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"Innovationen bei Bosch einzubringen motiviert mich ungemein"

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© Oleksiy Mark - Fotolia.com

Videokonferenz, Chat und Co. - wenn Mitarbeiter bei Bosch diese Dienste nutzen, haben sie das Volker Deutschmann aus der IT zu verdanken. Er kümmert sich mit seinem Team darum, dass bei Bosch immer die neuesten Techniktrends eingesetzt werden - und freut sich über stetig steigende Nutzerzahlen.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Spaß?

Meine Arbeit ist innovativ, herausfordernd und das im internationalen Umfeld. Wir gestalten die IT-Landschaft für Bosch weltweit, sodass ich mit Kollegen aus der ganzen Welt zusammenarbeite. Es gefällt mir, dass meine Aufgaben und die Themen, mit denen ich mich beschäftige, ständig wechseln. Gerade die IT ist ein sich schnell änderndes Umfeld. Man darf sich nicht ausruhen, man muss immer die aktuellen Entwicklungen verfolgen: Wo gibt es neue, andere Ansätze, die uns voranbringen? Ein aktuelles Thema ist der "Next Generation Desktop": Wie sieht der Desktop für Bosch-Mitarbeiter in der Zukunft aus? Wie wird die Nutzung der IT im beruflichen Umfeld und privat zusammenwachsen? Solche Innovationen bei Bosch einzubringen ist unsere tägliche Arbeit und das motiviert ungemein.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag bei Bosch aus?

Ich arbeite in der zentralen IT und bin dort Gruppenleiter für die Abteilung "Application Foundation and Security Unified Communication Services Design and Development". Für Bosch designen und entwickeln wir Dienste und Produkte, um die weltweite Zusammenarbeit zu ermöglichen und zu vereinfachen - unabhängig davon, ob der Bosch-Mitarbeiter mobil oder an einem festen Arbeitsplatz arbeitet. Die Idee hinter "Unified Communications" ist, durch eine Zusammenführung aller Kommunikationsdienste und die Integration mit Präsenzfunktionen die Erreichbarkeit von Kommunikationspartnern in verteilter Arbeit zu verbessern und so geschäftliche Prozesse zu beschleunigen. Bausteine für "United Communications" sind zum Beispiel Funktionen wie Video, Präsenz, Chat und Instant Messaging. Wir konzeptionieren die Architektur und entwickeln Lösungen für Bosch. Oft greifen wir dabei auf vorhandene Lösungen zurück und passen sie an die Bedürfnisse bei Bosch an.

Welche Dienste können das zum Beispiel sein?

Wir kümmern uns zum Beispiel um die Software, die Dienste rund um "Unified Communications" auf die Rechner der Kollegen bringt. Wir implementieren unter anderem die erforderliche Infrastruktur im Backoffice, um Funktionen wie Video, Präsenz, Instant Messaging, Chat und so weiter weltweit zur Verfügung stellen zu können. Diese Architektur für die Backoffice-Komponenten wurde durch mein Team konzipiert, pilotiert und implementiert. Die Backoffice-Infrastruktur besteht zum Teil aus Open-Source-Komponenten. Die IT steht niemals still, sodass die Plattform ständig weiterentwickelt werden muss, um neue Funktionen, die aus der Community hervorkommen, auch bei Bosch zur Verfügung stellen zu können.

Darüber hinaus sind wir für die Konzipierung, Implementierung und Bereitstellung von Lösungen des "Video@Bosch"-Konzepts verantwortlich. Das umfasst Livestreaming, Videokonferenzen und Video on Demand. Für das von uns entwickelte Konzept analysieren wir derzeit verfügbare Lösungen am Markt und werden als nächstes ein Proof of concept durchführen, um die künftige Lösung für Bosch festzulegen. Typischer Einsatzfall ist eine Anforderung vom Management, das eine "Ansprache" an alle Mitarbeiter des Geschäftsbereichs oder an eine bestimmte Zielgruppe durchführen möchte. Die Zuhörer nehmen weltweit vom Arbeitsplatz aus teil, an mehreren Standorten, in Besprechungszimmern, Kantinen oder Auditorien. Übertragen werden dann Video, Ton und Content. Unsere Aufgabe ist es zu beraten, wie das technische Setup aussehen könnte und welche technischen Rahmenbedingungen zu berücksichtigen sind, unter anderem benötigte Technik vor Ort, erforderliche Bandbreite im Netzwerk, notwendige koordinative Tätigkeiten an den Standorten. Wir geleiten die "Auftraggeber" bei der Implementierung und eventuell beim Event-Support.

Im letzten Jahr war ich außerdem verantwortlich für ein Sonderprojekt. Mein Auftrag war die Einführung einer neuen Online-Conferencing-Plattform, um eine weltweit einheitliche Lösung für die virtuelle Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen. Analysten gehen davon aus, dass etwa 70 Prozent der Mitabeiter global aufgestellter Unternehmen künftig an virtuellen Konferenzen teilnehmen werden. Mein Team und ich haben eine Marktanalyse durchgeführt und eine Produkt-Evaluierung mit Einbindung einiger Bosch-Mitarbeiter durchgeführt. Nach Entscheidung über die künftige Lösung bei Bosch waren wir für den Aufbau des Services, den Aufbau des zentralen Supports, die Erstellung und Bereitstellung von Trainingsmaterialien und den Aufbau von Online-Informationen verantwortlich. Wir haben evaluiert, welche Lösungen es dafür am Markt gibt und was am besten zu Bosch passt.

Was passiert, wenn das IT-Produkt implementiert ist?

Wenn das Produkt oder der Service eine bestimmte Reife erreicht hat, erfolgt die Übergabe an eine Betriebsorganisation. Vorausstetzung dafür ist, dass die Betriebsaspekte wie First-, Second- und Thirdlevel-Support geregelt und etabliert sind, genauso wie die Lifecycle-Prozesse, also Beantragung eines Benutzers, Passwortänderung, Löschen von Benutzern und qualitätssichernde Maßnahmen wie das Erheben von Key-Performance-Indikatoren. Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei der Einführung sind begleitende Marketing-Initiativen und Informationsveranstaltungen an den Bosch-Standorten weltweit, teilweise in Landessprache. Diese Veranstaltungen werden mit Unterstützung vieler weiterer Kollegen an den jeweiligen Standorten durchgeführt.

Sind Sie auch für Implementierungen weltweit verantwortlich?

In Zusammenarbeit mit den Kollegen an den Standorten weltweit erstellen wir die Roll-out- und Trainingskonzepte. Soweit erforderlich unterstützen Kollegen aus der IT-Organisation am Standort den Roll-out und die Trainingsmaßnahmen. 

Macht es einen Unterschied, ob man am Ende ein Produkt vorweisen kann?

Wir bieten einen Service an, der am Ende natürlich meistens mit einem Produkt verbunden ist, wie zum Beispiel dem "Virtual Conferencing Tool". Wenn ich so ein Produkt bei Bosch einführe, identifiziere ich mich natürlich stark damit. Es macht mir Spaß zu sehen, wie die Lösung ausgerollt wird, wie die Nutzerzahlen steigen. Und ich freue mich, wenn - das kommt auch in einem schwäbischen Unternehmen vor – ich gelobt werde. Ich fühle mich für den Service verantwortlich und versuche mit meinem Team, das beste Produkt anzubieten. Am Ende möchte ich, dass das von uns eingeführte Produkt in der Organisation positiv beurteilt und gerne genutzt wird.

Was bietet Ihnen Bosch, was andere Arbeitgeber so nicht bieten können?

Bosch hat ein sehr gutes Image als Arbeitgeber und für mich auch eine sehr hohe Glaubwürdigkeit. In der Krise, die auch Bosch getroffen hat, hat das Unternehmen seinen sozialen Charakter gezeigt. Es gab keine Entlassungen, stattdessen hat die Unternehmensführung an die Mitarbeiter appelliert: Wir machen alle ein bisschen weniger, dann muss keiner gehen. Darüber hinaus ist Bosch ein globales Unternehmen und bietet daher vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten. Ich kann mich entweder in meiner aktuellen Rolle weiterentwickeln oder auch mal etwas ganz anderes machen.

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