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Alumni-Porträt: Dr. Lutz Schreiber

Wie bist du auf deinen derzeitigen Arbeitgeber aufmerksam geworden?
 Ich kannte Freshfields Bruckhaus Deringer bereits aus meiner Promotionszeit, während ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter nebenbei für die Kanzlei tätig war. Diese Tätigkeit konnte ich während meines Referendariats fortsetzen. Sie endete erst, nachdem ich auch meine Anwaltsstation dort absolviert hatte, um den Arbeitsalltag eines Rechtsanwalts aus eigener Erfahrung kennen zu lernen.
 Als ich dann das zweite Staatsexamen beendet hatte, stand für mich fest, dass ich wieder zu Freshfields Bruckhaus Deringer und insbesondere zu "meiner" Praxisgruppe IP / IT nach Hamburg zurückkehren wollte. Zu meinem Glück wurde dort gerade eine Stelle frei, so dass meiner Rückkehr nichts mehr im Wege stand.
 

Wie muss man sich den Arbeitsalltag in deinem Beruf vorstellen?
 Die Arbeit als Rechtsanwalt im Bereich IP / IT ist sehr abwechslungsreich und hält täglich neue Aufgaben bereit: So kann es passieren, dass man sich kurzfristig in einem Flieger nach Frankfurt wiederfindet, um dort IT-Verträge und Unterlagen zu gewerblichen Schutzrechten während einer so genannten "Due Diligence", einer rechtlichen Unternehmensbewertung, durchzusehen. Genauso kann auch ein Gerichtstermin auf dem Plan stehen. Die wohl meiste Zeit verbringe ich aber in meinem Büro, korrespondiere mit Mandanten, erarbeite Schriftsätze oder entwerfe Vertragsdokumente.
 Eine "echte Konstante" in meinem Arbeitsalltag ist dabei das Telefon, das neben der E-Mail den direkten Draht zur Mandantschaft herstellt und von beiden Seiten häufig in Anspruch genommen wird.
 

Worüber sprichst du mit deinen Kollegen in der Mittagspause?
 Da bei uns ein angenehmes Arbeitsklima herrscht und sich die Kollegen untereinander gut verstehen, reden wir häufig über Dinge, die nichts mit dem Beruf oder der Kanzlei zu tun haben. Die Themenskala ist sicherlich die Gleiche wie in jedem anderen Unternehmen auch und reicht von aktuellen Nachrichten über Kultur bis hin zu persönlichen Dingen.
 Natürlich kommt es gelegentlich auch vor, dass wir uns beim Mittagessen über juristische Themen unterhalten. Zudem finden regelmäßig mittags Praxisgruppentreffen statt, in denen es dann neben kanzleibezogenen Themen (auch) um juristische Inhalte geht. Das Persönliche kommt bei uns allerdings zum Glück nie zu kurz.
 

Hast du in deinem Job neue Stärken/Schwächen an dir entdeckt, die du vorher noch nicht kanntest?
 Durch die Arbeit als Rechtsanwalt bin ich entscheidungsfreudiger und im Auftreten sicherer geworden. Als Schwäche würde ich bezeichnen, dass ich in der Anfangszeit meiner Tätigkeit schlecht abschalten konnte und die Arbeit dadurch häufig mit nach Hause genommen habe.
 

Was machst du, wenn du nicht arbeitest?
 Meine Freizeit versuche ich gemeinsam mit meiner Frau zu verbringen. Da sie ebenfalls in einer Großkanzlei als Anwältin tätig ist, bleibt allerdings neben den Wochenenden nicht allzu viel gemeinsame Zeit übrig. Zur Entspannung treibe ich – leider zu selten – Sport und bemühe mich, das Gitarrespielen zu lernen.
 

Was ist dein größter Wunsch für die Zukunft?
 Zunächst wünsche ich mir beruflichen Erfolg. Die Aufnahme in die Partnerschaft einer internationalen juristischen Sozietät ist jedoch heute ein ebenso ambitioniertes wie schwieriges Unterfangen. Gleichwohl halte ich es nach wie vor für erstrebenswert.
 Mein größter Wunsch für die Zukunft ist es aber, Familie und Beruf optimal miteinander vereinbaren zu können. Das heißt, neben der herausfordernden beruflichen Tätigkeit als Rechtsanwalt ausreichend Zeit für ein harmonisches Familienleben zu finden.
 

Welche Tipps würdest du den e-fellows für ihre Karriereplanung geben?
 Für die juristische Karriere halte ich es für sehr sinnvoll, sich bereits während des Referendariats durch die gezielte Wahl der Stationen potenzielle Arbeitgeber anzusehen. Beiden Seiten wird dadurch die Möglichkeit eröffnet, sich kennen zu lernen. Neben der fachlichen Qualifikation sollte jeder e-fellow besonders darauf achten, dass man sich menschlich mit den späteren Kollegen versteht. Da man täglich mehr Zeit miteinander verbringt als mit seinem Lebenspartner, muss man auch persönlich miteinander klar kommen.
 Gut ist es sicherlich auch, wenn man in mehr als nur einer Kanzlei gearbeitet hat. Denn die Mentalität und das Selbstverständnis wirtschaftsrechtlich geprägter Großkanzleien können sehr voneinander abweichen.
 Zudem halte ich es für sinnvoll, sich frühzeitig seinen Interessensschwerpunkt zu suchen und zumindest die Stationen des Referendariats so weit wie möglich danach auszurichten. Für mich hat sich diese Vorgehensweise jedenfalls ausgezahlt: Sie hat mir den Einstieg bei Freshfields Bruckhaus Deringer wesentlich erleichtert. Zudem habe ich im Rahmen meines Bewerbungsprozesses erlebt, dass viele Kanzleien meine frühe Spezialisierung sehr positiv aufgenommen haben.

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