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Sommerpraktikum und Vitamine

Take Time McKinsey (Autor: S. Bachstroem, Quelle: Fotolia.com)

© S. Bachstroem - Fotolia.com

Sind Anwälte karrierefixiert und arbeiten rund um die Uhr? Das Sommerpraktikum bei Freshfields zeigt ein ganz anderes Bild: Familiäre Atmosphäre, offene Türen und hilfsbereite Anwälte änderten Kathrins Meinung über Großkanzleien schlagartig. In der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht hat sie sich sechs Wochen lang mit Verkaufsverträgen und Transaktionen befasst. Ein eigenes Büro, Äpfel und Bananen sowie eine Lichterfahrt in Hamburg rundeten das Ganze ab.

Ich war sehr gespannt darauf, eine Großkanzlei einmal von innen kennenzulernen und zu sehen, ob die Vorurteile, die über Großkanzleien kursieren (karrierebesessene Menschen, die Tag und Nacht arbeiten und mit der Zeit sozial verkümmern) wahr sind. Um es direkt zu sagen: Die Vorurteile stimmen nicht, ganz im Gegenteil! Bereits am ersten Tag lernte ich eine Reihe äußerst sympathischer junger Anwälte kennen, und bis zum Schluss suchte ich vergebens nach einem Anwalt, der mein Vorurteil bestätigen konnte.

Titel und Thema der Veranstaltung

Sommerpraktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung

23. August bis 1. Oktober in Hamburg

Warum ich teilgenommen habe

Eine Freundin von mir entdeckte über e-fellows.net die Möglichkeit, ein Praktikum bei Freshfields zu absolvieren. Sie nahm am Frühjahrspraktikum teil und war total begeistert. Nachdem sie mir so positiv davon erzählt hatte, bewarb ich mich - ebenfalls über e-fellows.net.

Ein Gläschen Wein zum ersten eigenen Vertrag

Das Sommerpraktikum begann mit einer dreitägigen Einführungsveranstaltung in Hamburg, an der alle 25 Sommerpraktikanten von allen Freshfields-Standorten teilnahmen. Während dieser Veranstaltung erfuhren wir viel darüber, wie eine Großkanzlei funktioniert und was das Anwaltsleben mit sich bringt. Nach der Einweisung durch einen Partner durften wir selbst eine Vertragsverhandlung nachspielen, was ganz schön knifflig war. Die Anwälte führten uns in die Vertragsgestaltung ein und wir bekamen die Möglichkeit, selbst einen Vertrag zu entwerfen. Am ersten Abend gab es ein gemeinsames Essen mit jungen Anwälten der Kanzlei, das richtig Spaß gemacht hat. Die Anwälte haben viel von sich erzählt und bereitwillig auf alle unsere Fragen geantwortet. Es war ein sehr gelungener Abend, bei dem natürlich auch das ein oder andere Gläschen Wein nicht fehlte.

Von wegen Appel und Ei - Appel und Banane!

Nach der Einführung fing meine Arbeit in der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht an. Auch als Praktikantin hatte ich mein eigenes Büro, in dem jeden Morgen ein Apfel und eine Banane auf mich warteten. Außerdem wurde mir ein Mentor zugeteilt, der sich um mich kümmerte, weiterhalf, wenn es Fragen gab und mit Arbeit versorgte. Ich konnte natürlich auch andere Anwälte nach Aufgaben fragen. Das Arbeitsklima war freundschaftlich, man duzte sich und arbeitete mit offenen Türen. So hatte ich auch als Neuling keine Hemmungen, einfach in ein Büro einzutreten und meine Fragen loszuwerden, die immer gerne und sehr ausführlich beantwortet wurden.

Meine Tätigkeit bestand größtenteils aus Rechercheaufgaben zu Rechtsfragen, über die ich Aktenvermerke schrieb. So zum Beispiel einmal über die Frage, inwieweit ein mündlicher Gesellschafterbeschluss, der eigentlich verschriftlicht hätte werden müssen, bestätigt werden kann. Ich habe zudem Teile französischer Verträge ins Deutsche übersetzt, Korrektur gelesen und verschiedene Vertragsversionen verglichen.

And the winner is... Verkäufer

Ich habe auch öfter Akten zur Durchsicht bekommen, um besser verstehen zu können, was bei einer Transaktion passiert, wie der Schriftverkehr abläuft und um zu sehen, wie meine Arbeit verwendet wurde. So konnte ich zum Beispiel mitverfolgen, wie zuerst der Käufer einen Kaufvertragsentwurf für eine Immobilie vorlegte. Dieser Vertrag wurde dann vom Verkäufer in seinem Sinne verändert, womit nun der Käufer natürlich nicht mehr zufrieden war. Dies ist sehr spannend - vor allem, wenn man anhand des endgültigen Vertrags sieht, wer sich durchgesetzt hat.

Lichterfahrt in Hamburg

Freshfields bot uns ein interessantes Rahmenprogramm zu unserem Praktikum. So wurde beispielsweise eine Lichterfahrt im Hamburger Hafen organisiert. Außerdem durften wir am Referendarabend teilnehmen, bei dem eine Praxisgruppe der Sozietät vorgestellt wurde und es danach ein gemeinsames Abendessen mit Praktikanten, Referendaren und Anwälten gab. Bei diesen Veranstaltungen konnte man die Anwälte von ihrer privaten Seite kennenlernen und gemütlich mit ihnen plaudern.

Büro hüten bis Mitternacht?

Besonders überrascht hat mich die lockere, freundliche Atmosphäre, die bei Freshfields herrscht. Damit hätte ich nie gerechnet. Hier wird zwar wirklich sehr viel gearbeitet - allerdings trifft es definitiv nicht zu, dass vor Mitternacht niemand das Büro verlässt! Die Anwälte hatten immer Zeit für ein kurzes privates Gespräch oder um bei Problemen zu helfen - und bei einem Kaffee oder abends bei einem Bierchen kann man auch sehr viel Spaß mit ihnen haben!

Wem ich das Praktikum weiterempfehle

Ich kann das Praktikum wirklich jedem empfehlen - auch denjenigen, die sich eine Arbeit in einer Großkanzlei bislang nicht vorstellen können. Denn man lernt sehr viel, verliert Vorurteile, bekommt einen guten Einblick in die Tätigkeit und lernt darüber hinaus nette Leute kennen – von Praktikanten über Referendare bis zu Anwälten. Und wenn man später als Referendar oder Anwalt bei Freshfields arbeiten möchte, so ist es sicherlich hilfreich, wenn man durch das Praktikum bereits den einen oder anderen Kontakt knüpfen konnte.

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Willst du mehr über unseren Partner Freshfields erfahren? Hier findest du alle Infos zum Unternehmen.

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