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Ein Ritter auf dem Weg in die Unternehmensberatung

e-fellow Marco

e-fellow Marco

Seinen Familienstammbaum hat er bis 1450 zurückverfolgt. Eine Maschine, die ihn in die Vergangenheit katapultiert, braucht Marco dafür aber nicht. Trotzdem ist es jedes Mal eine kleine Zeitreise, wenn er seinem Hobby Ahnenforschung nachgeht. Genealogie ist ein eher ungewöhnliches Freizeitvergnügen - allerdings nicht in Marcos Umgebung. "Meine ganze Familie beschäftigt sich mit der Ahnenforschung", erklärt der 26-Jährige. "In unserer heutigen Zeit schauen wir immer nach vorne, alles entwickelt sich rasend schnell. Mein Hobby ist daher ein schöner Gegenpol zum technischen Fortschritt."
 

Auf Latein die Folgen bedenken

Auch in anderen Bereichen hat es ihm die Vergangenheit angetan: Marco liebt die lateinische Sprache. "Latein hilft einem dabei, unsere deutsche Sprache zu verstehen. In der Schule bin ich immer voll darin aufgegangen." Daher wundert es auch nicht, dass sein Lieblingszitat von den alten Römern stammt: Quidquid agis prudenter agas et respice finem. – Was auch immer du tust, tu es klug und bedenke die Folgen.
 

Moderner Ritter

Im Ritterorden Sankt Stanislaus geht es weder um Latein, noch um die Vergangenheit – auch wenn es sich zunächst so anhört. Seit gut sechs Jahren engagiert sich Marco in der Gemeinschaft, die für die Verständigung zwischen Polen und Deutschland eintritt. Hier unterstützt er Hilfslieferungen mit medizinischen Geräten oder Medikamenten für polnische Krankenhäuser und sammelt Spendengelder. Der angehende Diplom-Elektrotechniker kümmert sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit des Ordens, dessen Homepage er außerdem programmiert hat.
 

In prominenter Gesellschaft

Wenn er von seiner Mitgliedschaft in einem Ritterorden erzählt, reagieren die Leute jedoch oft mit Unverständnis. "Viele wissen einfach nicht, was ein Ritterorden heutzutage ist", erzählt der gebürtige Schorndorfer. "Es handelt sich dabei um eine karitative Vereinigung." Die Aufnahme – Investitur genannt - erfolgt allerdings wie in alten Zeiten mit dem Ritterschlag. Derzeit hat der polnische Orden etwa 200 Mitglieder aus Polen, Liechtenstein, Deutschland und Österreich. Darunter befinden sich auch Prominente, wie beispielsweise die Präsidentin der Europa-Universität Viadrina und ehemalige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan.
 

Potenzieller Frauenschwarm

Auch im Privatleben mag der 26-Jährige es ritterlich. "Man muss heutzutage nicht mehr hundertprozentig nach Knigge leben, aber seine Ansätze stimmen immer noch. Stil, Benehmen und gute Tugenden finde ich sehr wichtig." Und das sind nicht die einzigen Aspekte, die ihn als pozentiellen Frauenschwarm qualifizieren. Denn Marco geht leidenschaftlich gerne shoppen. "Ich kaufe unheimlich gerne Klamotten ein und halte sogar einen längeren Einkaufsmarathon durch als meine Freundin", schmunzelt er. Außerdem telefoniert er gerne und fährt Ski. Für seine früheren Hobbys Tennis und Golf bleibt im Moment allerdings keine Zeit mehr.
 

Hier Praktikum – da Fernstudium

Seit Februar absolviert er in der Nähe von Nottingham ein Praktikum im Projektmanagement eines Energiekonzerns. "Ich werde hier extrem gut betreut und der Chef nimmt sich immer Zeit für mich", erklärt Marco zufrieden. Nebenbei belegt er noch einen Wirtschaftskurs an der Oxford University und arbeitet an seinem Jura-Fernstudium. "Im Fernstudiengang lernt man juristische Dinge, die für den beruflichen Alltag relevant sind", so Marco. "Das 'richtige' Jura ist wahrscheinlich noch etwas anspruchsvoller." Aber auch mit "Jura light" hält ihn sein umfangreiches Programm ziemlich auf Trab. Jede Menge Akten und Einsendeaufgaben gilt es zu bearbeiten, um den Abschluss Bachelor of Laws zu erreichen. "Ob ich dafür fünf oder zehn Jahre brauche, ist mir allerdings egal", meint Marco. "Wichtig ist mir einfach, irgendwann den Abschluss zu machen." Denn Jura ist eine seiner großen Leidenschaften.
 

Ein straffes Programm für die Zukunft

Im Sommer steht für Marco erst einmal die Diplomarbeit auf dem Programm. Auch die Zeit danach ist schon geplant: Zuerst möchte er einen Master obendrauf setzen und dann berufsbegleitend an der European Business School auf Schloss Reichartshausen promovieren. Seit Beginn seines Studiums steht für Marco fest, dass er in einer Unternehmensberatung tätig werden will. "Ich würde gerne mindestens drei bis fünf Jahre lang in der Beratung arbeiten, da ich hier sehr schnell sehr viel Erfahrung sammeln kann." Aber mal sehen, wohin die Ahnenforschung noch führt. Zur Volljährigkeit wurde ihm im Rahmen der Erbfolge von seinem Großcousin ein englischer Lord-Titel übertragen. Wer weiß, welche Überraschungen und zukünftigen Karrieren noch auf ihn warten.

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