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Neue Länder führen im Bildungsranking

Mathematik, Bildung, Studium, Ranking (Quelle: sxc.hu/lusi)

Mathematik, Bildung, Studium, Ranking (Quelle: sxc.hu/lusi)

Die Bildungssituation hat sich nach einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft in allen Bundesländern in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Doch schneiden die Länder im seit einigen Jahren in Gang gekommenen Bildungswettbewerb sehr unterschiedlich ab.

 Während Sachsen und Thüringen ihre Führungsposition ausbauen konnten, rutschte die Bundeshauptstadt Berlin trotz geringfügiger Verbesserungen gegenüber der Erhebung im vergangenen Jahr vom 11. auf den letzten Platz. Die größten Erfolge erzielte Mecklenburg-Vorpommern, das sich vom 16. auf den 10. Rang "vorarbeitete".
 
 Für den Auftraggeber der Studie, die Initiative Soziale Marktwirtschaft, ist dies allerdings nur ein Beleg für die große Dynamik im Bildungssektor. Denn der Punktestand von 58,3 Punkten hätte 2004, als der Bildungsmonitor des IW erstmals ermittelt wurde, der Bundeshauptstadt noch den Spitzenplatz gesichert.
 
 Die Studie vergleicht die Bildungssysteme der Bundesländer anhand von mehr als hundert Kriterien, darunter Klassengröße, Bildungsausgaben und Studiendauer. Als besonders positiv hob das IW hervor, dass im Durchschnitt aller Länder die Quote der Studienberechtigten von rund 38 Prozent im Jahr 2002 auf mehr als 44 Prozent im Jahr 2007 stieg. Als Fortschritt sahen es die Forscher zudem an, dass 2007 bereits 60 Prozent aller Studienanfänger einen kürzeren Bachelor-Studiengang aufnahmen. Deutliche Verbesserungen gibt es auch beim Fremdsprachenunterricht und bei der Schulabbrecherquote.
 
 Doch stellen die Forscher nach wie vor hohe Defizite fest. So kämen alle Länder bei den Betreuungsbedingungen und im Bereich der MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik kaum über das Niveau von 2004 hinaus. Nach wie vor gelinge es nicht, den Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg aufzubrechen.

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