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Studieren in Österreich

Flagge Österreich (Quelle: freeimages.com, Autor: nionx)

Quelle: freeimages.com, nionx

Österreich hat mehr zu bieten als Kaiserschmarrn und Mozart - nämlich 21 Fachhochschulen und 34 staatliche und private Universitäten. Wir verraten dir, welche Voraussetzungen du für ein Studium in Österreich mitbringen musst, welche Kosten dich erwarten und wie du dich finanzieren kannst.

Im Wintersemester 2012/2013 waren 373.000 Studenten an einer Hochschule in Österreich eingeschrieben (oder "inskribiert", wie die Österreicher sagen). Gut ein Viertel von ihnen studiert an der Uni Wien, der ältesten und renommiertesten Hochschule des Landes. Im weltweiten "Higher Education"-Ranking der Times liegt sie aktuell auf Platz 170.

Ebenfalls zu den größeren Einrichtungen zählen die Karl-Franzens-Universität Graz, die Technische Universität Wien, die Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und die Wirtschaftsuniversität Wien. Die größte Fachhochschule ist die FH Oberösterreich, die größte Privat-Uni die Private Universität für Gesundheitswissenschaften, Medizinische Informatik und Technik in Hall in Tirol.

Nummer eins bei deutschen Studenten

Rund 88.000 der Studenten an österreichischen Hochschulen kommen aus dem Ausland, etwa 30 Prozent davon aus Deutschland. Die meisten von ihnen studieren Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften.

Ein Grund für die Beliebtheit bei den Deutschen: In Österreich gilt in vielen Fächern der "freie und offene Hochschulzugang" mit der Matura (dem österreichischen Abitur) als einziger Aufnahmebedingung. Du kannst dich also in deinem Wunschfach einschreiben, ohne dafür einen bestimmten Notenschnitt haben zu müssen - ein Glücksfall für alle, die wegen des NCs an deutschen Unis keinen Platz bekommen.

In den letzten Jahren haben die österreichischen Unis hier aber gegengesteuert und zum Beispiel Quotenregelungen eingeführt: In der Humanmedizin werden 75 Prozent der Studienplätze an Österreicher vergeben, 20 Prozent an EU-Bürger und 5 Prozent an Studenten aus anderen Ländern. Außerdem gibt es inzwischen an vielen Hochschulen die so genannte "Studieneingangs- und Orientierungsphase (STEOP)", die mit mehreren Prüfungen abschließt. Nur wer alle besteht, darf weiterstudieren - die anderen müssen entweder das Fach oder die Uni wechseln.

Welche Abschlüsse gibt es?

Vor der Bologna-Reform gab es in Österreich Magister- und Diplom-Studiengänge sowie darauf aufbauend das Doktorat. Inzwischen wurde in fast allen Fächern auf Bachelor und Master umgestellt; eine Ausnahme sind ähnlich wie in Deutschland die Fächer Jura, Medizin und Pharmazie. Die schließt man in Österreich aber nicht mit dem Staatsexamen, sondern mit dem Diplom ab. Ein weiterer Unterschied: Es gibt zwar die Noten 1 bis 5, aber keine Komma-Abstufungen wie 1,3 oder 1,7.

Was kostet das Studium?

Offiziell kassieren die staatlichen Universitäten in Österreich Studiengebühren in Höhe von 363,36 Euro pro Semester. Die musst du aber nur bezahlen, wenn

  • du die Regelstudienzeit plus zwei Toleranzsemester überschreitest,
  • du nicht Angehöriger eines Staates im Europäischen Wirtschaftsraum bist,
  • oder du als außerordentlicher Student eingschrieben bist, also ohne Matura/Abitur studierst.

Unabhängig von den Studiengebühren zahlen alle Studenten jedes Semester einen verpflichtenden Beitrag zur Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH) in Höhe von 17,50 Euro.

Die Fachhochschulen in Österreich entscheiden autonom, ob sie Studiengebühren verlangen. Derzeit ist das an 15 von 21 Einrichtungen der Fall. Die 14 privaten Universitäten erheben deutlich höhere Gebühren von durchschnittlich 10.000 Euro pro Jahr.

Die Lebenshaltungskosten in Österreich entsprechen in etwa denen in Deutschland: Laut der Studierenden-Sozialerhebung aus dem Jahr 2011 zahlt ein österreichischer Student durchschnittlich 850 Euro pro Monat für Unterkunft, Verpflegung, Kleidung und Freizeit; in Deutschland sind es knapp 800 Euro.

Das Studium finanzieren: Studienbeihilfe statt BAFöG

Was in Deutschland das BAFöG, ist in Österreich die Studienbeihilfe. Beziehen können diese alle Studenten unter 30 Jahren, die soziale Bedürftigkeit und einen guten Studienerfolg nachweisen. Die soziale Bedürftigkeit wird über das Einkommen der Eltern errechnet, du selbst darfst bis zu 8.000 Euro pro Jahr verdienen. Den Studienerfolg belegst du durch Immatrikulationsbescheinigungen und eine Übersicht über deine schon belegten Kurse. Die monatliche Höchstförderung für Studenten, die nicht mehr zuhause wohnen, liegt bei 679 Euro. Die Studienbeihilfe muss nach Studienende nicht zurückgezahlt werden. Zuständig ist die Studienbeihilfebehörde, die mit sogenannten Stipendienstellen in den größten österreichischen Städten vertreten ist.

Als deutscher Student kannst du nur dann Studienbeihilfe beziehen, wenn eines deiner Elternteile in Österreich berufstätig ist oder du selbst schon zwei Jahre in Österreich gearbeitet hast. Alternativ kannst du in Deutschland BAFöG beantragen, dich bei einem Begabtenförderungswerk oder für ein Jahresstipendium des DAAD bewerben.

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