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Auf Fälscherjagd in Peking und Düsseldorf

Die Frankfurter Oper (Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Epizentrum)

Quelle: Wikimedia Commons, Epizentrum - CC BY-SA 3.0

Jura ist nicht trocken, sondern macht Spaß, findet Fabian. Und beweist es mit Erzählungen über Softwarepiraterie, Plagiate auf einer Schuhmesse und dem Abenteuer Markenrecht im Fälscherparadies China. Neben seinem Jurastudium ist Fabian Organisator in einer Start-Up-Förderung, Ortsvorsitzender der JU und begeisterter Operngänger.

Dass Fabian einmal Jura studieren würde, hat er schon lange gewusst. Bereits in der achten Klasse entdeckte er sein Interesse dafür – und das, obwohl in seiner Familie niemand Jurist ist. In der Oberstufe wählte er dann auch den Leistungskurs Wirtschaft und Recht und schrieb seine Facharbeit über Softwarepiraterie.

Sind YouTube-Converter legal?

Bei e-fellows.net ist Fabian Bestsellerautor, sein Buch über Cloud Computing und Datenschutz hat es auf den ersten Platz der Reihe e-fellows.net-Stipendiatenwissen geschafft.  Auf ein anderes Thema kam er durch eine Frage in der e-fellows.net-Community: Ist es legal, sich mit einem Converter Musik aus YouTube zu ziehen? Seine Texte hat Fabian auch schon in Fachzeitschriften und auf Internetseiten von Kanzleien veröffentlicht. "Ich schreibe unglaublich gerne", erzählt er – und praktischerweise verdient er sich dadurch noch etwas Geld.

Abenteuer Markenrecht in China

Für ein Praktikum war Fabian drei Monate in Peking in einer Kanzlei für Markenrecht. Die Arbeit sei nicht gerade leicht, da das Land ein wahres Fälscherparadies ist, erzählt er. Fabian schrieb Händler an und bestellte Ware, die dann kontrolliert wurde. "Aber selbst wenn man so herausfindet, dass Fälscher am Werk sind, gibt es keine einfache Lösung. Schließt man eine Bude, macht drei Ecken weiter die nächste auf", berichtet Fabian. Die Juristerei stecke dort in der Hinsicht noch in den Kinderschuhen.

Plagiate auf der Schuhmesse

Die Fälscherware schafft es auch nach Europa. Während eines Praktikums bei HengelerMueller war Fabian im Einsatz auf einer Schuhmesse – auch hier, um gefälschte Ware zu entdecken. Zusammen mit einem Rechtsanwalt und seiner Kollegin sprachen sie die verdächtigen Händler an und mahnten sie ab, die Ware wurde aus dem Verkauf genommen. Die Reaktionen darauf waren sehr unterschiedlich, ein Mann verscheuchte sie wütend von seinem Stand, während sich eine asiatische Händlerin bei ihnen freundlich für den "Hinweis" bedankte.

Start-Ups mit gesellschaftlichem Nutzen

Fabian interessiert sich nicht nur für Jura. Seit zwei Jahren ist er in der Organisation von GENERATION-D, eine Ideen- und Start-Up-Förderung von Studenten für Studenten. Jährlich wird ein hohes Preisgeld für eine besonders gute Start-Up-Idee ausgesetzt. Die kann aus allen Bereichen kommen, wichtig ist vor allem, dass sie einen gesellschaftlichen Nutzen hat. Zu den Siegern gehören ein Rucksack, in dem Wasser so gut gereinigt wird, dass man damit Operationsbesteck waschen kann und eine App gegen Lebensmittelverschwendung. Auch Fabian war schon mal an einem Start-Up beteiligt und möchte das auf jeden Fall in Zukunft noch einmal machen.

96 Kisten Lebensmittel für die Tafel

Politisch engagiert sich der Student als Ortsvorsitzender der JU in seinem Heimatort Germering und organsiert Veranstaltungen. Bei einer Spendenaktion stand er vor Weihnachten mit seinen Kollegen am Eingang eines Supermarkts und sammelte 96 Kisten voller Lebensmittel für die Tafel der Stadt. "Jeder Kunde sollte nur ein Produkt mehr kaufen. Das hat super funktioniert, teilweise kamen die Leute auch mit einem komplett gefüllten Einkaufswagen zu uns", berichtet er.

Mit dem Fahrrad nach Madrid

Neben seinem Studium geht Fabian drei Mal in der Woche ins Fitnessstudio und liebt Opernbesuche, vor allem Wagner. Auf dem Programm steht bei ihm jetzt erst mal, sein Examen ein zweites Mal zu schreiben, denn er möchte sich verbessern. Wenn er damit fertig ist, hat er einen ambitionierten Plan: Mit dem Fahrrad nach Madrid fahren und dort seine Freundin besuchen.

e-fellow Fabian über sich

Ich bin e-fellow, weil ...

... mich am Anfang meines Studiums ein Kommilitone darauf aufmerksam machte und meinte, ich solle mich dort auf jeden Fall bewerben.

Ich studiere mein Fach, weil ...

... Jura Spaß macht und im Gegensatz zu der weitläufigen Meinung nicht trocken ist. Ständig wird man mit rechtlichen Fragestellungen konfrontiert, zum Beispiel wenn ich mir etwas im Internet bestelle und es nicht funktioniert oder ich bei einer Rücksendung die Kosten zu tragen habe.

Experte bin ich ...

... noch nicht. Aber was noch nicht ist, kann schließlich noch werden.

Gar nicht geeignet bin ich für ...

... einen unflexiblen "9 to 5 job".

Meine Buchempfehlung für die e-fellows ...

... "Schnelles Denken, langsames Denken" (Original: Thinking, Fast and Slow) von Daniel Kahneman

Mein größter Traum ist es, ...

... in verschiedenen Ländern zu leben und verschiedene Kulturen kennen zu lernen.

In zehn Jahren ...

... habe ich eine Familie mit ein oder zwei Kindern und bin selbst als Unternehmer tätig oder arbeite in einer Kanzlei.

Bei e-fellows.net gefällt mir besonders ...

... das Karrierenetzwerk, worüber ich bereits Praktika sowie Workshops vermittelt bekommen habe, und die Leistungen, die ich als Stipendiat erhalte. Besonders die Datenbankzugänge von juris und beck-online und die Zeitschriften Abos finde ich gut.

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