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Wieso kannst du dich bei der Studienstiftung bald auch selbst bewerben? Nach welchen Kriterien wählt die Stiftung der Deutschen Wirtschaft ihre Stipendiaten aus? Und was halten die Begabtenförderungswerke davon, dass künftig bis zu zehn Prozent aller Studierenden ein Stipendium bekommen sollen?

Der Name der Stiftung lässt vermuten, dass Sie besonders gerne Wirtschaftswissenschaftler fördern.

Es entspricht aber überhaupt nicht den Tatsachen. Wir fördern alle Fächergruppen gleichermaßen und haben uns das Ziel gesetzt, dies in der Öffentlichkeit noch bekannter zu machen. Mit dem "Studienkolleg" haben wir zudem ein spezielles Förderprogramm für Lehramtsstudierende im Angebot, die etwa ein Fünftel unserer rund 1.700 Stipendiaten ausmachen. Allerdings stellen die Wirtschaftswissenschaftler mit rund einem Viertel unserer Stipendiaten tatsächlich die größte Gruppe. Rund ein Drittel unserer Stipendiaten studieren ein MINT-Fach und der "Rest" verteilt sich breit auf alle anderen Fachrichtungen.

Wodurch setzt sich die Stiftung der Deutschen Wirtschaft von anderen Begabtenförderungswerken ab?

Wir bieten unseren Stipendiaten neben einem umfangreichen Seminar- und Trainingsprogramm eine sehr intensive Betreuung. An fast allen Hochschulorten in Deutschland sowie an einigen Standorten im Ausland gibt es Regionalgruppen, die von einem Vertrauensdozenten und – eine Besonderheit der sdw – einem Vertrauensmanager betreut werden. Die Dozenten kommen von den Hochschulen, die Manager sind Führungskräfte unserer Partnerunternehmen. Zusätzlich steht vielen Gruppen ein Vertrauens-Alumnus zur Seite, die Lehramtsstudierenden haben darüber hinaus einen Vertrauensschulleiter als direkten Ansprechpartner. Alle Gruppen werden außerdem von einem Referenten unserer Stiftung begleitet. Und schließlich betreibt unser sdw Alumni e.V. ein intensives Mentorenprogramm: jedem neu aufgenommenen Stipendiaten wird ein fachlicher Mentor aus dem Kreise der Ehemaligen zur Seite gestellt. 

Können sich auch Abiturienten schon bewerben?

Ja, unter den rund 2.200 Bewerbern für unsere Studienförderung im Jahr 2012 waren etwa ein Drittel Abiturienten. Generell werden Abiturienten und Studierende gleich behandelt und erhalten dieselben Aufgaben. Allerdings werden sie im Assessment-Center in eigenen Bewerbergruppen geprüft. Denn die Juroren sollen das Leistungspotenzial jedes Einzelnen bewerten, und wir glauben, dass schnell ein verzerrtes Bild entstehen könnte, wenn Studierende höherer Semester und Abiturienten gemeinsam geprüft werden. 

Was raten Sie Bewerbern, denen Sie eine Absage schicken müssen?

Zunächst bekommen alle Kandidaten, die zum Assessment-Center eingeladen wurden, eine ausführliche Rückmeldung von ihren Juroren – unabhängig davon, ob sie aufgenommen werden. Ich denke, dass das für alle Bewerber eine wertvolle Erfahrung ist, die dazu beiträgt, sich selbst noch besser einschätzen zu können. Darüber hinaus sollten die Kandidaten bedenken, dass wir sie nach unseren eigenen Kriterien bewerten. Andere Förderwerke setzen davon durchaus abweichende Schwerpunkte.

Nach welchen Kriterien werden die Kandidaten denn bewertet?

Ganz oben auf unserer Liste stehen gesellschaftliches Engagement und Zielstrebigkeit. Wer das mitbringt, hat gute Chancen. Also: Tolle Noten sind nicht alles!

Frau Semmler, wie bewerbe ich mich bei der Studienstiftung?

Es gibt zwei Wege in die Studienstiftung: Man wird vorgeschlagen oder bewirbt sich selbst bei uns. Man kann zum Beispiel als Abiturient von der eigenen Schule vorgeschlagen werden oder aufgrund von exzellenten Leistungen vom Prüfungsamt. Es gibt viele Professorinnen und Professoren, die uns besonders engagierte Studierende für die Förderung ans Herz legen. In all diesen Fällen laden wir den Vorgeschlagenen ein, seine Bewerbungsunterlagen einzureichen und an einem Auswahlseminar teilzunehmen. Wer im ersten oder zweiten Semester studiert, kann sich auch selbst bei der Studienstiftung bewerben. Die Bewerbung hierfür ist von Mitte Januar bis Mitte Februar möglich.  

Wie läuft das Auswahlverfahren bei der Selbstbewerbung ab?

Sie melden sich zu einem Test an, der einmal jährlich im März an verschiedenen Orten Deutschlands stattfindet. Wenn Sie zu den Testbesten gehören, laden wir Sie zu einem zweitägigen Auswahlseminar ein, wo Sie die Chance haben, im persönlichen Gespräch und in Gruppendiskussionen zu überzeugen.

Was erwartet die Bewerber im Begabungstest?

Die Aufgaben wurden vom ITB Consulting in Bonn entwickelt und prüfen fünf Gebiete ab: Im ersten Teil geht es um Interpretieren von Diagrammen und Tabellen. Danach bekommen die Bewerber eine Reihe von "Wolken" mit einzelnen Wörtern vorgelegt, aus diesen Wörtern sollen Analogien gebildet werden. In dem Aufgabenteil "Sprachstile erkennen" geht es darum, die Lücken in einem Textausschnitt mit einem passenden Satz zu füllen. Dann gibt es Aufgaben, bei der den Kandidaten neun Felder mit jeweils acht Figuren präsentiert werden, diese müssen sie jeweils um eine passende Figur ergänzen. Im letzten Teil müssen die Kandidaten verschiedene Texte lesen. Jedem Text folgen sechs Fragen. Die Bewerber sollen die darin enthaltenen Behauptungen daraufhin überprüfen, ob sie aus den Textinformationen ableitbar sind. 

Wie unterscheidet sich die Studienstiftung von dem ebenfalls politisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängigem Deutschlandstipendium?

Die Studienstiftung ist das älteste deutsche Begabtenförderungswerk mit über 11.000 aktuellen und 50.000 ehemaligen Stipendiaten. Allein dieses lebendige Netzwerk macht die Studienstiftung so besonders. Als Deutschlandstipendiat wird man an der eigenen Hochschule gefördert, als Stipendiatin oder Stipendiat der Studienstiftung treffen Sie Menschen aus ganz Deutschland und von vielen internationalen Hochschulen. Wir bieten eine umfassende Beratung und Begleitung im Studium und ein spannendes Bildungsprogramm mit Frühjahrs- und Sommerakademien, wissenschaftlichen Kollegs und zahlreichen Kurztagungen oder Seminaren zur Berufsorientierung. Ein besonderer Schwerpunkt unserer Arbeit ist zudem die Auslandsförderung: Wir ermutigen alle Stipendiaten, einen Teil ihres Studiums im Ausland zu verbringen und unterstützen sie hierbei finanziell sowie mit Sprachkursen und Auslandstreffen. Eine so umfangreiche Förderung kann das Deutschlandstipendium nicht leisten.

Seite 5: Selbstbewerbung bei der Studienstiftung

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