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Digital, hybrid, vor Ort: Wie sieht die Veranstaltung der Zukunft aus?

Recruiting-Events finden in der Pandemie digital statt [Quelle: Unsplash.com, Autor: Surface]

Quelle: Unsplash.com, Surface

Viele Recruiting-Veranstaltungen mussten seit Frühjahr 2020 pandemiebedingt ausfallen. Wo immer es ging, wurde ins Digitale umgestellt. Doch wie zufrieden waren die teilnehmenden Unternehmen, Studierenden und Young Professionals mit den Online-Alternativen? Und welche Event-Variante wird in Zukunft vorherrschen? Eine Umfrage von e-fellows.net geht diesen Fragen nach.

Seit über einem Jahr können Präsenzveranstaltungen nur im kleinen Rahmen und unter hohen Auflagen stattfinden – wenn überhaupt. Um trotzdem mit potentiellen Bewerber:innen in Kontakt zu treten, haben viele Unternehmen Online-Events für sich entdeckt. Auch e-fellows.net selbst lässt seit Frühjahr 2021 alle Recruiting-Veranstaltungen für Unternehmen und Hochschulen im Online-Format stattfinden.

Steigende Impfquoten und niedrige Inzidenzen lassen uns aber auch schon an eine Zeit nach Corona denken: Wie wird es dann mit Online-Veranstaltungen weitergehen? Welche Rolle werden sie spielen? Wie zufrieden sind Unternehmen und Teilnehmer:innen mit digitalen Events? Wir haben uns dazu in unserem Netzwerk umgehört und im Rahmen einer Online-Befragung im Mai 2021 Feedback von 40 Unternehmensvertreter:innen und 111 Studierenden beziehungsweise Young Professionals gesammelt.

Die Ergebnisse unserer Umfrage im Überblick

Drei Viertel der befragten Unternehmen mussten die Anzahl ihrer Recruiting-Veranstaltungen während der Pandemie herunterfahren, ein Drittel verzeichnete sogar einen Rückgang von mehr als 50 Prozent. Dabei stieg der Anteil von Online-Formaten an allen Veranstaltungen von 6 Prozent in der Vor-Covid-19-Zeit (2019) auf 73 Prozent in 2020/21. 

Mit der Umsetzung dieser digitalen Events sind zwei Drittel der befragten Unternehmen zufrieden. Ähnlich sieht es bei den Event-Teilnehmern, also den Studierenden und Young Professionals, aus. Verglichen mit Präsenzveranstaltungen bewerten allerdings beide Seiten die Online-Formate als weniger erfolgreich: Nur 27 Prozent der Student:innen und 18 Prozent sind mit dem Ertrag der Events in Hinblick auf die Talentgewinnung beziehungsweise das Kennenlernen potentieller Arbeitgeber zufrieden.

Daten zur Zufriedenheit mit der Umsetzung digitaler Recruiting-Events [Quelle: e-fellows.net]

Der Karrierenachwuchs vermisst bei digitalen Veranstaltungen vor allem die Möglichkeit für persönliche und informelle Gespräche. Auch der Austausch mit zufälligen Kontakten gehe verloren. Gleiches bemängeln die Unternehmen: Ihnen fehlt das Laufpublikum, das "einfach so" am Messestand vorbeischaut. Außerdem stellen sie eine geringere Verbindlichkeit der Teilnehmer:innen bei Online-Terminen fest.

Für beide Seiten sind die Zeit- und Kostenersparnis durch die wegfallende Anreise sowie die Flexibilität klare Pluspunkte digitaler Veranstaltungen. Unternehmen schätzen bei dieser Veranstaltungsform auch die größere Reichweite – schließlich können sich Teilnehmer:innen von jedem Ort der Welt aus in die Veranstaltung einwählen. Die Studierenden schätzen es besonders, wenn bei Online-Events bereits vorab feste Gesprächstermine vereinbart werden können.

Anreisedauer entscheidet über Präferenz – besonders bei Studierenden

Macht das Entfallen der Anreise Online-Veranstaltungen auch nach Ende der Corona-Pandemie zu einer attraktiven Alternative? Um das herauszufinden, haben wir beide Seiten gefragt, welches Veranstaltungsformat sie in Abhängigkeit von der Fahrzeit präferieren. Bei einer Anreisedauer unter einer Stunde bevorzugen 73 Prozent der Studierenden ein Vor-Ort-Event. Aber bereits ab mehr als zwei Stunden Anreise ziehen 70 Prozent die digitale Recruiting-Veranstaltung vor, bei mehr als vier Stunden Anfahrt sogar 85 Prozent.

Bei den befragten Unternehmen verhält es sich zwar bei Anfahrtszeiten bis zu einer Stunde noch ähnlich (85 Prozent bevorzugen vor Ort). Allerdings besteht mehr Toleranz gegenüber der längeren Anfahrt: Mehr als ein Viertel (28 Prozent) zieht trotz einer Anreise von zwei bis vier Stunden noch die Präsenzveranstaltung vor. Bei über vier Stunden sind es immerhin noch 15 Prozent.

Vor Ort-Veranstaltung für Einzelgespräche und Netzwerken bevorzugt

Welche Programmpunkte lassen sich gut ins Digitale verlagern und wo bieten Online-Events noch keinen adäquaten Ersatz? Auch das haben wir in unserer Studie abgefragt. Laut Befragung ziehen die Unternehmensvertreter:innen für Einzelinterviews Präsenzveranstaltungen vor (77 Prozent). Die Studierenden hingegen haben keine klare Präferenz für Einzelgespräche in der Digital- oder Vor-Ort-Variante. Für Unternehmenspräsentationen bevorzugt die Mehrheit die Online-Form, zum Netzwerken halten 87 Prozent der Studierenden Präsenzveranstaltungen für geeigneter (Unternehmen: 77 Prozent).

Je nach Event-Baustein bevorzugen Studierende und Unternehmensvertreter:innen digital oder vor Ort [Quelle: e-fellows.net]

Digitale Veranstaltungen bleiben relevant

Für die Zeit nach der Pandemie erwarten die Unternehmen, dass noch rund ein Drittel der Recruiting-Veranstaltungen digital stattfinden wird. Die Studierenden und Young Professionals gehen sogar von 51 Prozent aus.

Die große Mehrheit der Studierenden / Young Professionals (86 Prozent) wie auch der Unternehmen (77 Prozent) erwartet eine Rückkehr zu Präsenzveranstaltungen frühestens ab November 2021. Ein Drittel der Unternehmen hat sich noch nicht festgelegt, welche Form des Recruitings sie im Herbst 2021 nutzen werden. Ein weiteres Drittel geht von einer hybriden Lösung aus – auch wenn die konkrete Ausgestaltung noch unklar ist. Denn: Während viele Personaler:innen bereits mit hybriden Lösungen für Vorstellungsgespräche in der Zeit nach der Pandemie rechnen, scheinen sie hinsichtlich der Nutzung einer Mischform für Recruiting-Veranstaltungen noch unsicher und unvorbereitet. Nur etwas mehr als die Hälfte (54 Prozent) wird hybride Events sehr oder eher wahrscheinlich einsetzen. 38 Prozent geben an, sich noch nicht mit hybriden Veranstaltungen zu beschäftigen. Mehr als ein Viertel wartet auf konkrete Angebote hierzu.

Unternehmen stehen hybriden Events noch skeptisch gegenüber [Quelle: e-fellows.net}

Auch viele Nachwuchskräfte können sich noch nicht ganz mit der Mischform anfreunden: 54 Prozent würden im Herbst 2021 wahrscheinlich an einer hybriden Recruiting-Veranstaltung teilnehmen. Nach Ende der Pandemie können es sich ähnlich viele vorstellen (46 Prozent).

Studenten haben keine klare Meinung zu Hybrid-Events [Quelle: e-fellows.net]
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