Partner von:

Stipendiat des Monats August


Nachhilfe für Mitschüler geben kann jeder. Sam hat sich während seines Studiums eine ganz besondere Zielgruppe ausgesucht: Seit zwei Jahren erteilt er Handwerkern wie Malern oder Friseuren, die noch keinen Job gefunden haben, Förderunterricht. In Mathe, Politik oder Wirtschaft. Nebenher machen seine "Schüler" eine Ausbildung in Betrieben. Das Ganze ist ein Projekt in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt. Für Sam ein netter Nebenjob, für die Auszubildenden ein echtes Plus beim Jobeinstieg.

Ihn selbst zieht es nach seinem Bachelor-Studium noch nicht gleich in den Job. Erstmal soll's nach Singapur gehen - zum Masterstudium. Mal eine andere Ecke der Welt kennen lernen. Vorstellen könnte sich Sam langfristig zum Beispiel einen Job als Marketing Manager bei einer großen IT-Firma im Ausland.

Sam über sich...

Experte bin ich im... effizienten Lernen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man an der Uni durchaus nicht immer alles verstanden haben muss, um eine gute Klausur zu schreiben. Die Kunst ist nur, die richtigen Teilbereiche für die Prüfung zu lernen und anwenden zu können. Das volle Detailwissen - so denke ich - wird von vielen (ich betone: in der Prüfungsvorbereitung) stark überschätzt. Jahre später, wenn man sich im Berufsleben wieder mit den entsprechenden Themen konfrontiert sieht, muss man sich sowieso wieder einarbeiten. Irgendein Beweis in einer Klausur, in der keine Herleitungen gefordert sind, bringt also langfristig nicht viel.

Gar nicht geeignet bin ich für... Geschenke einpacken, Bacardi, Leber, Soap-Operas und... Assessment Center! Man plant eine Fahrradtour, die nie stattfindet, oder einen Werbespot, der nie ins Fernsehen kommt, und wird dabei von mehr oder weniger ausgebildeten Psychologen beobachtet. Alle benehmen sich unnatürlich und simulieren ein Team, obwohl sie direkte Konkurrenten im Kampf um den Job sind. Der Gegenüber wird innerlich für jeden guten
Beitrag gehasst, und das Klima ist alles andere als ungezwungen. Natürlich kann ich hier nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen. Aber sind nicht Generationen von Personalchefs mit dem klassischen Bewerbungsgespräch ausgekommen?! Warum geht das jetzt nicht mehr?

Wenn ich nicht studiere, dann... treibe ich Sport - wie zum Beispiel Skifahren, Basketball und Fussball ( www.chancentod.de). Sonst sind meine Freundin und meine Freunde mein Hobby, und dafür kann ich grundsätzlich sowieso nie genug Zeit haben.

Wenn ich etwas Grundlegendes ändern könnte in Deutschland, dann... wäre ich Diktator und würde beim WM-Finale 2006 auf der Ehrentribüne sitzen. Meine friedliche, menschenfreundliche Diktatur würde das Wort "Reformstau" überflüssig machen, ich würde die Bürokratie minimieren und das Steuersystem vereinfachen. Darüber hinaus wäre das Problem, dass Bundestagsabgeordnete x Nebenjobs in Unternehmen ausüben, über die sie politische Entscheidungen treffen müssen, ebenfalls aus der Welt.

Mein größter Traum ist es,... in den Rockies an einem sonnigen Wintermorgen aus einem Heli zu springen und auf Skiern im Tiefschnee zwischen kleinen Tannen ein paar saubere Schwünge zu ziehen.

In zehn Jahren... bin ich hoffentlich gesund, habe Kinder und die passende Mutter dazu. Das wäre schon mal ein guter Anfang. Beruflich strebe ich das Ziel an, irgendwann mein eigener Chef zu sein.

 

 

nach oben

Du möchtest uns einen e-fellow für ein Porträt vorschlagen? Dann schreib eine E-Mail mit einer kurzer Begründung an das Redaktionsteam.

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.