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"Gute Ideen muss man einfach umsetzen"

Tablet und Smartphone (Quelle: pixabay.com, noelsch)

Quelle: pixabay.com, noelsch

Nach einer ätzenden BWL-Klausur kam Felix zusammen mit Kommilitonen eine rettende Idee: Warum nicht eine App entwickeln, mit der Studenten künftig besser auf Prüfungen vorbereitet sind? Was als Gedankenspiel in einem Café in München begann, scheint sich zu einer erfolgreichen Geschäftsidee zu entwickeln – mobiles Lernen und Recruiting-Plattform in einem.

Nach einem Praktikum in New York, Wehrdienst und drei Monaten als Animateur auf Teneriffa zog es Felix von Frankfurt zum Studium nach München. "Das ist einfach die schönste Stadt zum Studieren, natürlich auch mit vielen Ablenkungsmöglichkeiten", lacht er. Inzwischen studiert er im fünften Semester BWL an der LMU, gerade jedoch absolviert er ein Auslandssemester in Singapur mit dem Schwerpunkt "Finance". Felix erzählt: "Der Unterrichtsstil in Singapur ist mit kleinen Gruppen von 20 bis 30 Studenten ganz anders als an der LMU München. Neben den vielen, neuen kulturellen Eindrücken und der guten Küche ist hier die lebendige studentische Community ein absolutes Highlight. Leider ist Singapur an sich relativ teuer, aber das gleichen die günstigeren Reiseziele in der Umgebung aus."

Die zündende Idee

Im BWL-Studium machte Felix schnell die Erfahrung, dass Klausuren mit "Multiple-Choice"-Prinzip einem echt die Laune verderben können. Zusammen mit Studienkollegen kam ihm nach einer Klausur die Idee, selbst ein Übungsbuch für diese Art von Fragen zu schreiben. "Repetitorien sind sehr teuer, und da man im Studentenleben sonst schon viele Ausgaben hat und Studiengebühren bezahlen muss, kann man nicht pro Fach noch mal mehrere hundert Euro ausgeben."

Eine dynamische App

"Wir haben uns dann aber statt einem Prüfungsfragen-Buch für das Entwickeln einer App entschieden, weil das einfach interessanter, dynamischer und moderner ist. Außerdem muss man auf dem Handy nicht bereits gegebene Antworten mühsam wieder wegradieren. Und die App verhindert, dass man Fragen aufgrund der immer gleichen Reihenfolge auswendig lernt", erzählt Felix. Bei der Umsetzung der Pilot-App bekam er Hilfe von zwei TU-Studenten, die Communications Engineering und Elektrotechnik studieren.

Wie entsteht der Content?

Der Name "qLearning" steht abkürzend für "quick learning". Ältere Studenten, die die Klausuren schon hinter sich haben, schreiben Fragen zu Fächern wie Statistik, Wirtschaftsinformatik und Marketing auf, die dann in die kostenlose App importiert werden. Die Fragen werden vom qLearning-Team oder anderen Studenten einer Partner-Uni noch einmal gegengecheckt, um Fehler zu vermeiden. Außerdem bekommen die Beitragenden eine kleine Entlohnung für ihre Hilfe.

Wie geht es weiter?

Die App, die es für iPhone und Android gibt, enthält momentan BWL-Prüfungsfragen der LMU München mit 250 bis 500 Fragen pro Fachgebiet. Universitäten, die demnächst hinzukommen sind die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, das KIT Karlsruhe, die Uni Köln, die TU Darmstadt, die RTWH Aachen und für ausländische Unis die HSG St. Gallen, die Uni Maastricht und die Uni Basel. Zur Vermarktung und Vermittlung an die Studenten gibt es an den Unis jeweils einen Campus-Botschafter. Derzeit wird die App schon von über 1.000 iPhone-Nutzern und 350 Android-Nutzern verwendet. Felix' Ziel ist, noch mehr Fragen zu sammeln, die App vielleicht auch für andere Fächer auszubauen und offene Fragen hinzuzufügen.

Von der Idee zur Umsetzung

"Wichtig ist, eine gute Idee, die man hat, auch wirklich umzusetzen. Denn das ist der schwierige Teil", meint Felix. Auch das qLearning-Team hatte am Anfang mit Problemen zu kämpfen, wie zum Beispiel falschen Fragen, die dann eine schlechte Bewertung nach sich zogen. "Aber da muss man dranbleiben und darf sich nicht runterziehen lassen."

e-fellow Felix über sich

Ich bin e-fellow, ...

… weil mir Freunde e-fellows.net am Anfang meines Studiums empfohlen haben. Ich finde die Idee einer Student-Community aus Leuten mit verschiedenen Hintergründen und gleichen Zielen interessant.

Ich studiere mein Fach, weil ...

... mich Zahlen interessieren und mein Studium mir hilft, wirtschaftliche und globale Zusammenhänge besser zu verstehen. Außerdem halte ich mir so fast alle Türen weiter offen.

Experte bin ich ...

... für alle Ballsportarten. Ansonsten bin ich der Überzeugung, dass man (fast) alles lernen kann.

Gar nicht geeignet bin ich ...

... für's Stillsitzen und für ordentliche Mitschriften.

Meine Buchempfehlung für die e-fellows ...

... ist "Applied Quantitive Finance, Methods & Analysis". Spaß. Das letzte Buch, das ich gelesen habe, war "The Godfather" von Mario Puzo und ich kann es nur weiterempfehlen.

Mein größter Traum ...

... ist es, den Spaß am Leben nicht zu verlieren.

In zehn Jahren ...

... werde ich hoffentlich eine Menge erlebt haben. 

Bei e-fellows.net gefällt mir besonders ...

… das Stipendium. Und ich mag die nützlichen Informationen zu Studium und Karriere und die Möglichkeit, mir durch spannende Abonnements ein wenig Allgemeinwissen anzueignen.

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