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"Ich will mich zwischen Bachelor und Master weiterentwickeln"

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Drei Praktika hintereinander, spannende Aufgaben und ein Rahmenprogramm, das Platz für persönliche Entwicklung bietet. Das waren drei gute Gründe für e-fellows.net-Stipendiat Oliver, das GapYear-Programm von Allianz, Bertelsmann, Henkel und McKinsey zu absolvieren. Im Interview erklärt er, warum er das Programm gut organisiert findet.

Wieso hast du dich für das GapYear-Programm beworben?

Ich wollte nach dem Bachelor entweder direkt den Master machen oder ein Gap Year mit spannenden Praktika. Direkt in den Beruf einsteigen wollte ich noch nicht. Ich habe meine beiden Pläne parallel verfolgt und bin dann durch Zufall auf das GapYear-Programm von der Allianz, Bertelsmann, Henkel und McKinsey aufmerksam geworden. Ich fand das Angebot gut: Mehrere Praktika, die meinen Ansprüchen und Vorstellungen entsprechen und die aufeinander abgestimmt sind, plus Rahmenprogramm.

Wieso wolltest du nach dem Bachelor erst eine Praxisphase einlegen?

Ich hatte während des Studiums wenig Zeit, ausgiebige Praktika zu machen. Ich wollte diese Chance zwischen Bachelor und Master nutzen, um mich persönlich weiterzuentwickeln und um größere Reisen zu unternehmen. Der Berufseinstieg kam aber noch nicht in Frage für mich - ich möchte noch tiefere Einblicke in die Wissenschaft bekommen, bevor ich fest ins Berufsleben einsteige. Und ich möchte das Studentenleben noch ein wenig länger genießen.

Wie lief die Bewerbung ab?

Ich habe ein Motivationsschreiben verfasst, in dem ich erklärt habe, warum ich bei dem Programm mitmachen möchte, und warum mich die Unternehmen interessieren. Nachdem ich meine Unterlagen eingeschickt hatte, bekam ich einige Zeit später die Einladung zum Bewerbertag. Je nach Unternehmen, zu denen man wollte, lief dieser Tag unterschiedlich ab. Ich hatte Gespräche mit zwei McKinsey-Beratern und nahm am McKinsey-Analytik-Test teil. Danach hatte ich mit den anderen Unternehmen jeweils ein Gespräch. Bei Bertelsmann musste ich eine Fallstudie lösen und mit dem Konzernbericht arbeiten, dabei unterschiedliche Posten erläutern und eine Firmenbewertung machen.

Und wie ging es dann weiter?

Relativ schnell nach dem Auswahltag haben wir Bescheid bekommen, ob es geklappt hat oder nicht. Nach der Zusage habe ich dann mit den Unternehmen abgestimmt, wann welches Praktikum stattfinden soll.

Bei welchen der Unternehmen machst du die Praktika?

Zuerst bin ich bei Bertelsmann, dann mache ich meinen GMAT. Im Januar reise ich, danach bin ich bei McKinsey und am Ende des Programms bei der Allianz. Ich konnte Präferenzen angeben, in welcher Abteilung ich arbeiten möchte. Ich werde bei der Allianz im Marktmanagement arbeiten und bin gerade bei Bertelsmann in der Abteilung für Strategie und Controlling. Bei McKinsey ist das natürlich anders, da ist die Arbeit projektabhängig.

Welche Erfahrungen hast du bisher schon im Praktikum bei Bertelsmann gemacht?

Ich bin ja erst einen Monat hier, deswegen lerne ich gerade noch sehr viel dazu. Ich arbeite im Corporate Center von Bertelsmann, in der Abteilung Controlling und Strategie. Ich habe schon gute Einblicke in die Arbeit eines Konzerns bekommen. Medienunternehmen kannte ich bisher nicht so gut, ich finde es deswegen gerade sehr interessant, welche Dynamiken hier herrschen und welche Kennzahlen wichtig sind.

Was genau machst du in deinem Praktikum?

Ich betreue drei Projekte: Ich helfe bei der Bewertung von Investitionen und der Budgetierung für das nächste Geschäftsjahr. Außerdem setze ich mit meinen Kollegen ein Vorstandsprojekt um. Und ich habe dem Uni-Recruiting geholfen, indem ich Fallstudien für die vier Geschäftsbereiche von Bertelsmann erstellt habe, die das Recruiting für Workshops nutzt. Um diese Fallstudien zu konzipieren, musste ich mich gut in die Geschäftsfelder und Strategien der Bertelsmann-Divisionen einarbeiten - das war spannend.

Teil des Programms ist auch ein persönliches Projekt - was machst du?

Ich mache zwischen den Praktika den GMAT, als Vorbereitung für meinen Master. Im Januar werde ich Urlaub machen. Nach dem Allianz-Praktikum im Juni möchte ich eine Reise mit einem sozialen Projekt verbinden. Ich würde gerne nach Südamerika oder Asien gehen und mit Kindern arbeiten, aber das genaue Projekt steht noch nicht fest.

Welche Vorteile hat das GapYear-Programm deiner Meinung nach?

Ich finde die Organisation des Programms und die Abstimmung zwischen den Unternehmen gut. Die zeitliche Koordination der Praktika hat sehr gut geklappt. Wenn man drei einzelne Praktika macht, ist das komplizierter. Und ich finde die Praktika herausfordernd und anspruchsvoll. Ich erhoffe mir vom Program außerdem ein Netzwerk unter den Teilnehmern. Morgen findet ein erstes Treffen mit den Teilnehmern des GapYear-Programms und den Ansprechpartnern aus den Unternehmen statt. Wir essen gemeinsam zu Mittag, lernen uns kennen und tauschen uns aus, welche Erwartungen wir an das Programm haben. Prima finde ich auch die Chance auf ein persönliches Projekt - das Rahmenprogramm bietet uns wirklich die Gelegenheit, uns weiterzuentwickeln.

Zum Programm gehört auch ein Mentor - hast du mit deinem schon Kontakt?

Ich habe einen Ansprechpartner für organisatorische Fragen und in jedem Unternehmen einen Mentor. Bei Bertelsmann ist mein Mentor in meiner Abteilung. Wir treffen uns alle zwei Wochen zum Mittagessen und haben am Anfang besprochen, was ich aus dem Praktikum mitnehmen möchte. Und er gibt mir auch Tipps für die Arbeit.

Was machst du nach dem Gap Year?

Ich möchte einen Master in BWL machen, am liebsten mit Spezialisierung in Finance und Strategie. Außerdem möchte ich im Master gerne ins Ausland gehen, entweder für ein Semester oder auch fürs ganze Studium. Ich schaue mir gerade unterschiedliche Programme an.

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