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So arbeiten die Moderatoren

Inhalt perfektes Arbeitszeugnis (Quelle: fotolia, Autor: fotogestöber)

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Wer wird eigentlich Moderator? Wie entscheiden die Moderatoren? Welche Mittel können sie anwenden, um einen Verstoß gegen die Community-Regeln zu sanktionieren? Und warum diskutieren Moderatoren auch normal mit und moderieren nicht nur?

Wer sind die Moderatoren, und welche Aufgaben haben sie?

Neben dem Community-Team von e-fellows.net gibt es in der Regel fünf bis sieben Stipendiaten, die gegen eine Aufwandspauschale ehrenamtlich als Community-Moderatoren arbeiten. Zusammen mit dem Community-Team von e-fellows.net bilden sie das Moderatorenteam (Liste der aktuellen Moderatoren). Die Moderatoren …

  1. sind Ansprechpartner für Fragen, Kritik oder Anregungen zur Community
  2. greifen moderierend in Diskussionen ein, um die Einhaltung der Community-Regeln zu gewährleisten.
  3. helfen e-fellows.net bei Aktionen (zum Beispiel Abiturienten begrüßen)

Wann werden die Moderatoren aktiv?

Die Moderatoren werden in etwa 95% der Fälle aktiv, wenn ein e-fellow in einem Thread die Funktion "Moderator rufen" verwendet (dabei bleibt er anonym) oder "einen Verstoß meldet" (dabei wird sein Name mitgesendet). So können die e-fellows zum Großteil selbst entscheiden, wo die Moderatoren einschreiten sollen.
Ruft jemand die Moderatoren, erhalten alle Moderatoren eine E-Mail mit dem Inhalt der Meldung, und die Abstimmung darüber beginnt, ob und wie eingeschritten wird. Entdeckt ein Moderator selbst einen womöglich unpassenden Beitrag (ca. 5% der Fälle), kann er selbst eine Abstimmungsrunde zu diesem Fall starten.

Wie entscheiden die Moderatoren?

  1. Eine Meldung erreicht die Postfächer der Moderatoren. Der Moderator, der diese E-Mail zuerst kommentiert, macht in seiner Antwort an den Rest der Verteiler einen Vorschlag, wie er verfahren würde, zum Beispiel "keine Sanktion", "ermahnen", "löschen", "verwarnen" (s. 5. "Sanktionsmittel").
    Der Moderator kann den Postenden per Nachricht darauf aufmerksam machen, dass sein Posting gemeldet wurde, zum Beispiel, wenn der Moderator den Eindruck hat, dass der Post zu einem Missverständnis geführt hat, das der Postende nicht bedacht hatte. Ebenfalls kann der Moderator - zum Beispiel, um einer Eskalation vorzubeugen – im Thread anmerken, dass ein bestimmter Beitrag gemeldet wurde und die Moderatoren nun darüber diskutieren. 
  2. Der Vorschlag wird dann umgesetzt, wenn die nächsten zwei Moderatorenmeldungen ebenfalls für den Vorschlag stimmen, ODER wenn es nach einem intern bekannten Zeitlimit keinen Widerspruch gibt.
  3. Widersprechende Moderatoren müssen einen Alternativvorschlag machen.
    Auch wenn die Entscheidung nach einer Meldung für "keine Sanktion" fällt, vermerkt der Moderator das im entsprechenden Thread, um zu zeigen, dass die Meldung zur Kenntnis genommen wurde.
  4. Bei Widerspruch müssen die Moderatoren einen Kompromiss finden. Dabei wird im Zweifel für den "Angeklagten" entschieden, also der "kleinste gemeinsame Nenner" umgesetzt. Sind drei Moderatoren bspw. für Verwarnen, einer nur für Löschen, dann wird nur gelöscht.
  5. Ausnahme für schwere Fälle: In folgenden Fällen kann der Moderator auch erst mit nachträglichem Einverständnis der anderen Moderatoren einschreiten:
    a) Ein Posting verstößt aus Sicht des Moderators massiv und eindeutig gegen die Regeln und bietet hohes Eskalationspotenzial.
    b) Ein Posting verletzt die Ehre eines anderen Nutzers schwerwiegend (zum Beispiel durch eine Verleumdung).
    c) Ein Nutzer versucht, die Identität eines anderen Nutzers aufzudecken, obwohl dieser anonym bleiben will.
    d) Ein Posting enthält unerlaubte Werbung, mit e-fellows.net nicht abgestimmtes Recruiting oder gravierend verhetzende Inhalte gegen Homosexuelle, Ausländer oder andere Minderheiten oder verstößt in anderer Weise gegen die Nutzungsbedingungen.
    In diesem Fall löscht der Moderator das Posting sofort (um Eskalation zu verhindern) und merkt im Thread an, dass gelöscht wurde und die Moderatoren weitere Schritte diskutieren. 

Warum diskutieren die Moderatoren auch normal mit und moderieren nicht nur?

e-fellows.net hat die besten Erfahrungen mit Moderatoren gemacht, die schon vor ihrer Moderatorentätigkeit durch rege Community-Teilnahme aufgefallen waren. Solche Moderatoren sind produktiver und mit mehr Herzblut dabei, weil ihnen auch persönlich etwas an einer gut funktionierenden Community liegt. Daher diskutieren sie auch als Moderator weiter in Diskussionen mit ihrer Privatmeinung mit. In Fällen, wo aus dem Kontext aus Sicht des Moderators nicht klar sein könnte, ob sie in ihrer Funktion als Moderator posten oder als Privatperson, machen sie das in ihrem Posting kenntlich (zum Beispiel durch den Vermerk "Privatmeinung").

Welche Sanktionsmittel verwenden die Moderatoren?

Ist eine Entscheidung der Moderatoren nach dem unter 2.3 beschriebenen Vorgang gefallen, setzt ein Moderator stellvertretend für das Team die Sanktion in die Tat um. Je nach Schwere des Falls gibt es folgende Sanktionsmittel:

  1. Keine Sanktion
    Eine Meldung führt nicht zwangsläufig zur Sanktion. Das ist sogar die Ausnahme.
  2. Ermahnen 
    Zum Beispiel in Threads, wo noch keiner gegen die Regeln verstoßen hat, das aber wahrscheinlich ist. Anderes Beispiel: Ernstgemeinte Frage, auf die fast nur Off-Topic- oder Einzeilen-Postings geschrieben wurden. Ermahnt werden kann auch ohne vorherige Abstimmung der Moderatoren, denn letztlich kann das ja jeder Community-Nutzer.
  3. Löschen
    Wenn ein Beitrag im unteren Teil der "Grauzone" (s. folgende Abbildung) gegen die Regeln verstößt, also erkennbar, aber nicht gravierend. Der Moderator macht im Thread kenntlich, was gelöscht wurde. Der Postende des gelöschten Beitrags erhält hierbei keine gesonderte E-Mail. Bei Antworten wird der Inhalt des Postings gelöscht, bei Kommentaren das Posting komplett. Nach Ermessen löscht der Moderator auch weitere Postings unter einem gelöschten Kommentar, um die inhaltliche Konsistenz der Diskussion wiederherzustellen (wenn sich Postings auf den gelöschten Kommentar bezogen hatten, der gelöschte Kommentar aber nicht mehr da ist).
    Durch die Unterscheidung von Löschen und Verwarnen wird die Grauzone evt. ungerechter Verwarnungen verkleinert.
  4. Verwarnen
    Ein Beitrag verstößt deutlich gegen die Community-Regeln. Bei einer Verwarnung erhält der Nutzer eine E-Mail, der Moderator vermerkt die Verwarnung im Thread und löscht das Posting. Bei der ersten Verwarnung wird der Verwarnte über eine anonyme Nummer in einer "Verwarnliste" gespeichert. Er bleibt dabei anonym. Bei der zweiten Verwarnung innerhalb eines Jahres kontaktiert ein Mitglied des Community-Teams (nur e-fellows.net-Mitarbeiter) den Nutzer persönlich und weist ihn darauf hin, dass er bei einer dritten Verwarnung innerhalb von 12 Monaten aus der Community ausgeschlossen wird. Falls nötig, darf der e-fellows.net-Mitarbeiter die Identität des Nutzers aufdecken, um mit ihm in Kontakt zu treten. Sonst erfährt niemand den Namen des Nutzers. Bei der dritten Verwarnung innerhalb eines Jahres wird der Nutzer für ein Jahr aus der Community ausgeschlossen. Wurde der Nutzer in der Vergangenheit schon einmal auf diese Weise ausgeschlossen, können bereits zwei "neue" Verwarnungen zu einem erneuten Ausschluss führen. Verwarnungen verjähren nach einem Jahr.
  5. Ausschluss für 14 Tage
    Fällt ein Nutzer innerhalb kurzer Zeit mehrmals negativ auf, zum Beispiel durch zwei Verwarnungen mit kurzem Abstand oder wiederholtes Trollen, so kann er für 14 Tage aus der Community ausgeschlossen werden. Das soll der Deeskalation dienen und dem Nutzer Zeit einräumen, über sein Verhalten in der Community nachzudenken, um es nicht erst bis zum endgültigen Ausschluss kommen zu lassen.
  6. Sofortiger Ausschluss
    Bei besonders schweren Verstößen gegen die Community-Regeln oder die Nutzungsbedingungen, besonders bei für e-fellows.net geschäftsschädigenden Handlungen, kann e-fellows.net einen Nutzer auch sofort und dauerhaft und ohne vorherige Zustimmung der Moderatoren aus der Community ausschließen.
  7. Entzug des Stipendiums/der Alumni-Club-Mitgliedschaft
    In den unter 6. genannten Fällen kann e-fellows.net dem Nutzer zusätzlich das Stipendium oder den Alumni-Status entziehen und sein Benutzerkonto löschen.
  8. Thread schließen. Manchmal eskalieren Threads so stark, dass es keinen Sinn mehr hat, weiterzudiskutieren. In diesem Fall können Moderatoren einen Thread komplett schließen. Man kann die Diskussion dann zwar noch anschauen, aber nicht mehr antworten oder kommentieren.
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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    Hut ab

    Finde es super, wieviel Mühe sich hier gemacht wurde, um faire Regelungen zu schaffen.

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