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Sich motivieren und den inneren Schweinehund überlisten

Ferkel Schwein Schweinchen Schweinehund [Quelle: Pixabay.com, Autor: Elcholito]

Quelle: Pixabay.com, Elcholito

Du wolltest gestern eigentlich zum Sport, aber dann war das Wetter schlecht. Und die Hausarbeit ist auch noch nicht fertig, weil du den Kopf nicht frei hattest - klar, du warst ja nicht beim Sport um abzuschalten. Wir stellen Strategien zur Motivation vor.

Gespannt sitzen wir zusammen mit 2.000 Gestrandeten in einer Halle und warten auf IHN, den Guru der Motivationslehre. Schwaden von Trockeneisnebel überziehen die Bühne. "You're the best" dröhnt aus den Boxen auf uns nieder. "Begeisterung kommt vor dem Erfolg", schreit er in die Halle. Pure Energie, dieser Mensch, die Inkarnation des Glaubenssatzes "Du musst es nur wollen!". Wir springen von den Sitzen und werfen die Arme in die Luft.

Motivation oder Motivierung?

Veranstaltungen mit Motivationstrainern enden meist wie ein Besuch im Zirkus: Mit der Erinnerung an gute Unterhaltung. Statt die Ideen in die Tat umzusetzen, wird man zum Dompteur der eigenen Ausreden. Warum das so ist? Weil Motivierung nicht funktioniert, solange daraus nicht Motivation wird.

  • Motivierung: auch als "extrinsische Motivation" bezeichnet. Beschreibt die Umsetzung von Zielen durch von außen kommende Anreize. Beispiele: Versprechen der Belohnung, Lob vom Professor, Gehaltserhöhung.
  • Motivation: "Intrinsische Motivation" oder "ich will". Innerer Antrieb, der zur Verwirklichung von Ideen führt. Wird häufig auch als Fähigkeit verstanden, in Abhängigkeit der Situation eine geeignete Handlungsstrategie zu finden.

Das Problem: Viele verwechseln Motivation mit Motivierung. Wer nur von außen motiviert wird, neigt zu kurzfristigen Aktivitäten. Er erwartet bei jedem darauf folgenden Mal, wieder und immer stärker motiviert zu werden. Nur wenn es gelingt, äußere Motive in innere zu verwandeln, entsteht echte Motivation. Jeder kennt die Situation vom Sport: Wir sind leicht zu motivieren, wenn äußere Faktoren wie Geselligkeit oder Freunde treffen als Motive dienen. Fallen diese weg, ist entscheidend, wie stark die Eigenmotivation ist.

Motivation in fünf Minuten

  • Siehe dir an, was du schon geleistet hast!
  • Baue deine Stärken auf!
  • Nimm dir kleine Dinge vor und setze die sofort um!
  • Stecke dir Ziele und behalte diese fest im Auge!

Wichtigste persönliche Eigenschaft im Beruf: Motivation

Das wissen natürlich auch Arbeitgeber. Deshalb testen sie im Vorstellungsgespräch immer häufiger das Kriterium Motivation. Laut der Kienbaum-Studie "High Potentials 2002" erklärten Personalverantwortliche von 100 deutschen Unternehmen unisono "Eigenmotivation" zur wichtigsten persönlichen Eigenschaft von High Potentials. Bei einem Maximalwert von 5 erreicht das Kriterium Eigenmotivation 4,58 Punkte.

Im besten Fall effizient

Arbeiten ohne Motivation ist also nicht gefragt. Und vor allem: Es macht keinen Spaß. Der stellt sich nämlich nur bei einem Mindestmaß an Initiative und Motivation ein. Wer Spaß an einer Sache hat, lässt sich wiederum leichter motivieren. Und wer motivert ist, hat Erfolg. "Motivation kommt vom lateinischen 'movere' und bedeutet die Energie, die uns in Richtung eines Motivs in Bewegung setzt. Motivation setzt also voraus, Ziele zu haben.", so Jörg Löhr, Motivations- und Perönlichkeitstrainer.

So motivierst du dich - vier Strategien

  • Formuliere deine Ziele: Dadurch verschaffst du dir einen Überblick über deine Wünsche. Du erlebst die Freiheit, deinen Handlungsrahmen selbst zu wählen. Du wirst dir bewusst, dass es in vielen Situationen Alternativen gibt und neue Entscheidungen getroffen werden können. Formuliere deine Ziele in folgenden Kategorien: positiv, konkret, schriftlich und erreichbar.
  • Vermeide Demotivation: Höre nicht auf die Stimmen und negativen Einstellungen anderer. Demotivierende Faktoren sind zum Beispiel Versagensangst, Unsicherheit oder Unbekanntes.
  • Lerne deine Stärken kennen und nutzen: Jeder weiß aus eigener Erfahrung: Dinge, die man gerne tut, gelingen besser. Es ist also wichtig für dich zu wissen, was du besonders gerne machst. Womit verbringst du freiwillig freie Zeit? Das ist meist ein guter Indikator, um Vorlieben festzustellen. Willst du deine Stärken richtig einsetzen, musst du auch lernen, Aufgaben und Fähigkeiten möglichst gut miteinander zu verbinden. Wichtige Faktoren dabei sind: gute Erfolgsaussichten, eigene Einflussnahme, realistische Selbsteinschätzung und erlebbare Konsequenzen.
  • Suche die Herausforderung: Probleme, aber auch Misserfolge, können fordern. Ohne besondere Anforderungen kannst du aber niemandem beweisen, dass Außergewöhnliches in dir steckt. Suche dir also bewusst Herausforderungen (privat, sportlich, im Studium), die dich an deine Grenzen führen. So begibst du dich in einen Bereich, in dem Entwicklung möglich ist. Das motiviert.
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