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Ein Zeit-Sparer im Interview

Zeitdruck Stress Deadline [© Hauvi - Fotolia.com]

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Hallo Markus, schön, dass du Zeit für ein Interview hast. Hätten wir gar nicht erwartet.

Wieso?

Wer so schnell studiert, hat sicher sonst keine Zeit.

Während der Prüfungszeit ist das durchaus richtig, da sind meine Bekannte und Freunde vorgewarnt, dass ich mich für sechs Wochen auch mal komplett ausklinke. Im Semester ist das aber anders: Das Private ist nämlich auch wichtig und sollte nicht auf der Strecke bleiben – das wäre fatal. Zwei Tage die Woche brauche ich einfach für mich.

Wo nimmst du zwei Tage Freizeit her? Du arbeitest doch auch noch nebenher.

Schon, aber ich habe mir alle Kurse so gelegt, dass ich nur an vier Tagen in der Woche FH habe - an einem Tag kann ich dann arbeiten. Okay, letztes Semester hatte ich deshalb 46 Wochenstunden an vier Tagen. Aber natürlich lag da manches parallel, so dass ich nicht bei allen Vorlesungen anwesend war. Zum Glück hatten die Professoren immer ein offenes Ohr für mich. Sie haben mir Fragen beantwortet, wenn ich etwas nicht verstanden hatte und auch mal Unterlagen gegeben, wenn ich mal gefehlt habe.

Trotzdem: Bricht bei so vielen Kursen in so wenig Zeit nicht manchmal Chaos aus?

Phasenweise ist das schon so, dann muss ich mich am Riemen reißen. In solchen Momenten ist es besonders wichtig, dass ich Unterstützung habe: meine Freundin, Familie, Freunde. Das tut wahnsinnig gut, wenn man mal über den Frust reden kann und nicht nur in seiner eigenen Suppe schwimmt. Ohne das geht’s nicht – da kann man Zeitmanagement machen, so gut man will und noch so motiviert sein.

Zeitmanagement heißt immer auch Planung. Hattest du dir vorgenommen, so schnell zu studieren?

Ja, denn ich hatte schon zwei Jahre gearbeitet und extra für das Studium gekündigt – das war für mich ein extremer finanzieller Einschnitt. Daher will ich so schnell wie möglich fertig werden, aber auch mit gutem Erfolg. So bin ich vor Studienbeginn zum Prüfungsamt und habe geplant: Welche Kurse brauche ich wann? Und vor allem: Welche Kurse kann ich nur machen, wenn ich einen anderen habe? Manche Kommilitonen studieren vor sich hin, dann fehlt plötzlich ein Schein und alles verzögert sich. Ich kann nur empfehlen, ab dem ersten Semester zu planen.

Hast du eine Methode, dir die Zeit einzuteilen?

Eigentlich mache ich alles recht intuitiv. Ich setze mir eben Termine, wann ich was abgeben muss, aber immer mit einem Puffer. Zudem habe ich einen Schmierzettel, der ist stets im Federmäppchen dabei. Da schreibe ich drauf, was Großes ansteht. Wenn dann die heiße Prüfungsphase kommt, überlege ich mir, wie ich mich für welches Fach vorbereiten muss und mache mir Halbtagespläne, bis wann ich was schaffen muss.

Bist du wütend auf dich, wenn du in der eingeplanten Zeit nicht das schaffst, was du dir vorgenommen hast?

Ach, das muss man sportlich sehen. Ich will mir ja auch keine zu leichten Ziele setzen. Lieber so ein bisschen drüber im kritischen Bereich. Aber wenn's nicht reicht, plane ich halt beim nächsten Mal ein bisschen mehr Puffer ein. Umso schöner ist es dafür, wenn ich meine Ziele in der geplanten Zeit erreiche. Es klingt vielleicht kindisch, aber dann belohne ich mich selbst. Was ich richtig zelebriere ist, dass ich ganz bewusst Musik höre. Sich in die Badewanne zu legen ist auch toll. Das plane ich aber nicht fest ein. Die Zeit zum Entspannen muss man sich jedoch nehmen, irgendwann wird man ja doch unproduktiv.

Wahrscheinlich hast du trotzdem überall Uhren und Kalender - damit du deine Zeit besser planen kannst.

(Lacht.) Im Moment habe ich keine Uhr an, es gibt doch überall genug Uhren, falls man unbedingt die Zeit wissen will. Einen Taschenkalender habe ich auch nicht. Meine Freundin trägt wirklich alles in ihr Handy ein. Ich finde, kleinere Sachen merkt man sich sowieso. Eigentlich habe ich also gar nicht so viel Methode hinter meiner Zeiteinteilung.

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