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Hänger? Nein, danke! Zehn Tipps für mehr Arbeitsmotivation

Drei Frauen springen in die Luft. [Quelle: freeimages.com, Autor: lusi]

Quelle: freeimages.com, lusi

Haben Sie heute schon auf die Uhr geschaut und sich auf Ihren Feierabend gefreut? Dann sind Sie in bester Gesellschaft, denn kleine Motivationslöcher kennt jeder. Hier erfahren Sie, wie Sie aus einem akuten Tief herauskommen und warum ein Schoko-Nikolaus die Arbeitsmoral oft nachhaltiger stärkt als Geld.

Den Montagmorgen mit einem Lächeln beginnen, energiegeladen im Büro ankommen, den ganzen Tag über motiviert und im Flow arbeiten – ein solcher Arbeitsalltag ist für viele nur ein schöner Wunschtraum. In der Realität kennen wir alle Tage, an denen wir uns unausgeschlafen und lustlos ins Büro schleppen und die Minuten bis zum Feierabend zählen. Das ist nur allzu menschlich. Problematisch wird es allerdings, wenn sich die Demotivation über Wochen oder gar Monate hinzieht. Dass solche Dauer-Tiefs keine Seltenheit sind, zeigen aktuelle Zahlen.

Mangelnde Mitarbeitermotivation kostet Unternehmen Milliarden

Nur rund 13 Prozent der Beschäftigten in Deutschland arbeiten motiviert und engagiert – zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Gallup-Umfrage. 67 Prozent machen nur Dienst nach Vorschrift, 20 Prozent haben sogar innerlich gekündigt.

Das ist nicht nur schade, sondern auch schädlich: zum einen für die unmotivierten Beschäftigten, denn wer seinen Beruf mag, lebt nachweislich zufriedener und letztlich gesünder. Zum anderen leidet das betroffene Unternehmen, denn unmotivierte Mitarbeiter leisten tendenziell schlechtere Arbeit und haben dafür höhere Fehlzeiten. 16,2 Milliarden Euro im Jahr – so die Gallup-Studie – entgehen Unternehmen in Deutschland aufgrund von Fehlzeiten. Die Kosten einer hohen Mitarbeiterfluktuation sind dabei noch gar nicht eingerechnet.

Nette Kollegen und guter Kaffee – die Top-Ten-Motivationsfaktoren

Ein höheres Gehalt, mehr Freizeit und größere Verantwortung sorgen für engagiertere Beschäftigte, so die Überzeugung vieler Personaler. Dass andere Aspekte entscheidend sind, zeigt die jährliche Umfrage der ManpowerGroup. Demnach belegt ein gutes Arbeitsverhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten den ersten Platz unter den Motivationsfaktoren. Es kann sich also nur lohnen, mithilfe von Leitbildern, Teambuildung-Workshops und anderen Firmenevents in ein besseres Arbeitsklima zu investieren.

Die Top-Ten-Motivationsfaktoren (Quelle: eigene Darstellung nach https://www.manpowergroup.de/fileadmin/manpowergroup.de/Studien/MPG_190219_Quick_Survey_Arbeitsmotivation_2019.pdf)

Manchmal fehlt nur eine Kleinigkeit zum Jobglück. So gibt rund jeder Vierte in der Befragung an, dass guter Kaffee am Arbeitsplatz seine Arbeitsmoral stärken würde, jeder Fünfte lässt sich von Pflanzen im Büro motivieren.

Auf der anderen Seite geben 18 Prozent der Befragten an, dass keiner der genannten Faktoren die eigene Arbeitsmoral verbessern würde. Unklar ist, ob diese Menschen bereits wunschlos glücklich oder so unzufrieden sind, dass nichts ihre Arbeitsfreude erhöhen könnte. Vielleicht wünschen sie sich statt guten Kaffees auch einfach besseren Tee.

Zehn Tipps gegen ein akutes Motivationsloch

Wer einen kurzen Hänger hat, kann einiges tun, um wieder durchzustarten. Mit diesen zehn Tipps arbeitet es sich leichter:

1. Positiv denken
Die Deutschen gelten als Weltmeister im Jammern. Wir neigen dazu, eher die negativen als die positiven Seiten des Lebens – und der Arbeit – zu fokussieren. Doch unser Denken hat großen Einfluss auf unsere Gefühle. Deshalb sollten Sie versuchen, die Dinge positiv zu sehen. Konzentrieren Sie sich auf die Aufgaben oder Aspekte, die Ihnen bei der Arbeit Freude bereiten.

2. Mit anderen austauschen
Manchmal sorgt ein Tunnelblick dafür, dass wir uns zu sehr auf die negativen Dinge in unserem Alltag konzentrieren. Wir sehen nur noch das, was uns Unlust bereitet, und vergessen, dass unser Beruf auch schöne Seiten hat. Ein Gespräch mit netten Kollegen hilft da wahre Wunder. Schon ein kurzer Plausch an der Kaffeemaschine hebt die Stimmung nachweislich – sofern uns das Gegenüber sympathisch ist. Besonders motivierend: ein energiegeladener Gesprächspartner, der mitreißen kann.

3. Belohnung in Aussicht stellen
Wenn ein Tag oder bestimmte Aufgaben besonders demotivierend oder unangenehm sind, hilft es, sich eine Belohnung für den Feierabend in Aussicht zu stellen. So haben Sie ein Ziel, auf das Sie sich freuen und auf das Sie hinarbeiten können.

4. Realistisch planen
Oft überfordern wir uns selbst, indem wir uns unerreichbare Ziele setzen oder uns so viel für einen Tag vornehmen, dass wir unmöglich alles schaffen können. Wenn abends dann noch die Hälfte aller To-dos unerledigt ist, sind wir zwangsläufig frustriert und demotiviert. Deshalb ist eine realistische Planung ein wichtiger Schritt zu mehr Arbeitsmotivation. Teilen Sie ihre Aufgaben einfach ein in die Kategorien "sehr wichtig", "dringlich" und "kann liegen blieben" ein. So setzen Sie die richtigen Prioritäten.

5. In kleinen Etappen planen
Punkte auf einer To-do-Liste abzuhaken empfinden viele Menschen als befriedigend, denn so haben sie das Gefühl, etwas geleistet zu haben. Nutzen Sie diesen Trick als Motivationshilfe, indem Sie in kleinen Etappen denken und planen. Wenn Sie mehrere Zwischenziele am Tag erreichen, gibt es immer wieder kleine Erfolge, die einen Motivationsschub verleihen.

6. Unangenehmes angehen
Manchmal sind es einzelne Aufgaben, die uns lähmen. Wir schieben sie dann allzu gerne vor uns her. Doch der Gedanke daran, dass uns noch etwas Unangenehmes bevorsteht, treibt uns unterschwellig weiterhin um. Deshalb ist es besser, diese Aufgaben möglichst bald anzugehen. Oft stellt sich dann heraus, dass die Überwindung schlimmer war als die Aufgabe selbst. Das Gefühl, sich überwunden zu haben, gibt neue Energie. Wenn die Aufgabe tatsächlich so langweilig, frustrierend oder anstrengend ist wie befürchtet, können Sie die Fünf-Minuten-Regel einsetzen: Nach fünf Minuten ist Schluss. So arbeiten Sie die unangenehme Aufgabe einfach in kleinen und erträglichen Schritten ab.

7. Unterbrechungen vermeiden
Ständige Anrufe, E-Mails, die im Minutentakt aufpoppen, Kollegen, die sich die Klinke in die Hand geben – Unterbrechungen sind echte Stressfaktoren am Arbeitsplatz. Gerade wenn die Motivation nachlässt, ist es daher sinnvoll, ungestört zu arbeiten. Schalten Sie nach Möglichkeit das E-Mail-Programm aus, stellen Sie das Telefon um und bitten Sie die Kollegen, Ihnen für Ihre Aufgabe ein wenig Ruhe zu lassen.

8. Pause machen
Unsere Smartphones laden wir regelmäßig auf, doch uns selbst gönnen wir das deutlich seltener. Der "Stressreport" des Bundesamts für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin zeigt: Rund jeder vierte Beschäftigte lässt Pausen regelmäßig ausfallen. Kurze Auszeiten sind jedoch extrem wichtig für die Arbeits- und Konzentrationsfähigkeit. Nutzen Sie daher immer wieder Pausen für einen kleinen Spaziergang oder ein nettes Gespräch, um Ihren Akku wieder aufzuladen.

9. Mentoren suchen
Wenn Sie längerfristig nicht mehr aus Ihrem Motivationsloch kommen, sollten Sie sich einen Mentor oder Coach suchen, der Ihnen hilft, neue Energie zu tanken.

10. Rahmenbedingungen ändern
Mangelnde Motivation entsteht meist aus unseren Arbeitsbedingungen, zum Beispiel ein als zu niedrig empfundenes Gehalt. Sorgen Sie für Veränderung, indem sie eine Gehaltsverhandlung planen. Wenn Ihnen neue berufliche Anreize fehlen, können Sie sich auch überlegen, ob eine Weiterbildung für Sie möglich ist. Wenn all das nicht hilft, lohnt sich vielleicht ein Jobwechsel.

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