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Erfolgreiches Social Media Recruiting: So geht’s!

Smartphone Social Media Icons [Autor: Kon Krampelas, Quelle: unsplash.com]

Autor: Kon Krampelas, Quelle: unsplash.com

Das Nutzen sozialer Medien und interaktiver Online-Netzwerke hat nicht nur im privaten Bereich zunehmend an Beliebtheit und Relevanz gewonnen. Neben Marketing-Maßnahmen – etwa mittels Influencern und Werbeschaltungen auf Instagram – wird Social Media ebenso bei der Personalakquise immer wichtiger. Wie Sie die passenden Bewerber finden und welche Plattformen sich hierfür besonders gut eignen, lesen Sie in diesem Beitrag.

Social Media Recruiting – eine kurze Einführung

Als Social Media Recruiting bezeichnet man allgemein die Personalbeschaffung über Social Media. Hierfür werden sowohl eher privatgenutzte soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter oder YouTube als auch auf Personalmarketing ausgelegte Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, herangezogen.

Um herauszufinden, auf welchen Plattformen die Menschen heutzutage unterwegs sind, wurde eine Umfrage durchgeführt. YouTube und WhatsApp sind demnach die beliebtesten sozialen Netzwerke.

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Reichweite von Social Networks in Deutschland 2019

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Laut einer weiteren Befragung unter 160 deutschen Top-Unternehmen ist der beliebteste Kanal für die Veröffentlichung von Stelleninseraten immer noch die Unternehmenswebsite.

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Kanäle zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen durch Unternehmen bis 2018

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Für Unternehmen birgt das Social Media Recruiting den Vorteil, dass sie Bewerber direkt und gezielt ansprechen können. Durch eine kreative Gestaltung des eigenen Online-Auftritts präsentieren Sie sich als attraktiver Arbeitgeber. Dies steigert wiederum das Ansehen der Firma und erhöht die Anzahl der Bewerbungen. Durch Stellenausschreibungen beginnt zudem eine aktive Kommunikation mit den Interessenten.

Eine Studie hat ergeben, dass Unternehmen im Jahr 2018 nur zu knapp einem Drittel Social Media Plattformen zur Personalakquise genutzt haben. Das bedeutet, dass dort noch jede Menge Potential ungenutzt ist.

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Umfrage unter Führungskräften zur Nutzung verschiedener Rekrutierungskanäle 2019

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Die Verteilung der Neu-Einstellungen zeigt ein ähnliches Bild. Online-Stellenbörsen schneiden am Besten ab, während nur 4,2 % der Unternehmen ihre Mitarbeiter über Karriere-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn gefunden haben.

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Recruiting-Kanäle nach Anteil der Neueinstellungen bis 2018

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Aus Sicht der Bewerber ermöglicht die Personalakquise über soziale Netzwerke eine einfache Kontaktaufnahme mit dem Unternehmen sowie einen klaren Einblick in das Management-Team. Viel wichtiger sind allerdings die Gestaltungsmöglichkeiten, die ein derartiger Bewerbungs-Prozess bietet.

Auf der eigenen Seite kann man sich so zeigen, wie man ist und wie man gern gesehen werden möchte. Wünsche und Ansprüche an den zukünftigen Arbeitgeber finden genauso Platz, wie persönliche Interessen und bisher gesammelte Erfahrungen. Außerdem werden viele Stellenanzeigen auf diesen Plattformen inseriert, wodurch Netzwerke wie LinkedIn und Xing eine gute Alternative zu gewöhnlichen Karriere-Plattformen darstellen.

Für die Suche nach den passenden Ausschreibungen begeben sich Jobsuchende vorwiegend auf das Business-Netzwerk Xing. LinkedIn folgt mit etwas Abstand an zweiter Stelle.

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Nutzung von Social-Media-Plattformen für die Stellensuche in Deutschland 2018

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Formen des Online-Recruitings

Zwei bekannte Arten, wie der Online-Recruiting-Prozess stattfinden kann, sind das Social Profiling und die Social Distribution. Wir erklären beide im Folgenden.

Social Profiling

Beim Social Profiling werden Daten und Informationen, die im Internet zu einer Person zu finden sind, verwendet, um ein berufliches Profil zu erstellen. Dazu gehören sowohl die im Profil angegebenen Daten in sozialen Netzwerken als auch das generelle Suchverhalten, der Besuch diverser Blogs oder die Beteiligung an Online Communities. Auf diese Weise sollen passive Kandidaten für die vakante Stelle identifiziert werden.

Achtung: Diese Herangehensweise ist rechtlich sehr bedenklich und sollte daher nicht in diesem Ausmaß durchgeführt werden! Wir empfehlen eher das sogenannte Profile Mining in öffentlichen Business-Netzwerken. Dies ist eine Methode des im nächsten Punkt angeführten Active Sourcings. Dabei sehen sich Recruiter unterschiedliche Profile in Netzwerken wie Xing oder LinkedIn an und kontaktieren vielversprechende Kandidaten direkt darüber.

Der große Vorteil dieser Herangehensweise: Der Bewerber-Pool erweitert sich, indem die Personen, die gerade nicht auf Jobsuche sind, dennoch auf die freie Stelle aufmerksam gemacht werden und deren Interesse geweckt wird.

Social Distribution

Eine weitere Möglichkeit der Talentsuche im Netz nennt sich Social Distribution oder auch Active Sourcing. Diese Strategie zielt im Grunde darauf ab, geeignete Kandidaten über die sozialen Medien ausfindig zu machen und sie anschließend direkt über ihr Online-Profil anzusprechen.

Der Vorteil hier: Die kontaktierten Personen können die Information über die offene Stelle an ebenfalls qualifizierte Bekannte und Freunde weitergeben. Dadurch wird der “Talent-Pool“ erweitert und gleichzeitig der Bekanntheitsgrad des Unternehmens gesteigert.

Employer Branding

Abgesehen von den Methoden der direkten und indirekten Personalbeschaffung, spielt auch das sogenannte Employer Branding eine große Rolle. Dabei handelt es sich um eine unternehmens-strategische Maßnahme. Ziel ist es, unter Zuhilfenahme von Marketing-Konzepten und Elementen des Brand Managements für einen guten Ruf der Firma zu sorgen.

Anhand von kreativen Postings, inklusive Bilder und Videos, soll das Unternehmen als Arbeitgeber möglichst positiv und attraktiv dargestellt werden. Besonders beliebt sind beispielsweise Behind-The-Scenes-Aufnahmen. In diesen teilen aktive Mitarbeiter ihre persönlichen Erfahrungen und sprechen darüber, was die Arbeit dort auszeichnet und warum sie es weiterempfehlen würden.

Erfolgreiche Beispiele aus der Realität sind:

  • Women Matter“-Kampagne von McKinsey
  • Be Lufthansa“ Karriere-Blog der Lufthansa Fluggesellschaft
  • Heineken Asia Pacific Graduate Program“-Kampagne, die unter Verwendung des Hashtags #GoPlaces in sozialen Netzwerken geteilt wurde

Wahl der richtigen Plattform

Die Aufgabe von erfolgreichem Personalmarketing ist es, den passenden Mix der verschiedenen Online-Netzwerke zu finden. Die Wahl hängt dabei sowohl von der Zielgruppe als auch von der Unternehmensphilosophie und der gewählten Strategie zur Akquise ab.

So hat jede Plattform ihre eigenen Vor- und Nachteile. Im Jahr 2018 wurden sie auf folgende Weise genutzt:

Infografik [Quelle: Clevis GmbH]

Umfrage zu Kanälen und Zielen von Social Media im Recruiting in Deutschland 2017

Quelle Grafik: Clevis GmbH

Soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram, lassen sich besonders gut für das Employer Branding nutzen. Das Posten von Beiträgen über das Unternehmen und dessen Mitarbeiter auf der offiziellen Seite zeugt von Authentizität und Offenheit.

Zusätzlich bieten diese Plattformen die Möglichkeit, mehr über die Interessen der potenziellen Kandidaten zu erfahren. Allerdings gilt es zu beachten, dass diese Seiten großteils zu privaten Zwecken genutzt werden und daher nicht unbedingt auf das Unternehmen abgestimmt sind.

Profile auf Business-Netzwerken wie LinkedIn und Xing sind hingegen speziell auf geschäftliche Beziehungen ausgelegt. Daher informieren sie im Gegensatz zu den sozialen Profilen hauptsächlich über den beruflichen Werdegang sowie den Ausbildungsgrad der Personen. Die Wahrscheinlichkeit, auf diesen Plattformen neue beruflich-relevante Beziehungen zu knüpfen, ist demnach ebenfalls höher. Natürlich ist auch hier Employer Branding möglich.

Fazit: Social Media für die Personalakquise gehört mittlerweile zum Alltag

Studien haben ergeben, dass heutzutage lediglich knapp 5 % der Unternehmen in Deutschland kein Social Media nutzen, um neue Bewerber für die dortige Arbeit zu begeistern. Das zeigt, wie wichtig die Wahl der richtigen Strategie und der richtigen Plattformen für das Finden passender Mitarbeiter und folglich konstruktiver Zusammenarbeit ist.

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