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Finanzierung für dein Aufbaustudium im Ausland

Freunde, Studium, Freiheit, Erfahrung [Quelle: tempus corporate, Getty Images]

Quelle: tempus corporate, Getty Images

Wie lässt sich eigentlich ein gesamtes Aufbaustudium im Ausland finanzieren? Du musst dafür nicht unbedingt einen Bildungskredit aufnehmen, denn es gibt so viele andere Möglichkeiten. Stipendienprogramme wie das McCloy-Programm, das ERP-Programm und Erasmus Mundus fördern dein weiterführendes Studium im Ausland - egal ob in Europa oder in Übersee.

Im Folgenden findest du einen Überblick über Programme zur Finanzierung eines gesamten Studiums im Ausland. Angefangen mit Stipendienprogrammen für alle Regionen bis zu Stipendien, die auf den Austausch zwischen Deutschland und den USA ausgerichtet sind - zum Beispiel für ein- oder zweijährige Master.

Die Programme im Überblick

  • DAAD (weltweit)
  • Erasmus Mundus (weltweit)
  • Stipendien der Bundesländer (weltweit)
  • McCloy Programm (USA)
  • ERP-Stipendienprogramm (USA)
  • Haniel-Stipendienprogramm (weltweit)
  • Fulbright-Stipendienprogrmamm (USA)

DAAD

Die Stipendien des DAAD werden an leistungsstarke Studenten vergeben, die an einer Hochschule im Ausland studieren möchten. Die internationale Organisation bietet Programme für alle Weltregionen an.

Die Stipendien gelten für die Dauer eines Studienjahres, eignen sich also zum Beispiel für einen einjährigen Master. In besonders begründeten Ausnahmefällen können sie verlängert werden. Voraussetzung ist, dass von Anfang an ein Aufenthalt von mehr als einem Studienjahr geplant war. Für Westeuropa, die Türkei sowie Nordamerika, Lateinamerika und Afrika-Subsahara ist eine Verlängerung ausgeschlossen. Nähere Informationen zu Bewerbungsfristen und Förderung findest du auf der Homepage des DAAD.

Mehr Informationen zu einzelnen DAAD-Programmen erhältst du in unserer Stipendien-Datenbank.

Stipendien der Bundesländer

Auch individuelle Stipendien, die von einzelnen Bundesländern vergeben werden, können zur Förderung deines Auslandsstudiums beitragen. Die meisten dieser Stipendien gibt es in Süddeutschland. Baden-Württemberg bietet beispielsweise das Stipendium zur Förderung des internationales Austausches. Daneben existieren viele kleine, regionale Stiftungen oder Hochschulstiftungen, die Stipendien vergeben - wie zum Beispiel die Adelhausenstiftung oder die Dr.-Leo-Ricker-Stiftung, oder für Studenten aus Göppingen die Max-und-Martha-Scheerer-Stiftung.

Einige Stiftungen fördern auch landesweit, die Vergabe richtet sich dann meist nach Fächern oder persönlichem Hintergrund: Die Stiftung für Kunst und Wissenschaft der Hypo Real Estate Bank beispielsweise vergibt Stipendien ausschließlich für kreative und künstlerische Fächer. In der Stipendien-Datenbank von e-fellows.net kannst du nach passenden regionalen Stipendien suchen.

McCloy Programm

Jährlich schreibt die Studienstiftung des deutschen Volkes ungefähr sieben "McCloy Academic Scholarships" aus. Das seit 1983 existierende McCloy Programm will Nachwuchskräfte für den öffentlichen Sektor in Deutschland und internationale Organisationen ausbilden. Es ist das höchstdotierte Programm der Studienstiftung.

Die Eckdaten:

  • zweijähriges Master-Studium an der Harvard Kennedy School: McCloy-Stipendiat wird nur, wer in einem zweiten Schritt auch von der Harvard Kennedy School zugelassen wird - auf Empfehlung der Studienstiftung-Auswahlkommission hin
  • verschiedene Master-Programme stehen zur Wahl
  • zwischen dem ersten und zweiten Jahr ist ein Praktikum vorgesehen
  • Bewerber müssen keine Stipendiaten oder Alumni der Studienstiftung sein
  • im Idealfall hast du vor dem Programm bereits in einer Stiftung, Nachrichtenredaktion, Entwicklungshilfeorganisation, Hochschulverwaltung, Unternehmensberatung oder in einer NGO gearbeitet

ERP-Stipendienprogramm

Dieses Programm für ein- bis zweijährige Studien- oder Forschungsaufenthalte fördert Postgraduierte an amerikanischen Spitzenuniversitäten. Bewerber sollten fachlich exzellent, breit interessiert und gesellschaftlich oder politisch engagiert sein. Jährlich werden ungefähr 18 Stipendien vergeben.

Die Voraussetzungen:

  • mindestens ein Bachelor-Abschluss
  • als Bewerber musst du jünger als 35 Jahre sein
  • du musst vorher noch nicht in der Studienstiftung gewesen sein
  • Die Zulassung an einer amerikanischen Universität muss zum Zeitpunkt der Bewerbung für das ERP-Stipendium noch nicht vorliegen. Allerdings musst du dich selber um die Bewerbung an der gewünschten Hochschule in den USA kümmern beziehungsweise die Vorbereitungen für ein Praktikum treffen.
  • Das ERP-Stipendienprogramms unterstützt vor allem Studien zum Erwerb eines Master-Abschlusses oder eines PhD. Auch Forschungsaufenthalte für Promotionen können gefördert werden.
  • Das ERP-Programm ist eine Ergänzung zum McCloy Programm, deswegen ist im Rahmen dieses Programms keine Förderung an der Havard Kennedy School möglich.
  • Du wirst unterstützt mit einjährig bis 49.000 US-Dollar, zweijährig bis 91.000 US-Dollar.
  • Du wirst in die Studienstiftung aufgenommen, erhältst ein monatliches Vollstipendium von 1.900 US-Dollar, ein einmaliges Startgeld von 500 US-Dollar und eine Reisekostenpauschale von 1.000 US-Dollar.
  • Der Zuschuss zu den Studiengebühren beträgt maximal 25.000 US-Dollar pro Studienjahr.

Haniel-Stipendienprogramm

Für das Haniel-Stipendienprogramm bist du geeignet, wenn du dich für wirtschaftliche Fragen interessierst und dich für den internationalen Arbeitsmarkt zusätzlich qualifizieren möchtest. Jährlich werden bis zu acht Stipendien vergeben für das außereuropäische und europäische Ausland (vor allem Zusatzstudien in Osteuropa, Asien, Lateinamerika, Afrika oder im Nahen Osten) 

Die Eckdaten:

  • Gefördert wird ein Aufbaustudium im Ausland und ein mindestens zweimonatiges Praktikum im Ausland. Beides musst du im Vorfeld selbst organisieren.
  • Voraussetzung ist ein Studienabschluss, dessen Fachrichtung aber nicht von der Studienstiftung vorgegeben wird.
  • Bewerber sollten unter 35 Jahre alt sein und einen sehr guten Studienabschluss vorweisen können. Sowohl klassische Vorhaben wie MBA- oder LL.M.-Studiengänge als auch Bewerber mit ganz eigenen Vorstellungen können gefördert werden.
  • Neben einem monatlichen Stipendiengeld von 1.000 bis 1.500 Euro gibt es einen Studiengebührenzuschuss von bis zu 15.000 Euro, ein einmaliges Startgeld in Höhe von 500 Euro und eine Reisekostenpauschale von 1.000 Euro. Zudem werden die geförderten Studenten in die Studienstiftung aufgenommen. 

Fulbright-Stipendienprogramm

Dem Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Programm liegt die Idee des Senators Fulbright zu Grunde, das gegenseitige Verständnis zwischen den USA und Deutschland zu fördern – durch akademischen und kulturellen Austausch. Die Fulbright-Stipendienprogramme für Deutsche fördern ausschließlich akademische Aufenthalte in den USA.

Das besondere Merkmal des Deutsch-Amerikanischen Fulbright-Programms ist der Studentenaustausch. Dieses Kernprogramm wird ergänzt durch Stipendienprogramme für promovierte Wissenschaftler, Doktoranden und Fremdsprachenassistenten. Hier gibt es jeweils Jahres-oder Reisestipendien.

Du bekommst bei einem Master-Studium bis zu 30.400 Dollar, bei Jahresstipendien bis zu 21.500 Dollar. Gegebenenfalls musst du selbst noch einen Teil mitfinanzieren. Welche Voraussetzungen du außer deutscher Staatsangehörigkeit, Abitur und TOEFL noch erfüllen musst, kannst du auf der Fulbright-Website nachlesen.

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In der Stipendien-Datenbank findest du fast 900 Stipendien von 500 Institutionen - für Bachelor, Master, Praktikum und Promotion.

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Kommentare (2)

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  1. Das Qwertzgestein

    Nota bene

    Die KfW fördert keine Master im Ausland (jetzt weiss ich wieder, wie ich auf diese Seite gekommen bin).

  2. Das Qwertzgestein

    Wo nur hin mit all der Freizeit?

    McCloy: "ungefähr sieben Stipendien" ERP: "ungefähr 18 Stipendien" Haniel: "bis zu acht Stipendien" Hätt ich das mal vorher gewusst, hätt ich mir meine Bewerbung bei der Haniel gespart. Verdammte Zeitverschwendung. Und dazu der Motivationskeller nach der Absage. Bei den Aufnahmequoten sollte man die Zeit eher in die nächste Seminararbeit investieren und auf die großen Stiftungen zielen... oder den Quatsch gleich ganz lassen, in den sauren KfW-Studienkredit beißen und das ganze als "Investition" sehen.

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