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So nicht!

Junger Mann mit Bewerbungsmappe (© contrastwerkstatt - fotolia.com)

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Wir von e-fellows.net bearbeiten jährlich zig Bewerbungen für Events, Jobs und Praktika und leiten diese weiter. Oft jedoch nicht direkt: Gerne schicke ich die Unterlagen noch mal an den Bewerber zurück mit der Bitte, sie zu überarbeiten. Weil es einfach unglaublich ist, was bei uns teilweise landet, obwohl wir auf unsere Website Bewerbungstipps in Hülle und Fülle anbieten. Hier die Highlights - und wie man's besser macht.

  • Dateianhänge: Wenn nicht explizit anders gefordert, gilt: Bewerbungsunterlagen in EINER Datei - und die im Idealfall im PDF-Format. Die Dateigröße sollte 5 MB nicht übersteigen. Unsere Rekorde: 18 Anhänge in unterschiedlichen Dateiformaten, teilweise gezippt. Oder: 73 MB verteilt in elf Anhängen (allein das Abizeugnis verbrauchte schon 16 MB).
  • Dateinamen: So nicht: "L E B E N S L A U F Für Franca"? Wer ist Franca? Wir waren es jedenfalls nicht und der Bewerber hieß auch nicht Franca. Besser: "Bewerbung_Unternehmen_Vorname_Nachname.pdf".
  • E-Mail-Absender-Adresse: Aus Datenschutzgründen kann ich hier keine Beispiele aufführen - leider. Denn die sind teilweise zum Schreien. Schlimmer wäre wohl nur geile_maus69@hotmail.com. Tipp: Um seriös rüberzukommen, legt euch gescheite E-Mail-Adressen für eure Bewerbungen zu, zum Beispiel: vorname.nachname@woihrhaltseid.de.
  • Kontaktdaten: Auch wenn man es nicht glauben mag - nicht jede Bewerbung enthält vollständige Kontaktdaten des Kandidaten. Zum einen sollte schon in der E-Mail eine Signatur enthalten sein. Zum anderen gehören vollständige Kontaktdaten in die Unterlagen. Peinliches Anekdötchen: Weil wir einmal weder Telefonnummer noch E-Mail-Adresse hatten und keinen Brief schreiben wollten, blieb uns nur die Suche übers Web. Fündig wurden wir auf StudiVZ.
  • Schreibfehler: "Da ich mit dem Gedanken spiele, nach meinem Studium im Bereich Journalismus zu arbeiten, bietet mir Ihr Praktikum die möglichkeit, erste Ehrfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen." Klar, eine fehlerfreie  Bewerbung ist schwer. Aber gerade wenn man sich in einer Redaktion bewirbt, sollte man fehlerfrei schreiben können und stilistische Grundregeln beachten. Wenn ich dann noch lese, dass der Bewerber im Deutsch-LK 15 Punkte hatte, zweifle ich doch sehr.
  • Länge des Anschreibens: Unser Kürze-Rekord: drei Zeilen. Unser Länge-Rekord: knapp drei Seiten. Tipp: Mit einer Seite, inklusive Kopfzeile, Betreff, Ort und Datum, liegt ihr richtig.
  • Länge der Bewerbung: Der Rekord liegt bei 36 Seiten inklusive Inhaltsverzeichnis - das brauchte ich dafür auch. Allein Anschreiben und CV umfassten acht Seiten. Die Grundregel lautet: eine Seite Anschreiben, max. zwei Seiten Lebenslauf und dann die relevanten Zeugnisse. Wer jede Bescheinigung für jeden Kurs, jede Veranstaltung und jede zweistündige Nebentätigkeit beilegt, zeigt, dass er nicht priorisieren kann.
  • Schlampigkeit und Einheitsbrei: Bewerbungsunterlagen sollen vollständig, ordentlich, fehlerfrei und individuell sein. Ich sehe einer Bewerbung an, ob sie an ein Unternehmen angepasst wurde, oder ob es sich um ein Massenschreiben handelt, das an zig Arbeitgeber geschickt wird. Besonders dann, wenn Bewerber sich nicht mal die Mühe machen, Firma, Adresse und Ansprechpartner korrekt auszutauschen. P.S.: Lukas Oldenburg freut sich nicht über solche Anreden: "Sehr geehrter Herr Lukas".
  • Bewerbungsfoto: Auch hier wünschte ich, Bilder posten zu dürfen. Das hätte großen Unterhaltungswert. Meine No-go-favorites: Bewerber zwischen drei riesigen Teddybären und Urlaubsfoto mit verschwitztem Wandersmann. Tipp: Ihr müsst keine High-end-Fotosession für Hunderte von Euro durchposen, aber ein seriöses, professionelles Bild in angemessener Kleidung und ordentlichem Erscheinungsbild sollte es schon sein.
  • Soziales Engagement: "Zur Zeit beteilige ich mich noch an einem Wettbewerb der Universität Siegen. [...]Ein sogenanntes Brückenbau-Wettbewerb. [...] Eine Brücke zu bauen, nur mit Papier und Pappe inklusive Klebstoff, und einem Maximalgewicht von 240Gramm." Ja, auf so was hat die Gesellschaft gewartet. Und die Unternehmen auch. Dicke Pluspunkte sammelt ihr auch, wenn ihr alle Recruiting-Workshops unter diesem Punkt aufzählt, die ihr jemals mitgemacht habt (Achtung, das war ironisch.). Soziales Engagement zeichnet sich dadurch aus, dass man etwas für andere tut, und zwar dauerhaft und von Herzen. "Engagement" sollte also schon erkennbar sein.
  • Adjektiv-Terror: Natürlich müsst ihr euch mit eurer Bewerbung verkaufen, aber bitte nicht durch eine endlose Aneinanderreihung von positiven Adjektiven à la: "Ich bin mit Leib und Seele dabei, mit meiner ganzen Persönlichkeit, bin konzentriert, fokussiert, arbeite präzise und bin pro-aktiv. Ich arbeite gerne selbstständig und unter Eigenverantwortung, damit ich aus meinem ganzen kognitiven, affektiven und kreativen Potenzial schöpfen und pro-aktiv innovative Ideen generieren kann." Tipp: Schreibt zu den positiven Eigenschaften eine Begründung: Bei welchem Projekt habt ihr zum Beispiel Kreativität und Eigenverantwortung unter Beweis gestellt?

Puh, das ist eine ganz schön lange Liste. Ich hoffe, es fühlt sich keiner auf den Schlips getreten. Aber ich möchte schließlich auch einen pädagogischen Auftrag zu eurem Besten erfüllen - denn eure Bewerbungen sollen euch ja zum Traumjob bringen. Daher noch ein letzter Kritikpunkt und Ratschlag:

Faulheit: Wenn wir schon netterweise zurückschreiben und euch bitten, die Unterlagen noch mal zu überarbeiten, weil ihr damit keine Chance beim Unternehmen haben werdet, dann bitte NICHT eine Reaktion wie diese: "Ich habe noch nie ein Motivationsschreiben geschrieben und habe dafür auch keine Zeit. Bitte leitet das so weiter".

In diesem Sinne: Alles Gute für eure Bewerbungen! Und im Zweifelsfall gilt: Nachfragen, zum Beispiel in der e-fellows.net community.

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Egal, ob du dich auf ein Praktikum, einen Job oder ein Stipendium bewirbst: Wir haben hier die wichtigsten Infos zum Thema Bewerbung zusammengefasst.

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Kommentare (53)

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  1. Sabine Würkner

    @Robert: Nicht ärgern - was passiert ist, ist passiert. Ich persönlich finde es besser, nochmal nachzuhaken. Schick einfach deine korrigierte Version der Bewerbung rüber, entschuldige dich für den Fehler und fertig. Irren ist menschlich und einen Fehler einzugestehen hat Größe. Klar, es gibt Personaler, bei denen kannst du danach nix mehr gut machen. Das wäre dann halt Pech und auch nicht mehr zu ändern. Viele werden es dir aber auch verzeihen. Ich persönlich fände das ok. Du wärst dann nicht bei mir unten durch. Kürzlich hatte ich es allerdings, dass ich dreimal eine Bewerbung mit den Worten "Oh, da hat sich wohl der Fehlerteufel eingeschlichen" bekommen habe. Selbst in der dritten Version war noch an einer Stelle das falsche Unternehmen drin. Damit hatte dann auch meine Geduld ein Ende. Einen Vorteil haben solche Fehler: Der Schrecken sitzt so tief, dass man ihn gewiss kein zweites Mal macht. Also, Kopf hoch. Ich drück dir die Daumen!

  2. robert

    mir ist ein schrecklicher fehler unterlaufen: ich habe mich auf eine stelle beworben und habe mitten im text den namen einer anderen firma benutzt, bei der ich mich auch beworben habe. der text war schon genau auf die stelle zugeschnitten, aber da es sich um die selbe tätigkeit handelt, hab ich das meiste kopiert. bewerbung per email und ist schon abgeschickt. (ja, ich weiss: keine wichtigen unterlagen vor dem ersten kaffee abschicken) sollte ich jetzt irgendwie aktiv werden oder lieber nichts tun? wäre nett wenn jemand antworten könnte der "auf der anderen seite des schreibtischs" sitzt. Gruss Robert

  3. Carlos

    "Ich **** bin ein selbstbewusster, fachlich hochkompetenter Jurist, der sich in seinen 2,5 Jahren Anwaltstätigkeit durchaus einen Namen unter seinen Mandanten machen durfte – kurz: ich bin ein Könner in meinem Fach und würde als solcher gerne Ihr mit Sicherheit anspruchsvolles Team unterstützen. Denn Teamfähigkeit nenne ich ebenfalls mein Eigen." HAHAHAHA, da zieht's einem ja die schuhe aus!

  4. Sabine

    @Wolfgang: Hier findest du bei uns alles rund um das Thema Bewerbungstipps: http://www.e-fellows.net/go/to/19515 Und hier findest du praktische Tools, um z.B. deine PDFs aufzumöbeln: http://www.e-fellows.net/go/to/10959

  5. Wolfgang

    Sehr amüsanter Artikel. Fortsetzung erwünscht. :-D Ich bin selbst Hochschulabsolvent und müsste mir mal eure Seiten in Ruhe durchlesen, denn an meinen Unterlagen gibt es einiges zu optimieren, unter anderem das Zusammenfügen zu einer einzigen PDF. Das erhöht nicht nur für die Adressaten, sondern auch für mich selbst die Übersicht. :)

  6. Sabine

    @Christoph: Ja, wir wollen unser Blog auch insgesamt stärker in den Fokus rücken. Die Erfahrungsberichte sind zum Beispiel auch von der Website hier her gewandert. Das passt einfach besser, weil das Blog interaktiver ist. Eignet sich besser, um Erfahrungen weiterzugeben und sich über die Kommentare auszutauschen. Und so soll es ja sein. @Verena: lol - Danke für deinen Kommentar. Ist immer wieder witzig, wie man sich selbst ins Abseits stellen kann.

  7. Verena

    @Christoph: Da kann ich mich 100% anschließen - selbstbewusst präsentieren ja, aber man sollte nicht zu dick auftragen. Ich hatte vor einiger Zeit einen Bewerber, der mir im Anschreiben seinen Studiengang als besonders anspruchsvoll verkaufen wollte. "...deswegen sind die Inhalte in diesem Studiengang auch viel anspruchsvoller als in anderen vergleichbaren Studiengängen dieses Fachs, zum Beispiel an der Uni XY" Blöd nur, dass ich an eben dieser Uni XY studiere...

  8. Christoph H.

    Sehr netter Artikel. Die meisten interessant klingenden Themen sind ja leider im für mich (noch) geschlossenen Community-Bereich anzutreffen. Darum finde ich es super, wenn solch Amüsantes in diesem Blog öffentlich gemacht wird, damit auch Nicht-bzw. Möchtegern-e-fellows belustigt werden :)

  9. Sabine Würkner

    Super, Danke Christoph, für diese weitere geniale Anekdote! Wir haben in der Community auch noch Anekdoten der e-fellows gesammelt (https://www.community.e-fellows.net/qanda/question/view/id/17135). Ich glaube, da muss ich noch einen Follow-up-Artikel draus basteln.

  10. Christoph

    Liebe Sabine, ein genialer Artikel! Noch ein Hinweis: Auch die Selbsteinschätzung sollte zwar realistisch sein und man darf gerne selbstbewusst herüberkommen, jedoch bitte nicht vergesse, dass man sich bewirbt und dies meist bei seinem zukünftigen Chef - oder halt nicht, wie es letztens einer bei uns tat: "Ich **** bin ein selbstbewusster, fachlich hochkompetenter Jurist, der sich in seinen 2,5 Jahren Anwaltstätigkeit durchaus einen Namen unter seinen Mandanten machen durfte - kurz: ich bin ein Könner in meinem Fach und würde als solcher gerne Ihr mit Sicherheit anspruchsvolles Team unterstützen. Denn Teamfähigkeit nenne ich ebenfalls mein Eigen." Mhh, der "Könner in seinem Fach" wurde überraschenderweise nicht eingeladen. Beste Grüße Christoph

  11. Sabine Würkner

    @Robin: Danke für deine Anmerkungen. Aber ganz ehrlich: Widersprichst du dir nicht selbst. Wenn dein Freizeitaktivitäten wirklich so privat sind, dann frage ich mich, was sie im Internet zu suchen haben. Soviel Netzkompetenz erwarte ich von jungen Leuten, dass sie, wenn sie ihre Hobbys zu abstrus finden, diese nicht auf ihrem Profil für Fremde freischalten. Selbst, wenn ein Personaler nicht gezielt danach sucht, kann es sein, dass er trotzdem über deine Daten stolpert - auch, wenn die Wahrscheinlichkeit gering ist. Aber prinzipiell ist es möglich. Und bei uns ist es nochmal ein Sonderfall: Wir sind eine Online-Plattform. Wer sich bei uns bewirbt, muss genau diese Medienkompetenz mitbringen. Das gehört zu den Fähigkeiten, die nicht mehr nur was mit dem Privatleben zu tun haben, sondern mir zeigen, dass er/sie sich mit dem Medium auskennt. Wenn ich bei einem Bewerber Angst haben muss, dass er während seines Praktikums oder Jobs bei uns nur irgendwelche Blödsinn in virtuelle Welten in unseren Namen herausposaunt, dann überlege ich mir dreimal, ob er/sie geeignet ist. Aber insgesamt kann ich das für uns auch wieder relativieren und dich beruhigen. Ein abstruser Humor ist bei uns keine Seltenheit. Humor, Offenheit und Kommunikationsstärke sind auch Fähigkeiten, die man bei uns mitbringen muss. Wenn du die Kommentare zu diesem Posting genau liest, dann wird dir eine Person auffallen, die ein Praktikum bei uns gemacht hat und die hier nicht umsonst ein wenig geschmunzelt hat ;-) ...ein sehr guter Praktikant übrigens.

  12. Robin Hau

    Liebe Sabine, ich finde dieser Absatz widerspricht dem, was Du davor gesagt hast und finde ihn außerdem höchst bedenklich: "Wenn ich auf nem StudiVZ-Profil bin und sehe, dass jemand in 50 Gruppen drin ist, dann sollten zumindest ein paar ernsthafte Gruppen darunter sein (z.B. Gruppen, die etwas mit dem Studienfach oder einem Hobby zu tun haben). Wenn ich ausschließlich Sauf-Party-Blödsinn-Gruppen sehe, dann frage ich mich schon, ob der Bewerber in der Lage ist, zum Beispiel ernsthaft mit wichtigen Kunden umzugehen." Abgesehen davon, dass ich glaube, dass man als Personaler gegen geltendes Recht verstößt, wenn man ohne deren Zustimmung Nachforschungen über Bewerber anstellt, sehe ich nicht ein, warum etwas, dass ich in meiner Freizeit und rein zu meinem persönlichen Spaß tue, herangezogen werden sollte, um meine berufliche Eignung zu beurteilen. Zu einen fände ich eine solche Beurteilung aus ethischer Hinsicht sehr problematisch und zum anderen schätze ich, dass die prädiktive Validität solcher Informationen noch erheblich geringer ist, als die der üblichen Instrumente, die zur Personalauswahl zur Verfügung stehen. Das Thema liegt mir sehr am Herzen, auch weil ich selber (im Privatleben) einen recht abstrusen Humor habe, der wohl manche Leute abschrecken würde, deswegen klinge ich vielleicht ein wenig überkritisch. Ich fand den Artikel sehr lesenswert.

  13. Sabine Würkner

    @JKoepf: Ja, bei der Menge der Anhänge scheiden sich wohl die Geister. Im Idealfall trifft man halt immer die Vorliebe des Empfängers, der die Unterlagen begutachten muss. @Rachel: Das ist wohl wahr - die ganzen kleinen Anekdötchen bleiben einfach hängen und sind immer wieder erheiternd.

  14. Rachel

    Die besten Geschichten schreibt nun mal das Leben ;-)

  15. » Wir haben eh keine Zeit – Personaler im Internet

    [...] Online veröffentlicht wurde. Wer nämlich jedes Jahr tausende Bewerbungen bekommt und dabei die Fehlgriffe aussortieren muss wird sich hüten, diese Bewerber auch noch alle zu googeln. Die Personaler haben [...]

  16. Piet

    Konsens;-) Schön, dass Ihr bezüglich der Bilder auch lockerer seid. Dass seriöse Information dominieren sollte, sehe ich persönlich genauso, möchte aber niemandem vorschreiben, wie er seine Netzwerke zu pflegen hat. Bezüglich der fehlenden Kontaktdaten hast Du natürlich völlig Recht.

  17. Sabine Würkner

    @Piet: Nochmal: Der Pipimann auf dem studiVZ-Profil war überhaupt nicht das Problem. Hat zwar natürlich auch bei uns erstmal für riesen Stimmung gesorgt, denn solche Geschichten sind einfach witzig und bleiben im Gedächtnis. Aber das Problem war, dass keine Kontaktdaten in der Bewerbung enthalten war. Und das ist halt unprofessionell und schlichtweg schlecht zu handhaben. Ich muss den Bewerber ja irgendwie kontaktieren können. Darüber sind wir uns wohl einig. Wie gesagt, Online-Aktivität ist bei uns immer ein Pluspunkt bzw. sogar ein Muss. Wir sehen über peinliche Fotos eigentlich immer mit einem Schmuzeln hinweg, solange man auch etwas Sinnvolles im Netz zur Person findet. Und wir haben auch nie jemanden deswegen entlassen. Ich gebe dir schon Recht, dass man nicht über jedes Foto, das von einem im Netz ist, die Kontrolle haben kann. Aber ein bisschen aufpassen würde ich schon - nicht nur aus Karrieregründen. Nur Mist sollte man nicht über sich im Internet rumschwirren lassen. Wenn ich auf nem StudiVZ-Profil bin und sehe, dass jemand in 50 Gruppen drin ist, dann sollten zumindest ein paar ernsthafte Gruppen darunter sein (z.B. Gruppen, die etwas mit dem Studienfach oder einem Hobby zu tun haben). Wenn ich ausschließlich Sauf-Party-Blödsinn-Gruppen sehe, dann frage ich mich schon, ob der Bewerber in der Lage ist, zum Beispiel ernsthaft mit wichtigen Kunden umzugehen.

  18. JKoepf

    Die Meinung über die Anzahl der Dokumente im Anhang ist offenbar sehr kontrovers. Allerdings würde ich bei einer professionellen Personalabteilung auch erwarten, dass man außer dem kostenlosen Adobe Reader auch eine professionelle Software hat (Beispiel: Adobe Acrobat), mit der sich einzelne PDFs zu einem einzigen PDF zusammenfügen lassen (und vice versa). Schließlich gehören PDFs zum Tagesgeschäft von Personalabteilungen. Adäquate Software muss daher vorhanden sein. Gruß, J.Koepf

  19. Piet

    Bezüglich des "Pimmelns" und der StudiVZ Seiten sollten wir alle mal was lockerer werden. Jeder Mensch ist auch Mensch und soziale Netzwerke sind eben - wie der Name schon sagt - soziale Netzwerke. Sie dienen dem Sozialleben eines Individuums. Meine Angestellten können soviel pimmeln wie sie wollen und mit wem sie wollen, solange sie sich im Betrieb freundlich verhalten und ordentlich arbeiten. Unsere Einstellungen bezüglich Internetplattformen, die der rein privaten Entfaltung von Menschen dienen oder bezüglich Jugendsünden, deren Fotos man irgendwann irgendwo mal im Netz gefunden hat, sollte sich dringend ändern. Denn die Möglichkeiten, Menschen im Netz ausfindig zu machen, haben technisch gerade erst begonnen. Außer einem zwinkernden Auge wird uns im Umgang damit wohl nicht viel übrig bleiben, denn inzwischen sind mehr als 80% aller 15 bis 25jährigen über irgendwelche Infos im Internet angreifbar, jedenfalls nach der hergebrachten Etikette. Daher, denke ich, ist es Zeit diesbezüglich die Etikette zu überdenken, wenn wir nicht allenthalben wegen ein paar "Pimmeln" Mitarbeiter entlassen wollen.

  20. Sabine Würkner

    @Nicole: Danke für deinen Kommentar. Du bringst hier das andere Ende des Spektrums an: Die high-end super-perfekte Bewerbung. Also das farbliche Anpassen an die Unternehmensfarben halte ich persönlich für übertrieben. Diese Arbeit kann man sich in meinen Augen sparen. Letzten Endes überzeugen vor allem die Qualitäten eines Bewerbers, die in eine ordentlich Bewerbungsform gegossen werden müssen. Wichtig fürs Layout sind: Ordnung und Übersichtlichkeit. Zuviel Design-Gedöns macht es dann irgendwann unübersichtlich. Klares Schriftbild, ein paar Trennlinien, deutliche Überschriften, klare Absätze, gescheites Foto, saubere/leserliche/gerade Scans - dann liegst du richtig. Gib deine Bewerbung mal einer dritten Person. Die soll mal in fünf Minuten drüberscannen und dir dann erzählen, ob sie einen Eindruck von dir gewinnen konnte. Das ist immer ein guter Test. Zum Lebenslauf: Klar, je jünger man ist, desto weniger Stationen hat man für den Lebenslauf. Das Aussortieren wird wichtiger, je älter man ist. Das Abizeugnis interessiert nach ein paar Jahren Berufserfahrung niemanden mehr. Aber auch als Absolvent muss man manchmal ehrlich zu sich sein: Muss ich den dreiwöchigen Nebenjob in der Eisdiele wirklich mit aufnehmen? Interessiert das Unternehmen der erste Preis bei der Mathe-Olympiade in der dritten Klasse? Wird es jemand ernst nehmen, wenn ich unter "Soziales Engagement" Teilnahme am Infotag für meine Uni schreibe. Du musst halt schauen, welche Stationen in deinem Lebenslauf auf das Unternehmen passen. Gibt es viel Kundenkontakt im Job, dann kann ein Nebenjob in der Gastronomie passend sein. Als Softwareentwickler ist das aber unwichtig. Was ich immer in Lebensläufen begrüße, ist, wenn die Leute zu einzelnen Stationen stichwortartig (keinen Romen schreiben) aufschreiben, was sie gemacht haben. Zum Beispiel Hauptaufgaben/Projekte im Praktikum XY. Dann sehe ich, ob jemand im Top-Konzern nur Kaffee gekocht hat oder in einem kleinen Unternehmen ein eigenständiges Projekt bearbeitet hat. Letzteres würde bei mir mehr Punkte bekommen, obwohl der Name viell. nicht so bekannt ist.

  21. Sabine

    >>"Ich bin etwas erstaunt, dass das Anschreiben, der Letter of Motivation auf eine einzelne Seite begrenzt sein soll. Mit Briefkopf (Fenstercouvert) und Schlusszeile geht bei mir schon gut die halbe Seite drauf. Wenn ich zu den 4, 5 wichtigen Punkten im CV je ein, zwei Saetze sagen soll und je einen Aspekt meiner Arbeit und Persoenlichkeit anspreche, sind 1 1/2 Seiten schnell vollgeschrieben." @Anonym Am 26. April 2010 um 19:25 Uhr: Eine ganz wichtige Regel beim Anschreiben: Gib dort nie einfach deinen gesamten Lebenslauf wider. Denn dafür hast du ja auch deinen Lebenslauf. Wenn du den nur wiederholst, kannst du dir auch eines von beiden sparen. Im Anschreiben verkaufst du dich. Warum willst du zum Unternehmen? Warum passt du auf die Stelle. Da greifst du zwar Stationen aus dem CV raus, aber nur die wichtigen. Und damit zeigst du dann, dass du in diesen Stationen das gelernt hast, was für die ausgeschriebene Stelle wichtig ist. Also nicht einfach schreiben: Ich habe Praktikum bei XY gemacht. Sonder: Bei meinem XY-Praktikum habe ich in Aufgabe/Projekt Z das und das gemacht/gelernt. Beim Anschreiben geht es auch um die Kunst des Priorisierens: Was ist am wichtigsten? Was sind die besten Argumente? Man muss lernen, etwas wegzulassen. Das fällt besonders schwer, solange man noch an der Uni ist, weil im wiss. Umfeld mehr Wert auf Ausführlichkeit gelegt wird. In der Praxis wird aber jeder Personaler stöhnen, wenn er mehr als eine Seite Anschreiben bekommt. Und stöhnende Personaler sollte man vermeiden. Für die Details ist dann Platz im Vorstellungsgespräch. Dann kannst du auch ausführlich z.B. über deine Diss. erzählen. Dafür musst du aber erstmal mit deiner Bewerbung überzeugen.

  22. Sabine

    >>"Solange sich viele Unternehmen das Anschreiben nicht durchlesen, selbst nur standard-antworten verschicken und sich von ihren konkurrenten nur marginal unterscheiden, kann man den Bewerbern wohl nicht verübeln wenn sie sich beim Anschreiben nicht zu sehr den Kopf zerbrechen." @Anonym Am 26. April 2010 um 17:55 Uhr: Das mag ja alles sein. Trotzdem sitzen schlussendlich die Personaler am längeren Hebel. Wenn du dann halt doch an ein Unternehmen gerätst, dass sich auch dein Anschreiben durchliest, dann sollte es für genau diesen Fall mit etwas mehr Engagement geschrieben sein.

  23. Nicole

    Hallo, zuerst schließe ich mich mal den zahlreichen Lobreden für diesen Beitrag an. Ich bin gerade selbst im "Bewerbungsstress", da kommen die Hinweise nochmal gut, obwohl ich hoffe, selbst keine großen Patzer gemacht zu haben. Interessant finde ich die Diskussion um die Anzahl der PDF Anhänge. Bisher habe ich auch immer 3 Dateien verschickt (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse), weil ich eben auch dachte, ich mache es dem Personaler damit einfacher. In Zukunft werde ich das ändern, denn letztendlich zählt wohl, was man in der Personalabteilung sehen will und nicht, was ich persönlich besser finde. Eine Frage habe ich zur individuellen, unternehmensbezogenen Gestaltung der Bewerbung: Klar formuliert man jedes Anschreiben neu, man bewirbt sich ja auch auf unterschiedliche Stellen. Meinen Lebenslauf gestalte ich dagegen nicht so sehr um, da ich als frischgebackene Uni-Absolventin ehrlich gesagt gar nicht so viel zu berichten habe und es nicht wirklich was zum Aussortieren gibt. Oder sollte ich auf diesem Punkt doch noch mehr Wert legen? Sollte der Lebenslauf nicht einen möglichst umfassenden Überblick über meine Kenntnisse und Erfahrungen liefern (solange es zwei Seiten nicht überschreitet)? Jetzt habe ich außerdem gehört, dass einige ihre Bewerbung sogar farblich und stilistisch an das Auftreten des Unternehmens anpassen. Ich halte das für etwas übertrieben oder zumindest grenzwertig, hat so was von "Einschleimen"... Was meint ihr dazu?

  24. Verena Kolb

    @mehrere/ein Anhang: In der Tat hängt die beste Form davon ab wie die Bewerbung im Unternehmen weiter bearbeitet wird. Ich drucke z.B. nur sehr selten Bewerbungen aus - und wenn, dann nur den Lebenslauf und das Anschreiben. Da ist es einfacher die Datei zu markieren und auf "Drucken" zu klicken, als in das Druckmenü zu gehen und einzeln einzugeben welche Seiten gedruckt werden sollen. Wenn die Bewerbungsmappe zwischendurch manuell gespeichert wird ist natürlich eine einzige Datei einfacher.

  25. Anonym

    Ich bin etwas erstaunt, dass das Anschreiben, der Letter of Motivation auf eine einzelne Seite begrenzt sein soll. Mit Briefkopf (Fenstercouvert) und Schlusszeile geht bei mir schon gut die halbe Seite drauf. Wenn ich zu den 4, 5 wichtigen Punkten im CV je ein, zwei Saetze sagen soll und je einen Aspekt meiner Arbeit und Persoenlichkeit anspreche, sind 1 1/2 Seiten schnell vollgeschrieben. - Oder wollt Ihr zu Promotion (Der Titel der Promotion sagt dem Laien rein garnichts, ich muss bischen kommentieren, was ich da eigentlich mache?), Interdisziplinaerem, Verantwortung fuer eine Sportmannschaft, ehrenamtliches Engagement in zwei verschiedenen Bereichen und wirtschaftlicher Erfahrung nicht mehr Details wissen? Danke aber fuer den Tipp, alles in ein einzelnes pdf zu packen.

  26. Anonym

    "Bewerbungsunterlagen sollen vollständig, ordentlich, fehlerfrei und individuell sein. Ich sehe einer Bewerbung an, ob sie an ein Unternehmen angepasst wurde, oder ob es sich um ein Massenschreiben handelt, das an zig Arbeitgeber geschickt wird." Solange sich viele Unternehmen das Anschreiben nicht durchlesen, selbst nur standard-antworten verschicken und sich von ihren konkurrenten nur marginal unterscheiden, kann man den Bewerbern wohl nicht verübeln wenn sie sich beim Anschreiben nicht zu sehr den Kopf zerbrechen.

  27. Sabine Würkner

    @Curry-Jupp: Jaja, deine E-Mail-Adresse.... Naja, ich sag nix. Aber wir haben dich ja trotzdem genommen ;-)

  28. Sabine Würkner

    Also ich druck mit die Unterlagen von Bewerbern aus, die zum Gespräch eingeladen werden, um die mit ins Gespräch zu nehmen. Dann hab ich alles vorliegen und kann vorab Fragen dazuschreiben und später mitschreiben.

  29. Lukas Oldenburg

    "Ich glaube (bzw. ich hoffe) nicht, dass Bewerbungen komplett ausgedruckt werden… Wozu? Der große Vorteil von Online-Bewerbungen ist doch, dass man die Daten alle übersichtlich am Bildschirm hat und NICHT ausdrucken muss. Oder druckt ihr auch alle eure E-Mails aus? Wenn die Bewerbungen aber tatsächlich ausgedruckt werden, dann verstehe ich nicht, wieso viele Unternehmen heutzutage fast schon allergisch auf Papier-Bewerbungen reagieren. Also entweder man will die Bewerbungen auf Papier bearbeiten, dann wäre es doch das einfachste, die Bewerber drucken sie gleich selbst aus. Oder man will kein Papier, sondern lieber alles elektronisch bearbeiten, dann bietet sich die E-Mail-Bewerbung an. Aber E-Mail-Bewerbungen fordern und dann einfach alles auszudrucken, scheint mir ziemlicher Irrsinn zu sein. Geht es wirklich so in den Personalabteilungen zu, liebe Personaler?" Selbst wenn man sie nicht einzeln ausdruckt, muss man sie ja schon einzeln öffnen und dann nicht durcheinanderkommen bei den vielen Fenstern, die man gerade offen hat. Aber es ist in der Tat erschreckend, was in deutschen Unternehmen noch alles ausgedruckt wird.

  30. Curry-Jupp

    Puh!!! Ich dachte schon, jetzt lese ich bald etwas aus meiner Bewerbung von damals, bei den Punkten e-Mail und StudiVZ-Profil hab ich schon gezittert... Aber anscheinend Glück gehabt. =) Viele Grüße an das super Team vom anderen Ende der Welt, der Curry-Jupp

  31. Sabine Würkner

    @Martin: Es gibt bei uns einige Leute, die bei der Anmeldung die Felder "Vorname" und "Nachname" verwechselt haben. Die bekommen dann E-Mail mit "Hallo Nachname" ;-) @Karsten: Vielen Dank für die Blumen!

  32. Karsten

    Hallo, großes Lob für diesen amüsanten Beitrag. Macht sehr Spaß ihn zu lesen und auch wenn es die extremsten Beispiele sind, spiegeln sie doch leider die Wirklichkeit wider. Meiner Meinung nach, kann sich jeder informieren und eine gute Bewerbung hinlegen, wenn er es nur wirklich will! Wenn er es nicht schafft, hat er den Traumjob auch nicht verdient! Viele Grüße und weiter so! Karsten

  33. Martin

    Zitat: "Ich sehe einer Bewerbung an, ob sie an ein Unternehmen angepasst wurde, oder ob es sich um ein Massenschreiben handelt, das an zig Arbeitgeber geschickt wird. Besonders dann, wenn Bewerber sich nicht mal die Mühe machen, Firma, Adresse und Ansprechpartner korrekt auszutauschen." Die einzige E-Mail meines Lebens, die mit "Hallo Nachname!" begann, habe ich von e-fellows bekommen. Ich glaube also kaum, dass Ihr Euch zu weit aus dem Fenster lehnen solltet.

  34. Anonym

    Zitat von Lukas Oldenburg: "Was spricht gegen mehr [als eine Datei]? Ganz einfach: Es macht dem Empfänger mehr Arbeit. In der Regel ist der PRozess mit Bewerbungen dieser: Öffnen, auf allerersten Eindruck durchscannen, ausdrucken." Ich glaube (bzw. ich hoffe) nicht, dass Bewerbungen komplett ausgedruckt werden... Wozu? Der große Vorteil von Online-Bewerbungen ist doch, dass man die Daten alle übersichtlich am Bildschirm hat und NICHT ausdrucken muss. Oder druckt ihr auch alle eure E-Mails aus? Wenn die Bewerbungen aber tatsächlich ausgedruckt werden, dann verstehe ich nicht, wieso viele Unternehmen heutzutage fast schon allergisch auf Papier-Bewerbungen reagieren. Also entweder man will die Bewerbungen auf Papier bearbeiten, dann wäre es doch das einfachste, die Bewerber drucken sie gleich selbst aus. Oder man will kein Papier, sondern lieber alles elektronisch bearbeiten, dann bietet sich die E-Mail-Bewerbung an. Aber E-Mail-Bewerbungen fordern und dann einfach alles auszudrucken, scheint mir ziemlicher Irrsinn zu sein. Geht es wirklich so in den Personalabteilungen zu, liebe Personaler? Ich könnte mir höchstens vorstellen, dass man mal den Lebenslauf ausdruckt, um ihn im Bewerbungsgespräch durchzugehen. Aber auch da wären einzelne Dateien dann einfacher beim Ausdrucken, anstatt die passenden Seiten aus einem großen PDF-File herauszusuchen.

  35. Sabine Würkner

    @Benjamin: "FAE (Frequently Annoying Errors)" => Sehr gut. Ich lach mich schlapp! Das sollte man sich wirklich mal überlegen und das Pferd von dieser Seite herum aufzäumen. @Christiane: Mich persönlich nerven Zip-Dateien, weil es einfach noch ein weiterer Arbeitsschritt mit dem Entpacken ist. Aber für mich ist das Zippen in diesem Fall auch einfach etwas veraltet. Zum einen hat sich die MB-Grenze für Bewerbungen erweitert. Früher hieß es: max. 1 MB. Heute sind 5 MB okay. Damit sollte eigentlich jeder hinkommen. Heutzutage kann man auch erwarten, dass Bewerber mit entsprechenden Tools vertraut sind, die die Dateigröße verringern (z.B. bei Zeugnis-Scans). Fraglich finde ich auch, ob eine Bewerbung überhaupt >15 Seiten enthalten muss. Klar, je länger man im Berufsleben steht, desto mehr Unterlagen hat man gesammelt. Oder in Jobs, wo Arbeitsproben üblich sind, können schon mal mehr Unterlagen zusammen kommen. Allerdings muss man auch mal aussortieren. Das Abizeugnis ist z.B. ab einer gewissen Karrierestufe einfach nicht mehr interessant. Das spart i.d.R. gleich vier Seiten. @Cordula: Vielen Dank für deinen Kommentar und vor allem den Hinweis mit dem klickbaren Inhaltsverzeichnis. Das ist sicher für viele hilfreich!

  36. Cordula

    Hi Sabine, vielen Dank fuer die Hinweise zur Bewerbung, ich finde es prima, dass ihr diesen Service zur Ueberarbeitung ueberhaupt anbietet. Zu der Disskussion mit dem einen oder mehreren Dateianhaengen habe ich noch einen Gedanken: Man kann mehrere einzelne pdf Dateien so zusammen in ein neues Dokument packen, dass sie hierarchisch und mit klickbarem Inhaltsverzeichnis erscheinen. So kann man innerhalb des einen Dokuments spezielle Kapitel (Anschreiben, CV, Zeugnisse, etc) einfacher finden.

  37. Christiane Mietzsch

    Noch eine Frage zu den Anhängen: wie sieht die Meinung zu gezipten Anhängen aus? Es befindet sich dann alles in einem "Paket", aber das Öffnen gestaltet sich vermutlich noch umständlicher. Andererseits finde ich es persönlich auch unintuitiv alles in ein >15 Seiten langes PDF zu packen. Ein wirklich gelungener, amüsanter Beitrag! Anmerken würde ich noch dass Übung den Meister macht - die ersten Bewerbungen dauern lange und trotzdem sind sie irgendwie nicht "rund", aber es wird mit jedem Mal einfacher.

  38. Benjamin Holfeld

    So eine Liste an typischen Fehlern sollte jeder Neu-Bewerber bekommen! Anstelle einer FAQ z.B. eine "FAE" (Frequently Annoying Errors) auf die man seine Bewerbung vor Absenden durchchecken muß... Bei den sozialen Netzwerken hat man natürlich immer das Problem, dass es unseriöse Einträge auf der Pinnwand geben kann. Ich denke man sollte sein komplettes Profil daher nicht öffentlich zugänglich machen.

  39. Lukas Oldenburg

    "Was stört denn bitte an bspw. fünf Anhängen an einer E-Mail? Falls man die E-Mail innerhalb des Unternehmens noch weiterleiten muss, werden doch auch automatisch die Anhänge mit weitergeleitet, also sehe ich das Problem ehrlich gesagt nicht." Ich kenne ehrlich gesagt keinen Ratgeber, der mehr als einen oder von mir aus noch 2 Anhänge empfiehlt (1 für Anschreiben und CV, einen für Zeugnisse). Was spricht gegen mehr? Ganz einfach: Es macht dem Empfänger mehr Arbeit. In der Regel ist der PRozess mit Bewerbungen dieser: Öffnen, auf allerersten Eindruck durchscannen, ausdrucken. Der Personaler bekommt viele Bewerbungen. Bei jeder Bewerbung mehrere Dateien zu öffnen, dauert länger, als jeweils nur eine Datei zu öffnen. Ist es schon kompliziert, mehrere Dateien nebeneinander zu bearbeiten/durchzusehen, so fängt das Chaos erst recht an, wenn er jede Datei noch einzeln ausdrucken muss. Welche von den ganzen Dateien hab ich jetzt ausgedruckt, welche fehlen noch? Noch schlimmer, wenn man mehrere Bewerber auf einmal "abarbeiten" und vergleichen will. Ich glaube, das hier trifft auf die große Mehrheit der Personaler zu. Daher steht auch mittlerweile oft bei Bewerbungen, dass man bitte alles in EINEM PDF schicken soll. Ich kann jetzt nur für mich selbst sprechen, aber wenn uns jemand mehr als drei Attachments schickt, habe ich den Rest oft gar nicht mehr angeschaut.

  40. Christoph

    @Sabine Na dann sind wir uns ja einig :) Keine Kontaktdaten ist natürlich schon eher mäßig clever :) Ich bin ja auch gerne mal etwas vercheckt, aber das sollte doch eigentlich klar sein und fast automatisch funktionieren, dass in eine Bewerbung auch Kontaktdaten mit rein müssen. Dann auch noch ne leere email als Antwort auf die Anfrage... zeigt Motivation und Interesse, oder? ;-)

  41. Sabine

    Vielen Dank für die postive Rückmeldung, Daniel, Yazdan und Christoph! Freut mich sehr, dass es euch gefällt. @Christoph: Der Pipimann auf dem studiVZ-Profil war im Grunde überhaupt nicht das Problem. Im Gegenteil: Hat natürlich auch bei uns erstmal für riesen Stimmung gesorgt. Solche Geschichten sind einfach witzig und bleiben im Gedächtnis. Aber keine Kontaktdaten mitzuschicken ist halt unprofessionell. Die Geschichte ging so aus, dass wir den Bewerber über studiVZ kontaktierten und um Kontaktdaten fragten. Zurück kam eine E-Mail, die nur eine Sache enthielt: Die E-Mail-Adresse - sonst nichts. Auch das macht sich nicht gut. Ganz grundsätzlich: Bei uns ist es immer ein Pluspunkt, wenn ein Bewerber aktiv im Internet ist. Mir ist es tausendmal lieber, wenn ich jemanden, der sich beim Karrierenetzwerk und ONLINE-Stipendium bewirbt, auf zig Plattformen als aktiven Nutzer finde. Wenn man im Netz aktiv ist und viel Sinnvolles hinterlässt, dann fällt ein Ausrutscher überhaupt nicht auf. Und wir haben hier sowieso eine große Portion Humor. Beim Vorstellungsgespräch haben wir auch schon mal Witze erzählen lassen ;-)

  42. Daniel

    Geeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeil !!!!!! :) Sehr cool, höchst unterhaltsam und doch wieder erschreckend.... Aber all meine Daumen für diesen Monat bekommst du, liebe Sabine :)

  43. Yazdan

    Hi Sabine, Fühle mich genötigt, hier auch mal was zu schreiben: Einfach nur geil(!) Ich habe selten so oft gelacht wie bei deinem Artikel, auch wenn das nicht von dir gewollt war. Ich habe deine Tipps beherzigt und mein Anschreiben angepasst, vielen Dank für deine Hilfe(!)

  44. Christoph

    Insgesamt gelungener und amüsanter Beitrag. Danke. Aber inwiefern spricht die tatsache, dass ein Bewerber Freunde mit präpubertärem Humor hat gegen seine Eignung? (Ich meine damit den Pimmel auf der studiVZ-Pinnwand) Sicher, wenn ich bewerbe, achte ich schon auch darauf, meine Seiten in sozialen Netzwerken in Ordnung zu halten, aber ich würde sie jetzt auch nicht permanent überprüfen...

  45. Sabine

    Vielen Dank für die Kommentare. Das mit der Menge von Anhängen scheint ein kontroverses Thema zu sein. Für mich persönlich (und auch für unsere Partnerunternehmen) ist es ein Graus, wenn zig Anhänge dabei sind. Für mich ist es einfacher, eine Datei zu handhaben. Ich leite meist gebündelt weiter und speichere die Unterlagen vorab ab. Da ist es einfach nervig, für jeden Bewerber einen Ordner anzulegen und zig Dateien abzulegen und zusammenzufassen - ganz zu schweigen, wenn es ans Ausdrucken geht. Im Zweifelsfall gilt: Einfach mal nachfragen, was beim Empfänger/Personaler besser ankommt. Da gibt's einfach persönliche Vorlieben.

  46. Anonym

    "Einen Punkt sehe ich aber anders: Ein einziges Dokument ist nicht unbedingt einfacher zu bearbeiten. Bei mehreren Dokumenten finde ich schneller was ich suche und muss nicht ewig durch scrollen." Da muss ich Frau Kolb absolut zustimmen! Ich habe bei meinen Bewerbungen auch immer die Dokumente auf mehrere PDF-Dateien SINNVOLL aufgeteilt. Also z.B. eine Datei für den Lebenslauf, eine für Uni-Zeugnisse, eine für Arbeitszeugnisse (natürlich NICHT jedes einzelne Zeugnis jeweils in eine Datei, aber eben auch nicht alles zusammen in eine einzelne Datei). Wenn man alles in eine Datei quetscht, dann wird es doch nur richtig unübersichtlich, weil man dann anfangen muss zu scrollen und zu suchen. Wenn eine Datei "Lebenslauf.pdf" heißt, dann kommt man mit einem Klick zum Lebenslauf. Was stört denn bitte an bspw. fünf Anhängen an einer E-Mail? Falls man die E-Mail innerhalb des Unternehmens noch weiterleiten muss, werden doch auch automatisch die Anhänge mit weitergeleitet, also sehe ich das Problem ehrlich gesagt nicht. --- Was ich bei den "typischen Patzern" noch hinzufügen würde: Das Problem, dass eine E-Mail ganz ohne Anhänge verschickt wird. Es passiert mir immer wieder, dass ich E-Mails ohne Anhänge erhalte, weil die Leute sie schlicht und einfach vergessen. Oder man betätigt versehentlich mitten beim Schreiben der E-Mail die Tastenkombination, die die Mail sofort verschickt. Dann kommt beim Personaler eine halbfertige E-Mail an...

  47. Michael

    Da sind ja wirklich ein paar Kracher dabei *lach* Der Penis ist gut... Und ich glaube, dass sich Personaler bei der Recherche _noch_ mehr Mühe geben etwas über den Bewerber herauszufinden. Wer weiß was auf dessen FB Pinwand stand ;) Manche lernen's nie

  48. Verena Kolb

    Super Zusammenstellung - ich habe auch manchmal das Bedürfnis den Bewerbern die Unterlagen zur Korrektur zurückzuschicken. Einen Punkt sehe ich aber anders: Ein einziges Dokument ist nicht unbedingt einfacher zu bearbeiten. Bei mehreren Dokumenten finde ich schneller was ich suche und muss nicht ewig durch scrollen. Wenn zB CV und Anschreiben ausgedruckt werden sollen geht das so mit einem Klick.

  49. Sabine Würkner

    Danke für das positive Feedback, Tinka und Caro. Ja, ich schicke es gern nochmal zurück. Es geht ja auch gar nicht um niedermachen, sondern fürs Lernen und Bessermachen. Dafür sollte e-fellows.net ja auch da sein :)

  50. Caro

    Liebe Sabine! Ein toller Beitrag! Und schockierende Beispiele...ein großes Lob an euch, dass ihr euch die Mühe macht, Bewerber sogar auf Mängel hinzuweisen! Schöne Grüsse aus Zürich! Caro

  51. Tinka

    Super :) Ich habe neulich sogar gehört, dass manche Unternehmen nach E-Mail-Provider aussortieren. gmx ist dann ok, web.de und hotmail nicht so. Das finde ich ja fast ein bisschen übertrieben, aber gut - was will man machen. Und nicht vergessen: gmx z.B. zeigt gerne das facebook-Profil des Nutzers an - nützt also nicht unbedingt etwas, seinen Namen zu ändern. Grüße, T.

  52. Sabine

    Danke für die Blumen, Karla. Ja, das Lachen können wir uns dann manchmal nicht verkneifen. Aber wenn noch genügend Zeit zum Bewerbungsschluss ist, dann schicken wir ja, wie gesagt, die Unterlagen auch nochmal zurück mit Tipps für den zweiten Versuch. Dann klappt's eigentlich fast immer super.

  53. Karla

    Wo ist hier der "like"-Button? Danke Sabine für deinen klaren und unterhaltsam Artikel! Hoffen wir mal, dass in Zukunft weniger solche Patzer bei euch im Büro landen. Obwohl, dann hättet ihr auch weniger zu Lachen ;)

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