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Studenten proben den Berater-Alltag

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Erfundene Case-Studys hat e-fellows.net-Stipendiatin Loraine zur Genüge geübt. Bei "Echtzeit 2014" von McKinsey durfte sie ein Berliner Start-up bei realen Herausforderungen unterstützen. Aber nicht nur Beratungserfahrung konnte sie dabei sammeln: Auch Cocktails mixen, Fotografieren und Beat-Boxen standen auf dem Programm.

Titel und Thema der Veranstaltung

Echtzeit 2014

Zeit und Ort

11.-14. September 2014, Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter

Insgesamt haben rund 30 Studenten an dem Event teilgenommen und wurden bei der Bearbeitung der Cases von sechs McKinsey-Beratern betreut.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe

Die Start-up-Szene habe ich schon lange spannend gefunden. Aber spätestens seitdem ich als Werkstudentin bei einem Gründerzentrum gearbeitet und an einem Praktikantenprogramm von Deloitte teilgenommen habe, ist mein anfängliches Interesse in Begeisterung umgeschlagen.

Bei "Echtzeit" hatte ich die einmalige Möglichkeit, die Gründer von sechs erfolgreichen Start-ups kennenzulernen und Lösungsvorschläge für deren aktuelle Herausforderungen zu erarbeiten. Ich wusste: Das ist die perfekte Chance, einen ersten Einblick in die Arbeit eines Unternehmensberaters zu erhalten.

Tag 1: Elevator Pitch und Bella Italia zwischen Wäscheleinen

Bei sehr unterhaltsamen Eisbrecher-Spielen lernten wir in lockerer und ungezwungener Atmosphäre unsere Betreuer von McKinsey kennen.

Anschließend präsentierten uns die Gründer und Vertreter der Start-ups ihre derzeitigen Projekte. Es kam mir nahezu wie ein Elevator Pitch vor, bei dem jeder Jungunternehmer versuchte, uns von seinem Business Plan zu überzeugen und für sich zu gewinnen. Schon dabei lernten wir eine ganze Menge: Wie schafft man es, das Publikum in seinen Bann zu ziehen? Worauf kommt es bei einem Business Plan an? Wie überzeugt man seine Zuhörer?

Abends ging es zum Dinner in einen ehemaligen Wäschereibetrieb, wo wir zwischen Wäscheleinen bei Wein und italienischen Spezialitäten den Beratern ganz persönliche Fragen stellen konnten.

Tag 2: Die Arbeit ruft …

Am nächsten Morgen trafen wir uns in unseren Teams und bekamen erst einmal ein kurzes Training rund um die Frage, wie man ein Problem richtig definiert. Dann ging es an den konkreten Case "unseres" Start-ups. Ich hatte mich für Kiwi.ki beworben, ein Unternehmen, das elektronische Schlüsselsysteme herstellt: Statt eines riesigen Schlüsselbundes braucht man nur das Smartphone, um Tor und Tür zu öffnen. Bislang hat Kiwi.ki sehr erfolgreich für andere Firmen produziert, möchte sein Produkt jetzt aber direkt an die Endkunden verkaufen. Mein Team analysierte deswegen, wie effizient die bestehenden Vertriebskanäle des Unternehmens sind und erarbeitete neue Vertriebswege und -konzepte.

Nachmittags besuchten wir die Start-ups vor Ort. So konnten wir uns ein Bild von den Lokalitäten machen, letzte Fragen mit den Gründern klären und ihnen unsere bisherigen Ergebnisse vorstellen. Die neu gewonnen Informationen bauten wir dann gleich im Anschluss in unsere Lösungsansätze ein.

Tag 3: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Am dritten Tag war es schließlich soweit. Die Start-ups kamen zu Besuch in das Berliner McKinsey-Büro, und jedes Team präsentierte ihnen sowie den McKinsey-Beratern seine Ideen.

Nach ganz viel konstruktiver Kritik und noch mehr Lob durften wir uns voll und ganz auf den geselligen Teil des Workshops freuen: In der szenigen Event-Location "Backyard Kreuzberg" stand bei Cocktail-, Fotografie- und Beat Box-Workshops der Spaß im Vordergrund. 

Tag 4: Frühstück, Feedback und Freunde

Der letzte Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück im McKinsey-Büro, beim dem wir viele interessante Informationen und Tipps zu Bewerbung und Einstieg bekamen. Anschließend gaben uns die Berater ihr ganz persönliches Feedback mit auf den Weg, denn– wie wir gelernt haben –wird die Feedback-Kultur bei McKinsey sehr ernst genommen. Damit neigte sich dieses großartige Event leider dem Ende zu. Der Abschied fiel uns tatsächlich sehr schwer, denn obwohl wir uns erst seit vier Tagen kannten, waren wir während dieser Zeit doch zusammengewachsen.

Fazit

Mir hat das Event in jeder Hinsicht sehr gut gefallen. Dadurch, dass die Fallstudien nicht erfunden, sondern real waren, haben wir einen richtig guten Eindruck davon bekommen, wie die Arbeit eines Unternehmensberaters tatsächlich aussieht. Bei den "Fun-Modulen" haben wir uns in entspannter Atmosphäre ein persönliches Bild von den Beratern machen und dabei noch das ein oder andere Vorurteil aus der Welt schaffen können.

Sehr spannend war auch, aus erster Hand von Jungunternehmern zu erfahren, wie es ist, ein Unternehmen zu gründen, was man beachten muss und welche Probleme sich ergeben können. Abschließend kann ich sagen, dass ich dieses Event allen empfehle, die über einen Einstieg in der Managementberatung nachdenken und Leidenschaft für die Start-up-Szene mitbringen.

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