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Was gehört in die Bewerbung?

Studentin, Anstrengung, Überlegen, Ratlosigkeit [Quelle: unsplash.com, Autor: JESHOOTS.COM]

Quelle: unsplash.com, JESHOOTS.COM

Diese Unterlagen werden von Unis oft verlangt.

Sprachnachweise

Viele Hochschulen fordern, dass Bewerber ihre Englischkenntnisse nachweisen. Meist geht das mit dem Test of English as a Foreign Language, kurz: Toefl, der international anerkannt wird. Beim Toefl musst du zeigen, dass du Englisch beim Lesen und Hören verstehst und dass du selbst sprechen und schreiben kannst. In vielen deutschen Städten gibt es Testcenter, in denen du dich spätestens eine Woche vor dem Test anmelden musst. Je früher du dran bist desto besser, denn manchmal sind alle Plätze vergeben. Der Test kostet etwa 200 Euro. Einige Hochschulen bieten eigene Englischtests an, die günstiger sind. An der Uni Oldenburg zahlen Teilnehmer etwa 80 Euro für den Sprachtest. Außerdem kannst du dir oft auch beim Sprachenzentrum an deiner Hochschule einen Nachweis ausstellen lassen. Bevor du also unnötig Geld für den Toefl ausgibst, frag lieber nach, welchen Sprachnachweis deine Uni sehen will. Bei geisteswissenschaftlichen Mastern solltest du klären, ob du ein Latinum brauchst. Manche Unis bieten Intensivkurse in den Semesterferien dafür an.

Gmat, GRE und TM-Wiso

Der englischsprachige Graduate Management Admission Test (Gmat) ist ein Test für die Zulassung zur Managementausbildung. Er besteht aus Text-, Rechen- und Logikaufgaben. Du benötigst ihn beispielsweise, wenn du dich für den Master in Business Research an der Uni Mannheim oder für den Master in Global Business Management an der Uni Augsburg bewirbst. Der Gmat kostet rund 200 Euro. Ein gutes Testergebnis ist für Bewerber mit schwächeren Noten wichtiger als für diejenigen mit sehr guten, denn es verbessert oft die eigene Position in der Rangliste. Damit du gut abschneidest, solltest du dich auf den Test vorbereiten, zahlreiche Hochschulen bieten dazu kostenlose oder günstige Kurse an. Gut zu wissen: In vielen Zulassungsverfahren wird der Gmat zwar erwähnt, ist aber nicht verpflichtend. In anderen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen werden vergleichbare Tests wie der Graduate Record Examination (GRE) oder der TM-Wiso verlangt.

Projektskizzen

In vielen kreativen Masterstudiengängen werden Arbeitsproben oder auch Projektskizzen gefordert. So etwa bei dem Master im Bereich Gestaltung an der Fachhochschule Bielefeld oder im Master in Design an der Universität der Künste in Berlin. Das ist oft viel aufwendiger als ein Motivationsschreiben: In einem meist mehrseitigen Exposé sollen Bewerber eine konkrete Projektidee vorstellen, die sie im Studium realisieren möchten. Das Projekt sollte zum Themengebiet des Studiengangs passen. Einige Lehrstühle bieten Beratungstermine für Projektskizzen an und geben Feedback, bevor Studenten sie verbindlich einreichen.

Gutachten

Gutachten werden fast standardmäßig von Bewerbern verlangt. Mit dieser Hürde sollen alle aussortiert werden, die sich nicht rechtzeitig über die Zulassungsvoraussetzungen informiert haben. Sechs Wochen Zeit solltest du einem Dozenten geben, damit er dein Gutachten anfertigt. Am besten wählst du einen Dozenten, bei dem du in mehreren Seminaren gute Noten bekommen hast. Wenn ausdrücklich ein Gutachten von einem Professor verlangt wird, wende dich an dessen Lehrstuhlmitarbeiter. Die meisten Professoren vertrauen den Einschätzungen ihrer Mitarbeiter und lassen sich von ihnen beim Verfassen des Schreibens helfen. Wichtig: Vorher abklären, ob du dem Gutachter inhaltliche Textbausteine liefern sollst. Und noch wichtiger: Sag dem Gutachter, ob bestimmte Themen abgedeckt werden müssen. Meistens werden Einschätzungen zu Persönlichkeit, Leistung oder Engagement verlangt. In naturwissenschaftlichen Fächern sollte das Wort "Teamfähigkeit" erwähnt werden, da in Labors oft in der Gruppe gearbeitet und viel Wert auf gute Zusammenarbeit gelegt wird. Beim Einschätzen von Leistungen sind Vergleiche mit Kommilitonen ratsam. Wenn du zu den Besten deines Jahrgangs zählst, sollte das im Gutachten stehen. Die Formulierung "mit Nachdruck und ohne Vorbehalt" ist eine ganz entscheidende Aussage für die Auswahlkommission: Dieser Satz verrät, dass ein Gutachter dich tatsächlich empfiehlt.

Beglaubigungen

Sobald du zugelassen bist, brauchst du für die Immatrikulation viele Dokumente. Das sind eine Kopie deines Personalausweises, eine Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse und der Beleg, dass die Studiengebühren bezahlt sind. Amtliche Beglaubigungen von Kopien sind nur nötig, wenn sie explizit gefordert werden. In Bürgerbüros und oft auch im Prüfungsamt der Uni kriegst du die günstiger als beim Notar. Oder sogar kostenlos.

© ZEIT ONLINE (Zur Original-Version des Artikels)

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