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Exotisches Flair und Global Player in Singapur

Singapur, Asien [Quelle: pixabay.com, Autor: akenarinc]

Quelle: pixabay.com, akenarinc

Exotische Länder liegen im Trend. Viele Studenten zieht es nach Singapur. Deutsche Unternehmen wie Bosch, Deutsche Bank und Allianz bieten spannende Praktika - und auch kulturell gibt es in der westlichsten Stadt Asiens jede Menge zu entdecken. Vorsichtig musst du allerdings sein, wenn es um Recht und Ordnung im Staat geht.

Ein fernes Land, eine exotische Kultur und doch irgendwie westlich. Der Insel- und Stadtstaat Singapur liegt zwi­schen dem südlichsten Punkt der malaysischen Halbinsel und Indonesien und hat eine Fläche von 700 Quadratkilometern – ungefähr so groß wie Hamburg. Viele zieht es dort zum Studieren und Arbeiten hin. Bevor du dich für einen Aufenthalt entscheidest, solltest du dich allerdings näher mit dem Land beschäftigen. Hier ein kurzer Überblick über die Unis, das Leben und die Sprache.

Leben und Studieren auf einem Campus

In Singapur gibt es zwei große Universitäten. Die Nanyang University liegt ein wenig außerhalb der Innenstadt – etwa 60 bis 80 Minuten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Wenn du dort studieren möchtest, bewirbst du dich am besten auf einen der Wohnheimsplätze auf dem Campus. Das Leben dort ist um einiges preisgünstiger als in der Stadt, außerdem bietet der weitläufige Campus ein großes Freizeitangebot.

Wer lieber zentrumsnah wohnt, sollte sich auf einen Platz an der NUS bewerben. Die Uni ist sehr international ausgerichtet und zieht viele Austauschstudenten an. Mit ihrem geschlossenen Campus, dem Shuttle-System und den Food Courts inklusive Supermarkt und McDonalds erinnert die NUS an eine amerikanische Uni.

Leben kannst du ebenfalls auf dem Campus in einem der vielen Halls. Die meisten Exchange Students wohnen im Price George Park, dem größten Wohnheim auf dem Campus. Allerdings solltest du in dem Zimmer keinen allzu großen Luxus erwarten; gerade zehn Prozent haben eine Klimaanlage und ein eigenes Bad. So einfach die Unterkunft auch ist, einen gewissen "Service" gibt es dennoch. Bei Fragen und Problemen vor Ort hilft dir in der Regel das Registrar's Office weiter.

Manche Viertel solltest du besser meiden

Falls du keinen der begehrten Wohnheimsplätze ergattert hast, kannst du dir in der näheren Umgebung eine Bleibe suchen. Rund um den Campus soll es relativ günstige Wohnungen für 200 bis 300 Euro geben. Insgesamt steigt der Preis für Zimmer in der Innenstadt im Moment aber eher – etwa 1.000 SGD (rund 500 Euro) musst du rechnen. 

Die Hauptinsel Singapurs gliedert sich in sechs Stadttei­le: der Central Business District mit den touristischen Attraktionen Chinatown, der Orchard Road und der Riverside Amüsiermeile; Bugis und Kampong Glam, der eher muslimisch geprägte Teil Singapurs; Little India, das indische Zentrum Singapurs rund um die Serangoon Road; East Coast, das größte Wohngebiet mit einem künstlich geschaffenen Naherholungsgebiet mit Stränden, Restaurants,  Grill- und Fitnessplätzen; North and West, klassische Wohn- und Industriegebie­te mit den oft verwendeten Namen Woodlands und Jurong und schließlich Central, der Kern der Insel, mit Naturreservaten und noch ursprüngli­chem Regenwald, Stauseen, Parks und einigen Wohngebieten. 

Das Wohnhgebiet Yo:Ha bei Boon Lay liegt ganz im Westen und ist nicht unbedingt empfehlenswert, genauso wenig wie die Satellitenbezirke ganz im Norden oder Osten. Viele ausländische Gäste in Singapur leben rund um Commonwealth, Queenstown oder Buona Vista, wo ein kleiner Teil der Wohnsiedlungen nicht umsonst "Holland V(illage)" heißt. Aber auch um die Stationen Woodleigh, Hougang und Bishan kannst du fündig werden, wenn du wirklich unter Singapurern sein willst. Hier bist du bei der Wohnungssuche jedoch in den meisten Fällen auf einen Makler angewiesen. Darüber hinaus gibt es im Central Destrict zahlreiche – aber meist teure – europäisch gehaltene Wohnanlagen, in denen Zimmer kurzfristig verfügbar sind.

Für die Wohnungssuche von daheim aus kannst du auch in den entsprechenden Gruppen auf facebook, studiVZ oder Xing schauen – einfach mal nach Gruppen à la NUS, Singapore Exchange Students oder NUS Exchange Students suchen. Außerdem lohnt es sich, beim Accomodation Office der NSU anzurufen. Oft sind in den Wohnheimen oder den NUS-off-Campus-Accomodations noch Plätze frei. Auch die großen Firmen geben oft Hilfestellung bei der Wohnungssuche oder halten für ihre Praktikanten sogar Zimmer vor.

Global Player auf der Suche nach kreativen Köpfen

Auch viele deutsche Unternehmen haben sich in Singapur niedergelassen – inzwischen sind es rund 1.200. Dazu gehören insbesondere die bekannten Global Player wie SiemensBoschDeutsche BankAllianz, Schenker und Daimler. Sie schätzen Singapur als sicheren Ausgangspunkt zur Vertretung ihrer Interessen in Asien. Daneben sind auch kleine und mittelständische Unternehmen auf der Suche nach kreativen Köpfen. 

Bei einem Praktikum in Singapur vertiefst du nicht nur deine fachlichen Kenntnisse, sondern musst dich auch mit sehr verschiedenen Kulturen und ethnischen Gruppen auseinandersetzen. Nebenbei erweiterst du deine Sprachkenntnisse und knüpft viele neue Kontakte. 

Die Kosten bleiben überschaubar

Das einzuplanende Budget für deine Zeit in Singapur ist überschau­bar. Den größten Teil wird die Miete ausmachen. Die alltägliche Dinge sind verhältnismäßig günstig: Eine vollwertige Mahlzeit mit Getränk kostet in einem Hawkercenter kaum mehr als 5 SGD (2,50 Euro), der Nahverkehr ist ebenfalls billig, rund 0,80 SGD (0,40 Euro) pro Strecke. Hinzu kommen eventuelle Telefonkosten, Geld für Einkäufe und natürlich Reisen und Ausflüge. Mit insgesamt 1.400 SGD pro Monat (rund 700 €) lässt es sich gut aushalten. Allerdings solltest du auch die Studiengebühren nicht vergessen. Die musst du als "non exchange-student" bezahlen, also wenn deine Uni keine Partneruni ist.

Um dir die Finanzierung deines Auslandssemesters ein wenig zu erleichtern, kannst du dich für verschiedene Stipendien bewerben, zum Beispiel vom DAAD. Mehr Stipendien findest du in der Stipendien-Datenbank von e-fellows.net. Wer frühzeitig plant, bekommt fast immer Unterstützung und Praktikanten erhalten in Singapur in der Regel einen monatlichen Lohn.

Gute Chancen auch ohne perfekte Englischkenntnisse

Die Amtssprachen in Singapur sind Englisch, Tamil, Malaysisch und Chinesisch. Jeder spricht hier von jedem etwas und alles überlappt sich irgendwie mit dem Englischen, sodass man sich auch ohne weitere Sprachkenntnisse versteht. Im Alltag kommt man mit einem einfachen Englisch recht weit. Außerdem gehen die Singapurer davon aus, dass du als Europäer besser Englisch sprichst als sie - deine Chancen auf einen Praktikumsplatz stehen deshalb auch ohne perfekte Englischkenntnisse nicht schlecht. 

Deine To-do-Liste in Singapur

Singapur ist ein Touristenmagnet, über 13 Millionen Besucher kommen Jahr für Jahr in den Stadtstaat. Attraktionen gibt es jede Menge. Angefangen bei futuristischen und gewagten Bauten mit riesigen Parks an der Marina Bay, über die Erholungswelten auf Sentosa, bis hin zu traditionellen Tempeln und Häusern in Chinatown. Schnäppchen winken in Little India, Chinatown oder den kleineren Shoppingcentren etwas außerhalb des Business Districts. Auch der kulinarischen Vielfalt mit Einflüssen unterschiedlichster Küchen solltest du dich ausgiebig widmen.

Wer gern reist und mehr von Asien sehen möchte, ist innerhalb kürzester Zeit in Thailand, Kambodscha, Malaysia und Indonesien. Die Bus-, Bahn- und Flugverbindungen sind zahlreich und erlauben viele kurze Reisen. Aber auch weite Ziele rücken von Singapur aus in greifbare Nähe: Japan, Australien und Neuseeland sind nicht mehr ganz so weit entfernt.

Kleiner Spracheinstieg ins Singlish

  • S'pore-lah - Singapur
  • Ok-lah! - Ok
  • No-lah, no-lah! - Nein, danke!
  • Can! - Ja, bitte. 
  • awrigh! - allright

Gut zu wissen: kuriose Gesetze in Singapur

Singapurer sagen: "Singapore is a fine city!" und verwenden das Wort "fine" dabei ganz bewusst zweideutig. Singapur ist sicher, sauber und von hohem Lebensstandard geprägt und es lässt dort gut leben. Sie ist aber auch die Stadt der "Strafen":

  • Wer Kaugummi kaufen möchte, muss ein Arztrezept und seinen Personalausweis vorzeigen. Falls der Apotheker es versäumt, den Namen des Käufers aufzuzeichnen, kann gegen ihn eine Geldstrafe von 3.000 SGD verhängt werden. Außerdem sollte man in Singapur nie einen Kaugummi achtlos auf die Straße spucken.
  • Essen, Trinken und Rauchen in öffentlichen Verkehrsmitteln unterliegen hohen Strafen.
  • Es herrscht generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden, öffentlichen Verkehrsmitteln und Restaurants sowie in Gruppen mit mehr als fünf Personen (zum Beispiel bei Warteschlangen).
  • Bei Ausreise mit dem Auto nach Malaysia muss der Fahrzeugtank noch mindestens zu drei Vierteln gefüllt sein. Hintergrund für diese Vorschrift ist, dass in Malaysia der Kraftstoffpreis nur etwas mehr als halb so hoch ist wie in Singapur. 
  • Lügen wird bei Nachweisbarkeit mit hohen Strafen ähnlich wie Betrug geahndet (2.000 bis 10.000 SGD). Zusätzlich kann der Strafbestand auch Prügel mit dem Rohrstock zur Folge haben. Üblicherweise liegen die Strafen bei der "Lügerei" bei drei bis acht Schlägen.
  • Das Überqueren von Straßen an nicht vorgesehenen Stellen kann mit bis zu 500 SGD geahndet werden.

Mehr Infos

http://www.germancentre.com.sg
http://www.praktikum-in-singapur.de

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Kommentare (5)

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  1. Anonym

    Andere Kommentare: Der Umrechnungskurs ist $3 = 2€, was einen gewissen Unterschied ausmacht. MRT-Fährten starten bei $0,79 und gehen bis $2,50 und das relativ schnell. Der Singlish-Crashkurs ist leider ein Witz, #kampong! Wohnungen für 200-300€ möchte ich mal gerne sehen. Ich zahle derzeit etwa $2300, jedoch für meine eigene Wohnung.

  2. Anonym

    Lieber Maximilian: Stell deine Frage gerne noch mal in der Community (https://www.community.e-fellows.net/start/), dort ist die Chance (sehr) viel höher, eine hilfreiche Antwort zu bekommen.

  3. Anonym

    Vollzeit Master in Finance

    Hat jemand Erfahrungen mit einem Vollzeit Finance-Master in Singapur?

  4. Christian Zielinski

    Noch eine Anmerkung

    Noch eine weitere Anmerkung. Der Name "Holland Village" ist nicht auf Grund der vielen "westlichen" Auslaender, sondern ist nach dem Architekten Hugh Holland benannt.

  5. Christian Zielinski

    Korrekturen

    Der Artikel bedarf leider diverser Korrekturen (man haette vielleicht etwas besser recherchieren sollen ...): i) Die erstgenannte Universitaet ist die "Nanyang Technological University" und nicht "Nanyang University"! Sie hat unter anderem die groesste Ingenieursfakultaet der Welt. ii) Die Uebersetzung "S'pore-lah - Singapur" ist absurd. iii) Kein Artikel ueber Singapur ohne das abgedroschene "Singapore is a fine city" ...? iv) Singapur ist eine teure Stadt, 0.80 SGD pro Fahrt ist die absolute Ausnahme. v) In unserer Generation sprechen 80% - 90% der Singapurer besseres Englisch als der allergroesste Teil der Deutschen. Mit Sprachkenntnissen wird man hier kaum gross Punkten koennen.

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