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"Die Teilnehmer schlüpfen in die Rolle eines Strategieberaters"

Idee [Quelle: freeimages.com, Autor: hisks]

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Wie löst man eigentlich eine Fallstudie? Und was machen Berater den ganzen Tag? Das erfährst du beim Event 'SMC Insights.' von Siemens Management Consulting. Physiker und SMC-Berater Dr. Florian Felderer war einst selbst Event-Teilnehmer und wird nun als SMC-Vertreter die diesjährige Veranstaltung vor Ort begleiten.

Ende Januar 2013 veranstaltet SMC einen Workshop für Natur- und Ingenieurwissenschaftler. Was erwartet die Teilnehmer bei "SMC Insights."?

Wir möchten den Teilnehmern einen Einblick in den Berateralltag ermöglichen und sie mit SMC vertraut machen: Am ersten Tag besichtigen wir die weltweit größte und effizienteste Gasturbine, die Siemens entwickelt hat. Am zweiten Tag steht eine Fallstudie auf dem Programm. Sie Studenten schlüpfen in die Rolle eines Strategieberaters: Sie entwickeln für Siemens eine Strategie, um den Konzern erfolgreich im E-Car-Markt zu positionieren. Dabei erleben sie die Teilnehmer alle Phasen eines Projekts, vom Projektstart bis zur Präsentation vor dem Kunden.

Gibt es bei der Veranstaltung auch Gelegenheit, mit SMC-Beratern ins Gespräch zu kommen?

Ja, es werden definitiv SMC-Kollegen vor Ort sein. Wir möchten die Teilnehmer kennenlernen, aber vor allem auch die Gelegenheit geben, dass die Studenten mit uns ins Gespräch kommen. Gerne beantworten meine Kollegen und ich Fragen aller Art. Wir freuen uns sehr auf den Austausch.

Haben Sie Tipps für die Teilnehmer, wie sie an die Fallstudie herangehen können?

In der Fallstudie geht es um eine strategische Frage, die in einem realen Setting stattfindet: Die Teilnehmer bekommen sehr viele Informationen aus den verschiedensten Quellen. Die Kunst besteht darin, die relevanten Informationen herauszufiltern und eine Strategie für den Kunden abzuleiten.

Die Teilnehmer müssen sich nicht vorbereiten. Wichtig ist es, den Überblick zu behalten, strukturiert und systematisch an die Sache heranzugehen und den gesunden Menschenverstand einzusetzen.

Wer kann sich bewerben?

Für "SMC Insights." können sich Studenten und Doktoranden der Natur- und Ingenieurwissenschaften ab dem vierten Semester bewerben. Aber auch für Studenten anderer Fächer haben wir immer wieder Events im Angebot.

Und wie bewerbe ich mich?

Über die Eventausschreibung bei e-fellows.net mit einem aussagekräftigen Lebenslauf inklusive aller Notenangaben. 

Als Physiker zur Strategieberatung - wie kam es bei Ihnen dazu?

Als ich mit der Doktorarbeit anfing, habe ich mir gleichzeitig überlegt, ob Forschung wirklich das einzig Wahre für mich ist. Deswegen habe ich an einem Workshop von SMC teilgenommen. Dieser hat mir super gefallen, und ab diesem Zeitpunkt war für mich Beratung eine Option.

Was hat Ihnen damals besonders gut gefallen?

Keiner der Teilnehmer aus meiner Gruppe hatte zuvor Kontakt mit der Beratung oder mit der Tätigkeit als Strategieberater. Wir wussten also nicht, wohin die Reise geht, waren aber hoch motiviert und erarbeiteten ein gutes Ergebnis. Diese Dynamik war beeindruckend und die Bearbeitung einer komplexen Fragestellung hat einfach Spaß gemacht. Als ich mit den Mitarbeitern von SMC gesprochen habe, haben sich die typischen Beraterklischees, die ich so im Kopf hatte, in Luft aufgelöst. Ich dachte vorher, dass Berater eher steif sind, ausschließlich in ihrer eigenen Sprache kommunizieren und sich sehr wichtig fühlen. Aber ganz im Gegenteil  - es war eine tolle und lockere Veranstaltung, bei der wir alle viel gelacht haben.

Wie ist es letztendlich dazu gekommen, dass Sie bei SMC begonnen haben?

Nach dem Workshop kam ein Einstieg bei SMC grundsätzlich für mich in Frage. Daher habe ich mich ein paar Jahre später beworben, sechs Monate vor Ende meiner Promotion. Ich war auf einer Karrieremesse und hatte dort ein Vorstellungsgespräch. Es lief gut, und ich wurde gleich zur zweiten Auswahlrunde eingeladen. Diese bestand aus vier Interviews mit Partnern und Projektleitern von SMC. Ich musste mich und meinen Lebenslauf präsentieren, meine Motivation für die Tätigkeit als Strategieberater darlegen und Fallstudien lösen.

Noch am gleichen Tag erhielt ich die Zusage. Ich hatte zwar noch ein halbes Jahr bis zum Ende der Promotion, aber das war kein Problem - ich habe einen passenden Vertrag bekommen, mit dem ich sechs Monate später einsteigen konnte.

Wie verlief die Anfangszeit? Mussten Sie als Physiker spezielle Hürden überwinden?

Man wird am Anfang schon ein wenig ins kalte Wasser geworfen. Die ersten zwei Tage nahm ich an einer Einführungsveranstaltung teil, ab dem dritten Tag ging es auf mein erstes Projekt. Alle Neueinsteiger durchlaufen zudem in ihrer Anfangszeit ein zweiwöchiges Basistraining. Als Physiker musste ich mich erst einmal mit den BWL-Grundkenntnissen und -terminologien vertraut machen. Meine Kollegen haben mich von Anfang an unterstützt, meine Fragen beantwortet und mich mit Hintergrundwissen versorgt. So konnte ich mich schnell, aber doch relativ behutsam eingewöhnen. Unterstützend kommt hinzu, dass freitags Weiterbildungen zu verschiedenen Themen stattfinden, sodass ein kontinuierlicher Lernprozess gewährleistet wird.

Können Physiker bei SMC ihre fachlichen Interessen "ausleben"?

Differentialgleichungen lösen wir bei SMC natürlich nicht. Aber man kann seine analytischen Fähigkeiten aus dem Studium anwenden und das methodische Vorgehen. Für einen Physiker ist es natürlich toll, mit Siemens einen Technologiekonzern beraten. 

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