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Einmal um die Welt

Ganesha wird in Nepal verehrt (© Brad Pict - Fotolia.com)

© Brad Pict - Fotolia.com

Nach dem Abitur wollen viele junge Leute für eine Zeit ins Ausland. Doch wenige ziehen das so durch, wie Isabella es gemacht hat: Sie ist für acht Monate auf Weltreisen gegangen. Mittlerweile studiert sie Jura, organisiert Diskussionen mit internationalen Studenten und plant schon ihren nächsten längeren Auslandsaufenthalt.

Mit dem Abi in der Tasche begann für Isabella das große Abenteuer: alleine die Welt erkunden. Doch die damals 18-Jährige wollte nicht nur rumreisen und entschied sich für eine bunte Mischung aus Hilfsprojekten, Work and Travel und zum Abschluss ein Praktikum. Ihre Reiseroute führte sie von Asien über Neuseeland und Australien in die USA.

Von Mangel bis Überfluss

Am krassesten waren für sie die großen Unterschiede, die sie in den verschiedenen Ländern erlebte. "In den USA saß ich in meinem Zimmer zwischen all dem Überfluss und der Übersättigung und habe nochmal ein Buch über Waisen und den Bürgerkrieg in Nepal gelesen, wo ich meine Reise ein paar Monate früher begonnen hatte. Das war schon heftig", erzählt sie. Sie bewundere die nepalesischen Menschen, die mit sehr wenig auskommen und damit glücklich sind.

Wieder daheim fiel ihr die Eingewöhnung nicht ganz leicht. Ihr Leben in einem privilegierten Land wie Deutschland habe sie schon immer wertgeschätzt, nach ihren Reisen aber umso mehr: "Ich habe eine gewisse Gelassenheit gelernt. Wenn sich um mich herum die Leute darüber aufregen, dass die Bahn zehn Minuten zu spät kommt, klinke ich mich aus dem Gespräch aus und denke mir: Seid froh, dass es überhaupt eine Bahn gibt."

Buchautorin in jungen Jahren

Über ihre Erlebnisse und Erfahrungen während ihrer Weltreise hat Isabella ein Buch veröffentlicht. Die Grundlage dafür bildete ihr Blog, den sie über das Jahr hinweg geführt hatte. Der gefiel nicht nur ihrer Familie und Freunden, sondern in einer überarbeiteten Version auch einem Verleger. Mittlerweile arbeitet sie an einer zweiten Auflage, in der sie noch mehr Hintergrundinfos über die verschiedenen Länder einbringen will und auch ein zweites Buch ist bereits in Planung. Während des Studiums führt sie ihre Leidenschaft zum Schreiben fort: Für den Newsletter der Uni schreibt sie über Vorträge und alles Spannende, was an der Uni passiert.

"Jura ist ein Gesellschaftsspiegel"

Während ihrer Reise hat sie auch darüber nachgedacht, was sie mit ihrer Zukunft anfangen will. Klar ist für sie eines: "Ich möchte gerne etwas ändern, ob im kleinen oder großen Rahmen". Ihre Studienwahl fiel auf Jura. "Man lernt, die Mentalität einer Gesellschaft besser zu begreifen, wenn man ihre Rechts- und Gesetzeslage studiert. Wie funktionieren die Dinge? Worauf kommt es beim Argumentieren an? Wie gehen die Menschen miteinander um? Im Grunde ist Jura ein Gesellschaftsspiegel", meint Isabella. Sehr gut vorstellen kann sie sich später eine Arbeit im Auswärtigen Amt.

Auf einen Kaffee mit internationalen Studenten

Neben dem Studium hat sie die "International Coffee Break" an ihrer Uni gegründet. Alle ein bis zwei Wochen treffen sich internationale Studenten, um über ihr Heimatland zu erzählen und mit den anderen darüber zu diskutieren. Dabei entstehen spannende Unterhaltungen. "Um die Zusammenhänge in der Welt besser zu verstehen, ist ein Austausch zwischen den verschiedenen Kulturen viel besser als über ein abstraktes Problem in der Zeitung zu lesen", meint Isabella. In einem neuen Projekt plant sie mit einem Kommilitonen, die International Coffee Break fortzuführen und bekannte Persönlichkeiten einzuladen, die an der Uni Vorträge über außenpolitische Themen halten.

Wieder ins Ausland

Wenn zwischen Studium und "International Coffee Break" Zeit bleibt, zieht es Isabella aufs Wasser der Alster - im letzten Sommer hat sie ihren Segelschein gemacht. Daneben spielt sie Volleyball, fotografiert oder unternimmt etwas mit Freunden. Letzteres verbindet sie gerne mit ihrer Leidenschaft zum Reisen: Sie besucht Freunde, die im Ausland studieren.

In der nächsten Zeit stehen bei ihr innerhalb ihres Studiums Praktika beim Deutschen Bundestag und bei der Ständigen Vertretung der BRD bei der EU in Brüssel an. Und von Juli bis November zieht es Isabella wieder in die weite Welt: Für ein Auslandstrimester geht es nach Kapstadt.

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