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Psychologie, Hände [Quelle: freeimages, Autor: lockstockb]

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Wer bei Psychologie an Patientengespräche auf Sofas denkt, sieht nur einen winzigen Teil dieses breit gefächerten Berufsbilds. Denn bereits das Psychologie-Studium ist äußerst vielseitig - und das nicht nur in Deutschland.

Was ist das Besondere an deinem Studiengang?

Psychologie befasst sich mit dem menschlichen Verhalten und Erleben. Diese breite Definition zeigt, dass Psychologie sehr weit gefächert ist. Die grundlegenden Inhalte des Bachelors sind biologische Psychologie, allgemeine, sozial, differentielle und klinische Psychologie sowie Statistik und Methodenlehre. Im Master spezialisiert man sich in der Regel auf eine Richtung, die wichtigsten sind klinische Psychologie, Neuroscience und forschungsorientierte Master.

Wann und warum hast du dich für deinen Studiengang entschieden?

Obwohl ich in der Oberstufe Psychologie nicht als Fach hatte, war es dennoch die einzige Studienrichtung, die für mich in Frage kam. Ich informierte mich, indem ich Einführungsbücher las und Vorlesungen besuchte. Ich leistete ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Kinderpsychiatrie ab und konnte so Einblick in die Arbeit von Psychologen und Psychiatern gewinnen. Nach Luxemburg gegangen bin ich wegen der Zweisprachigkeit, des guten Services an der Uni und des verpflichtenden Erasmus-Semesters.

Haben sich deine Erwartungen erfüllt?

Die Erwartungen an meine Universität haben sich fast voll erfüllt, weil die Universität Luxemburg eine kleine, aber feine Universität ist. Das Studium selbst ist jedoch sehr theorie- und gerade in Luxemburg sehr methodenlastig. Statistik und Methodik ist unumgänglich und zieht sich wie ein roter Faden durch das Studium. Auch allgemeine, sozial- und differentielle Psychologie können sehr trocken sein. Klinische Psychologie spielt im Bachelor eine untergeordnete Rolle, manche brauchen also einen langen Atem.

Wem würdest du das Studium empfehlen?

Psychologie ist ein tolles, aber auch ein forderndes Studium. Man sollte schon gut wissen, weshalb man das Fach studiert, weil gerade die Statistik oder die arg theoretischen Teile entmutigend sein können. Psychologie ist sehr vielfältig und definitiv nicht nur was für zukünftige Psychotherapeuten. Sondern auch für zukünftige Forscher, Neuropsychologen, Arbeits- und Organisationspsychologen, Kinder- und Jugendpsychologen. Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere Felder, zum Beispiel Gesundheits- oder Umweltpsychologie.

Welchen Tipp würdest du einem Abiturienten geben, damit seine Studienzeit ein voller Erfolg wird?

In Deutschland braucht man ein gutes Abi, also bis etwa 2,0, um zum Psychologie-Studium zugelassen zu werden. Ausweichmöglichkeiten sind die Niederlande (Maastricht), Österreich (Wien), die Schweiz, Luxemburg sowie Frankreich und Belgien. Praktika vor und im Studium helfen, um sich bewusst zu machen, warum und wozu man studiert. Ein Erasmus-Semester ist immer ein Gewinn, selbst wenn die Noten nicht anerkannt werden. Und sich im Studium in einer Studentenvereinigung zu engagieren, bringt auch viel. Ich selbst bin zum Beispiel für ALEP tätig, eine Vereinigung, in der die Luxemburgischen Psychologie-Studenten organisiert sind. Es macht mir großen Spaß.

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