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Safari und saures Bier in Südafrika

Afrika (Quelle: freeimages.com, Autor: hislightrg)

Quelle: freeimages.com, hislightrg

Löwenbabys, saures Bier und Bergwanderungen in Turnschuhen – Südafrika hinterließ bei McKinsey-Beraterin Ella Schwarz unvergessliche Eindrücke. Neben dem Projekt blieb genug Zeit, Land und Leute kennenzulernen. Und einen Staat im Staat.

Als ich erfuhr, dass ich bei einem Projekt in Südafrika zum Einsatz komme, ging für mich ein Wunsch in Erfüllung. Meine Kollegen hatten mir tolle Geschichten über ihre Zeit am Kap erzählt. Dementsprechend groß war meine Vorfreude, als ich in Kapstadt landete.

Zum Glück konnte ich mir vor dem Projekt noch ein paar Tage Urlaub nehmen und genoss so die freie Zeit in Kapstadt. Am ersten Abend landete ich in einer kleinen Bar. Von außen fast unscheinbar lieferte drinnen ein Musiker eine spektakuläre Show. Er benutzte seine Gitarre nicht nurzum Spielen, sondern trommelte auch einen heißen Rhythmus auf dem Instrument.

Mein Abenteuer Südafrika ging in den nächsten Tagen per Mietwagen in der Gegend weiter. Die Weinberge rund um Stellenbosch waren genauso schön wie die malerische Küste.

Fünf Tage nach meiner Ankunft ging es dann nach Johannesburg. Vor dem Projektstart stand zunächst ein weiteres Highlight auf dem Programm: Bei einer kleinen Safari hatte ich die Chance, Babylöwen und kleine Tiger zu streicheln.

Zeitumstellung mal anders

Nach einer Woche Urlaub begann am Montag das Projekt. Unser Team war echt global besetzt: Es bestand aus Deutschen, Franzosen, Österreichern und Südafrikanern. Beim Klienten mussten wir uns umstellen, denn die meisten Mitarbeiter begannen ihren Arbeitstag schon um 7 Uhr morgens. Wir haben uns angepasst, der Wecker klingelte also auch bei uns extrem früh.

Alle Südafrikaner waren sehr gastfreundlich, jeder gab mir Tipps zu den Sehenswürdigkeiten, die ich mir am Wochenende unbedingt noch anschauen müsse. Am Freitagabend fuhr ich mit dem Mietwagen auf die fünfstündige Reise zu den Drakensbergen, ganz im Inneren Südafrikas. Hier liegt auch die Grenze zu Lesotho, dem kleinen Staat, der innerhalb Südafrikas liegt. Das Königreich ist dabei gar nicht so winzig –  Lesotho ist etwa so groß wie Belgien. Bei der Reiseplanung war Weitsicht gefragt, hier liegen Tankstellen gerne auch mal 150 km auseinander. Da muss das Benzin schon mal etwas länger reichen.

Auch in Südafrika kann es frostig werden

Auch am Wochenende klingelte der Wecker sehr früh, eine Wanderung stand auf dem Programm. Leider hatte ich nur Turnschuhe dabei. Außerdem war es recht kalt. Der südafrikanische Winter kann, wie ich leidvoll erfahren musste, sehr frostig sein. Der letzte steile Aufstieg war mühsam,aber der tolle Ausblick über die malerische Landschaft hat für die schmerzenden Füße entschädigt.

Am nächsten Tag führte die Wander-Tour nach Lesotho. Ein Tour-Guide zeigte uns 2.000 Jahre alte Höhlenmalereien, die die Ureinwohner vom Volk der San dort hinterlassen hatten. Anschließend ging es in ein kleines Dorf. Das einheimische selbstgebraute Bier war jedoch sehr gewöhnungsbedürftig, für meinen Geschmack viel zu sauer. Das Essen in Südafrika ist dafür umso besser: Ich kann jedem nur empfehlen, die Steaks mit dem leckeren Maisbrei, "Pap" genannt, zu probieren.

In dem kleinen Dorf lernten wir auch viele Kinder kennen, die uns erst neugierig und dann sehr herzlich begrüßten und mit uns spielen wollten. Weil sie von den Fotos, die wir mit ihnen gemacht haben so begeistert waren, haben wir ihnen einige per Post zugeschickt.

Drei Monate später

Die drei Monate auf dem Projekt waren fantastisch, die Zeit verging wie im Flug. Die Arbeit mit dem Klienten, einem großen Unternehmen aus der Bekleidungsbranche,war hervorragend. Die Klientin, die für unser Projekt zuständig war, hat uns so ins Herz geschlossen, dass sie uns zum Abschluss zu sich nach Pretoria zum Braai eingeladen hat – der südafrikanischen Version des Grillens. Unser Team hat die Vorspeise und das Dessert vorbereitet – es gab Guacamole und Apple Crumble. Auf dem Grill landeten dann Boerewoers, eine leckere südafrikanische Bratwurst mit Koriander.

Eigentlich darf man Südafrika nicht verlassen, ohne ein Spiel der Kaizer Chiefs, dem legendären Fußballclub aus Johannesburg, gesehen zu haben. Und so luden unsere Gastgeber uns zu einem Spiel der Mannschaft ein. Leider waren unsere Rückflüge jedoch schon gebucht. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Südafrika, ich komme wieder!

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Kommentare (3)

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  1. Noah

    Sehr interessanter Bericht, der neugierig auf mehr macht.

  2. Ella Schwarz

    Hallo David, Freut mich, dass dir der Bericht gefallen hat. Natürlich kann man am Wochenende nachhause fliegen. Ich bin dreimal nachhause geflogen, es gab aber auch Kollegen, die öfter hin- und hergeflogen sind. Ich wollte aber auch unbedingt Südafrika kennenlernen und habe daher die Zeit vorort zum Reisen genützt. Viele Grüße Ella

  3. D Koch

    Hallo Ella, danke fuer den sehr interessanten Bericht. Nur eine Frage: normalerweise sind Berater ja am Wochenende zu Hause. Aber bei einem Projekt in Sued Afrika ist das wohl wenig realistisch (ausserdem hast Du ja auch Bezug auf ein paar Wochenenden genommen, bei denen Du Ausfluege gemacht hast). Gibt es ueberhaupt die Moeglichkeit zwischendrin nach Hause zu fliegen oder ist man die 3 Monate vor Ort gesetzt? Viele Gruesse, David

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