und ein solches Billigdarlehen bringt echte Steuervorteile mit sich: Denn versteuern müssen Arbeitnehmer nur die Differenz zwischen den marktüblichen Konditionen minus 4 Prozent und Ihrem tatsächlichen Zinssatz. Bescheinigt die Bank also, dass die Baufinanzierung 5 Prozent gekostet hätte und verzichtet der Chef auf Zinsen, muss nur die Differenz von 1 Prozent versteuert werden.
 
 Auch Unfallschutz vom Arbeitgeber gibt es zum Nulltarif. Die Voraussetzung dafür: Die Rechte aus dem Versicherungsvertrag stehen dem Arbeitgeber zu, der die Versicherungsleistung dann an den Mitarbeiter weitergibt. In diesem Fall sind die gezahlten Beiträge steuer- und sozialversicherungsfrei.

Der Chef darf auch großzügig sein und seinen Mitarbeitern einen Computer schenken oder zu einem verbilligten Preis überlassen - das Finanzamt darf diesen Vorteil nur mit einer Pauschalsteuer von 25 Prozent belegen, und die kann der Arbeitgeber auch noch übernehmen.
 
 Der Angestellte bekommt also einen funkelnagelneuen Computer zum Nulltarif, denn auf den pauschal versteuerten Preis werden auch keine Sozialabgaben fällig. Diese Regelung gilt übrigens nicht nur für den PC mit seinem Zubehör: Der Arbeitgeber darf auch - zusätzlich zum Gehalt - einen Zuschuss zu den Kosten der Internetnutzung geben und ebenfalls nach der gleichen Methode pauschal versteuern.
 
 Kindergärten- oder Krippenplätze kosten heute ein Vermögen - schön, wenn der Chef diese Kosten übernimmt. Leistungen des Arbeitgebers zur Unterbringung - einschließlich Unterkunft und Verpflegung - und Betreuung von nicht schulpflichtigen Kindern der Mitarbeiter in Kindergärten oder vergleichbaren Einrichtungen sind komplett steuer- und sozialversicherungsfrei. Wer einen Chef hat, der die Kosten trägt, muss den Hort also nicht aus versteuertem Einkommen bezahlen und sich mit mickrigen Steuervorteilen zufriedengeben, sondern kann diesen Kosten-Posten von der Liste streichen.
 
 Jeder Chef darf seinen Mitarbeitern einmal im Monat etwas Gutes tun und ihnen einen Benzingutschein im Wert von maximal 44 Euro zukommen lassen - auf dieses kleine "Geschenk" müssen Angestellte weder Steuern noch Sozialabgaben zahlen. Und das Beste daran: Der Wert der Benzingutscheine muss in der Steuererklärung auf die Entfernungspauschale nicht angerechnet werden.

 © manager magazin
 (Zur Original-Version des Artikels)

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