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"Nur eine Ebene unter dem Vorstand"

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Quelle: Fotolia.com, Syda Productions

Großprojekte strategisch gestalten, die Digitalisierung der Geschäftsprozesse vorantreiben, wichtige operative Entscheidungen treffen: eigentlich die Aufgaben eines Top-Managers - aber auch die eines Trainees in der IT-Beratung. Kirstin Schücke erklärt im Interview, wie du bei der Allianz in 18 Monaten zur rechten Hand eines Fachbereichsleiters wirst.

Frau Schücke, welche Aufgaben hat die Betriebsorganisation bei der Allianz?

Die Betriebsorganisation kümmert sich um die Konzeption, Entwicklung und Umsetzung wichtiger Projekte zur Geschäftsoptimierung. Ein aktuelles Projekt hat beispielsweise zum Ziel, dass Allianz-Kunden wichtige Unterlagen, wie etwa Arztrechnungen, künftig bequem per Foto-App einreichen können statt sie in Papierform zu schicken. Überhaupt ist Digitalisierung bei uns gerade ein großes Thema. Hierbei sind alle Kontaktpunkte von Information, Vertragsabschluss und Service zu beachten. 

Und welche Rolle spielt man als Trainee bei diesen Projekten?

Ein Trainee ist an dem gesamten Prozess beteiligt - vom Konzept bis zur Implementierung. Dazu analysiert und bewertet er bei einem neuen Projekt zunächst die Anforderungen von allen relevanten Abteilungen, erstellt daraus Umsetzungskonzepte und begleitet die Umsetzung durch die IT bis zum Go Live.

Dann sind vertiefte IT-Kenntnisse bei Trainees bestimmt gerne gesehen.

Das ist richtig. Ebenso wichtig sind aber BWL-Kenntnisse. Gut gebrauchen können wir daher Wirtschaftsinformatiker oder Informatiker mit BWL-Schwerpunkt. Ob der Teilnehmer einen Bachelor-, Master- oder Diplom-Abschluss hat, ist weniger wichtig, allerdings achten wir auf sehr gute Noten. Außerdem sollte ein Bewerber ausgeprägte analytische und konzeptionelle Fähigkeiten sowie Problemlösungskompetenz erkennen lassen.

Wie lange dauert das Programm und wie ist es aufgebaut?

Insgesamt sind es 18 Monate, aufgeteilt in fünf Phasen: Es geht los mit einem Monat "Starter-Kit", in dem die Trainees in verschiedenen Bereichen hospitieren, also zum Beispiel im Marketing oder in der IT, um ihre späteren Schnittstellenpartner kennenzulernen. Darauf folgt eine zweimonatige Orientierungsphase, in der die ersten Aufgaben in einem Fachbereich auf die Trainees warten. Während einer sechsmonatigen Spezialisierungsphase vertiefen die Teilnehmer ihre Fach- und Methodenkenntnisse im Projektmanagement oder in der Prozess- oder Datenanalyse und übernehmen bereits eine Teilprojektleitung. Als Nächstes stehen sechs Monate Projektmitarbeit und Assistenz im Management an. Hier sind die Trainees bereits in ihrem Zielbereich tätig, assistieren einer Top-Führungskraft und werden in strategische und operative Entscheidungen miteingebunden. Die Teilnehmer sind hier auf einer wirklich verantwortungsvollen Position, immerhin arbeiten sie als rechte Hand eines Fachbereichsleiters, also nur eine Ebene unter dem Vorstand. Den Schluss des Traineeprogramms bildet ein dreimonatiger Wahlbaustein: In dieser Zeit kann man in einem strategischen Großprojekt mitarbeiten, in der IT oder gerne auch in einer ausländischen Allianz-Gesellschaft.

In welchen Ländern kann ein Trainee einen Auslandsaufenthalt verbringen?

Das hängt sowohl von den Wünschen des Trainees ab als auch von dem Bedarf der jeweiligen Tochtergesellschaft. Beispielsweise haben wir schon Trainees in die USA, nach  Frankreich, Italien oder in die Schweiz entsandt.

Gibt es neben den Praxisphasen auch Schulungen?

Ja, bereits während des Starter-Kits erhalten die Teilnehmer diverse Schulungen. Auch zu den folgenden Phasen gibt es je eine Woche Qualifizierung, zum Beispiel in Form eines Versicherungsplanspiels, eines Projektmanagement-Seminars oder in Form von Trainings zu Präsentation, Verhandlung und anderen Themen. Das richtet sich aber stark nach den Bedürfnissen des Trainees. In jedem Fall folgt auf jede Phase ein Meilensteingespräch mit mir und dem persönlichen Mentor des Teilnehmers.

Was machen die Trainees nach dem Programm?

Die typischen Anschlusspositionen für das IT-Traineeprogramm mit Fokus IT-Beratung sind Business-Analyst, Prozess-Analyst oder eine Stelle in der Projektleitung, von der aus man sich mittelfristig zum Referatsleiter weiterentwickeln kann.

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