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"Wenn ich groß bin, werde ich ..." - der Weg zum Traumberuf

Feuerwehrmann, Traumberuf, Rettung [Quelle: sxc.hu. Autor: frumoaznic]

'Und, was willst du später mal werden?' Je älter man wird, desto schwerer scheint diese Frage zu beantworten. Viele fragen sich erst kurz vor ihrem Schulabschluss, was aus ihnen werden soll. Carl Schroebler hat es sich in seinem Buch 'Mein Traumberuf' zum Ziel gemacht, jungen Menschen zu helfen, genau das Studium oder den Job zu finden, der zu ihnen passt.

Was ist eigentlich ein Traumberuf? Jemand, der überhaupt nicht mehr aufhören kann, über seinen Beruf zu sprechen, der hat einen Traumberuf. Leute, die mit Leib und Seele ihren Beruf leben - Musiker, die begeistert über die Vorzüge der arabischen Tonleiter und deren Anwendung auf den Jazz sprechen, oder ein Chocolatier, der endlos über die Verfeinerung einer Möhrensuppe mit Zartbitterschokolade spricht. Genau so einen Beruf will der Autor für seine Leser finden - ein ehrgeiziges Ziel.

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Hinten im Buch findet sich dazu der obligatorische Berufswahltest. Fairerweise gibt der Autor gleich zu Beginn zu, dass es keinen Test gibt, der einem sagt, welcher Beruf perfekt passt. Dennoch rät er, sich auf jeden Fall mit solchen Tests zu beschäftigen, um überhaupt eine Ahnung zu bekommen, in welche Richtung es gehen soll. Der hier beigefügte Test besteht aus acht Teilgebieten von "Wissenschaft und Forschung" bis hin zu "Soziale Aufgaben" - am Ende bekommt der Leser in Form von Zahlen eine Ahnung, in welches Gebiet es gehen könnte. 

Wer beeinflusst die Entscheidung? 

Eines der ersten Kapitel im Buch befasst sich mit den äußeren Einflüssen auf die Berufswahl. Die größte Rolle spielen dabei natürlich die Eltern. Schroebler rät dazu, nicht nur ein längeres Gespräch mit ihnen über die Studien- und Berufswahl zu führen, sondern sie gezielt auf ihre Aufgabe als Berater vorzubereiten. 

Erster Schritt: Ein altes Fotoalbum herauskramen und über damals sprechen. "Wie war das bei dir?", "Was wolltest du werden?" So sollen die Eltern erst mal für das Thema sensibilisiert werden. Im nächsten Schritt sollen sie sich schriftlich äußern. Ein Fragebogen mit vier Fragen zu Talenten, No-Gos und vorstellbaren Studiengängen soll der Schlüssel sein. Der kann dann praktischerweise auch gleich noch an Papa, Opa, Tante und Lehrer weitergereicht werden. Ob das nötig ist oder vielleicht ein tiefergehendes Gespräch ausreicht, ist wahrscheinlich Typsache - doch die Eltern überhaupt aktiv in die Wahl miteinzubeziehen, kann sicher nicht schaden.  

Der Alltag ist die Inspiration

Nun sollte man den Vorschlägen nachgehen und sich über passende Studiengänge informieren - auch Bekannte, die einen bestimmten Beruf bereits ausüben, sind eine dankbare Informationsquelle. Andere Tipps sind vor allem für diejenigen geeignet, die auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind: Sie sollten gezielt im Alltag beobachten, was die Menschen mit dem potenziellen Traumberuf um sie herum tun und dann entscheiden, ob dieser Beruf in Frage kommt. 

Für Studenten besser geeignet ist da der Tipp, sich einfach mal in eine Vorlesung zum Lieblingsthema hineinzusetzen. Mit 200 anderen Studenten sollte man auch nicht weiter auffallen. Oder wenn es nicht mehr ums Studium, sondern bereits um den Job geht: Mit Experten sprechen, das Netzwerk ausbauen und viele Praktika, gerne auch in verschiedenen Bereichen, absolvieren.

Oft schreibt der Autor ein bisschen um den heißen Brei herum, konzentriert man die Tipps aber auf das Wesentliche, erhält man genau die Punkte, auf die es ankommt: Versuche, so oft wie möglich hinter die Kulissen zu schauen und mit möglichst vielen Menschen über ihren Berufsalltag zu reden. Außerdem: Sei ehrlich zu dir selbst und frage dich, was du wirklich willst. Wähle nicht aus Bequemlichkeit den naheliegendsten oder einfachsten Studiengang.

Nichts überstürzen

Sinnvoll ist auch der Tipp, nichts zu überstürzen und sich Zeit für die Entscheidung zu nehmen - eventuell auch mit einem Gap Year zwischen Abi und Studium. Wer sich nicht sicher ist, ob ein Lehramtsstudium und der damit verbundene Umgang mit Kindern das richtige ist, kann ein Au-Pair-Jahr in Neuseeland einlegen. Und auch wenn das Gap Year nicht direkt mit dem Berufswunsch in Verbindung steht, lernst du höchstwahrscheinlich in dieser Zeit trotzdem eine Menge über dich und deine Stärken und Schwächen.

Carl Schroebler: Mein Traumberuf. Studien- und Berufsfindung, Bewerbung, Vorstellung. Blue Palm Books, München 2009, 194 Seiten, 19,90 Euro.

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