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10 Hacks, die Sie vom Prokrastinieren im Internet abhalten

Smartphone Frau Prokrastinieren Ablenkung [Quelle: unsplash.com, Autor: rawpixel]

Quelle: unsplash.com, rawpixel

Schon wieder bei Facebook gewesen, statt zu arbeiten? Unsere Autorin hat Apps und Tricks gegen Ablenkung ausprobiert: vom schwarz-weißen Bildschirm bis Bäume pflanzen.

Es ist ganz einfach, eigentlich: Handy mit dem Bildschirm nach unten auf den Tisch legen und nicht drauf schauen, solange man arbeitet. Leider haben die wenigsten einen derart eisernen Willen: 53-mal am Tag sehen Deutsche im Schnitt täglich auf ihre Smartphones – und unterbrechen alle 18 Minuten das, was sie gerade tun. Das fand Alexander Markowetz von der Universität Bonn heraus.

Was kann man also tun, um gegen den Drang, die Arbeit zu unterbrechen, anzukämpfen? Die einfachste Lösung wäre, die Apps zu löschen, die am meisten Zeit rauben – in meinem Fall sind es die sozialen Medien. Da ich aber ein Onlinemagazin leite, das auf Facebook, Instagram und Twitter angewiesen ist, sind diese Apps nicht nur mein privates Laster, sondern auch eine berufliche Notwendigkeit. Ich kann sie nicht löschen. Also habe ich beschlossen, Feuer mit Feuer zu bekämpfen und versucht, eine Woche lang mit Apps, Programmen und Plugins gegen das Prokrastinieren anzukämpfen. 

Hacks für Smartphones

1) Moment: Diese App macht deutlich, wie viel Zeit man wirklich vertrödelt.

Moment zählt mit, wie oft und wie lange das iPhone benutzt wird (für Android-Geräte ist QualityTime eine gute Alternative). Mein Ergebnis war ernüchternd: Ich habe durchschnittlich 3 Stunden und 9 Minuten am Tag an meinem Handy verbracht und habe 36-mal am Tag danach gegriffen. Über drei Stunden, in denen ich theoretisch Bücher lesen, einem Hobby nachgehen oder einfach meine Gedanken sortieren könnte. 

Moment schickt auf Wunsch jedes Mal, wenn eine volle Stunde erreicht wird, eine Benachrichtigung mit einem zähneknirschenden Emoticon – was bei mir hervorragend funktioniert hat, um ein schlechtes Gewissen hervorzurufen. Die App zeigt im Ampelsystem an, wann und wie lange das Telefon benutzt wurde und hat bei mir bewirkt, dass ich die gelben und roten Phasen (mehr als 15 beziehungsweise 30 Minuten Nutzung am Stück), in denen ich eindeutig prokrastiniert habe, kürzer zu halten versuchte. Für Eltern, die im Auge behalten möchten, wie viel Zeit ihre Kinder am Smartphone verbringen, könnte sich die kostenpflichtige Erweiterung lohnen. Diese ermöglicht unter anderem, die Geräte von Kindern zu tracken. Außerdem kann man in den erweiterten Funktionen die Zeit einstellen, die man am Handy verbringen darf.

Preis: kostenlos. Erweiterte Funktionen kosten jedoch 4,49 Euro.

2) Donut Dog: Füttern Sie einen hungrigen Hund, indem Sie Ihr Handy nicht anfassen.

Diese App erinnert mich an Tamagotchis: Die User müssen einen hungrigen Hund mit Donuts füttern, die verdient werden, indem man sein Smartphone nicht benutzt. Ab einer zehnminütigen Pause gibt es einen Donut. Sobald man eine andere App aufmacht und Donut Dog verlässt, wird der Zähler beendet und man muss von vorne für einen Donut sparen. User, die ihre Smartphone-Nutzung besonders gut in den Griff bekommen, können weitere Levels erreichen und Pakete gewinnen. Das Design ist bunt und eher für eine jüngere Zielgruppe ausgerichtet – aber Donut Dog hat mich trotzdem erfolgreich vom Prokrastinieren abgehalten.

Preis: 2,29 Euro

3) Schwarz-Weiß-Modus: quälende Langeweile

Seit einigen Monaten geistert dieser einfache Produktivitätstrick durch Blogs und Ratgeberseiten: Die Bildschirmeinstellungen auf Schwarz-Weiß schalten, damit es weniger Spaß macht, seine Zeit am Handy zu vergeuden. In Schwarz-Weiß sah mein Smartphonebildschirm tatsächlich gleich viel langweiliger aus. Hat es mich davon abgehalten, es zu benutzen? Natürlich nicht. Handyspiele machten zwar kaum Spaß – und Instagram sah öde aus, sodass ich weniger Zeit dort verbrachte. Bei anderen sozialen Netzwerken zeigte sich aber kaum ein Unterschied. Außerdem dauerte es im Schwarz-Weiß-Modus länger, sich auf dem Display zurechtzufinden. Ich quälte mich also mehr mit meinem Handy herum – hielt es deshalb aber nicht kürzer in der Hand. Nach einem Tag ließ ich es bleiben. Der größte Vorteil der Schwarz-Weiß-Einstellung war, dass der Akku länger hielt.

Preis: kostenlos

4) Alle Benachrichtigungen deaktivieren: hart, aber effizient 

Laut einer Studie der Carnegie Mellon University dauert es bis zu 25 Minuten, bis man sich nach einer Ablenkung wieder konzentrieren kann. Da ich sonst auf jedes Geräusch oder Aufleuchten des Smartphones reagiere, fiel es mir nicht leicht, diesen radikalen Schritt zu wagen. Es war ernüchternd zu sehen, wie wenige Benachrichtigungen, die ich erhielt, eine sofortige Rückmeldung brauchen. An Tagen, an denen ich allein von zu Hause aus arbeitete, fühlte ich mich von der Außenwelt abgeschnitten. Der Effekt war aber sofort spürbar: weniger Ablenkung, deutlich mehr Konzentration. Nach ein paar Tagen habe ich mich auch daran gewöhnt, meinen Bildschirm wesentlich seltener aufleuchten zu sehen und nicht mehr sofort auf jede Nachricht zu reagieren, sondern erst dann, wenn ich eine Pause machte.

Abgesehen von ein paar Missverständnissen mit Freunden, die meine langsame Reaktion auf ihre Nachrichten entweder als bewusstes Ignorieren oder als Anzeichen schwerwiegender persönlicher Probleme deuteten, war die Erfahrung nur positiv.

Preis: viel Willensstärke

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